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Generell ist aber bei der Anwendung der Messtechnik mit Sachvertsand vorzugehen:
Unabhängig von Messverfahren und Herstellern gibt es kein elektronisches Messverfahren, das den Sach-
verstand eines Profi s ersetzen kann - allein der Anzeigewert hat keine Aussagekraft, wenn nicht der Baustoff,
der Wandaufbau und die Baustruktur (beispielsweise Beton-Isolation-Estrich) bekannt sind und mit bewertet
werden. Allerdings sind Messgeräte wie insbesondere das GMK 100 eine sehr wertvolle Hilfestellung für Laien
UND Profi s, deren Nutzen den überschaubaren Anschaffungspreis „um hundert euro“ weit in den Hintergrund
treten lässt.
Beispielanwendung mit GMK 100:
Durchfeuchtete Mauer, Beobachtung eines Trocknungsfortschrittes:
Vorausgesetzt die Ursache wurde behoben, kann der Abtrocknungsvorgang und
auch der Erfolg der Maßnahmen überwacht werden:
Messstellen aussuchen und markieren, hier bei einem Wasserschaden, bei dem
Feuchtigkeit von oben durchs Mauerwerk sickerte:
1: Feuchtezentrum
2: Übergangsbereich
3, 4: Randbereich
5: trockene Referenzstelle
Protokollieren, z.B. wöchentlich:
Beispielanwendung mit GMH 3830:
Estrichmessung
Bei Fussboden und Estrich liegen die Probleme oft noch tiefer verborgen als mit dem GMK 100 erfasst werden
kann:
Mehrere Zentimeter Estrich ruhen auf einer Isolier- und Trittschallschutzschicht (je nach Ausführung
Hartschaum, Glaswolle, o.ä.), das Ganze liegt beispielsweise auf Beton.
Sachgerecht ausgeführt hat der Estrich keine Verbindung zu angrenzenden Mauern (sonst enstehen Schall-
brücken) - ein Spalt verbleibt, durch den das Wasser nahezu ungehindert nach unten dringt. Um zu sehen wie
der Stand in der Isolierschicht ist, ist das GMH 3830 mit Bürstensonden geeignet: 2 8mm-Löcher mit 10 cm Ab-
stand in gewünschter Tiefe durch den Estrich hindurch bohren und die Bürstensonden einschieben: Sowohl die
Estrichfeuchte selbst kann gemessen werden, als auch der „Wassereinbruch“ in der darunterliegenden
Isolierschicht kann detektiert werden.
1. Schritt 2. Schritt 3. Schritt
fertig!