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G 1409
Grundlagen zur Messung | 5
B-H87.0.01.DB1-2.1
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5 Grundlagen zur Messung
5.1 Leitfähigkeitsgrundlagen
Leitfähigkeit γ
Die Leitfähigkeit ist die Fähigkeit eines Materials, elektrischen Strom zu leiten. Sie ist
ebenfalls der Kehrwert des spezifischen Widerstandes. Hingegen ist der Leitwert der
Kehrwert des gemessenen Widerstandes R.
γ = l / (R*A)
l = Länge des Materials
A = Querschnitt
R = Gemessener Widerstand
Einheit [γ] = Siemens / Meter = S / m
Üblicherweise werden bei Flüssigkeiten die Werte in µS/cm oder in mS/cm angege-
ben.
5.2 Allgemeines zur Präzisions-
Leitfähigkeitsmessung
Die Messzelle ist während des Betriebes soweit einzutauchen, dass sie mindestens
30 mm in das Messmedium hineinragt. Für den Dauerbetrieb empfehlen wir eine ma-
ximale Eintauchtiefe von 110 mm.
Die Messzelle kann sowohl in Wasser stehend als auch trocken aufbewahrt werden.
Nach trockener Lagerung ist die Benetzungszeit jedoch etwas länger. Beim Wechsel
in eine Flüssigkeit mit stark abweichender Leitfähigkeit ist die Messzelle vorher zu
spülen und gut auszuschleudern.
Wird eine unerwartet hohe bzw. niedrige Leitfähigkeit gemessen, so kann dies auf ei-
ne Verschmutzung der Elektroden mit nichtleitenden bzw. leitenden Fremdstoffen zu-
rückzuführen sein. Die Messzelle muss dann ggf. mit einer wässrigen Seifenlösung
gesäubert werden. Bei Messungen in Lösungen mit geringer Leitfähigkeit ist für eine
ausreichende Anströmung der Elektrode zu sorgen.
HINWEIS
Die Messzelle niemals mit wasserabstoßenden Stoffen wie Öl oder Silikon in Berüh-
rung bringen.
5.3 Leitfähigkeitsmessung
Die Leitfähigkeitsmessung ist eine vergleichsweise unkomplizierte Messung. Die
Standardelektroden sind bei sachgemäßer Verwendung über lange Zeit stabil, und
können über die Steigungskorrektur abgeglichen werden.
Formel