User manual
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Programmierbeispiel: Delta- und Nurfl ügelmodelle
Modell wie eine „normale“ Vierklappen-Tragfl äche (2
Querruder und 2 Wölbklappen) mit all ihren Möglich-
keiten betrachtet! Bei dieser Betrachtungsweise werden
die ursprünglich nur zur Unterstützung der Höhenru-
derfunktion in bestimmten Flugaufgaben vorgesehenen
Mischer „HR N.N.*“ durch die Einstellung von
höheren Werten als üblich zur Übertragung des Höhen-
rudersignals auf die Ruder des schwanzlosen Modells
„missbraucht“.
Da jedoch von diesen Mischern die Trimmung des digi-
talen Höhenruder-Trimmhebels nicht übertragen wird,
wird eine entsprechende Alternative benötigt.
Wechseln Sie deshalb zum Menü …
»Gebereinstellung« (Seite 86)
E5
E6
+
Weg
+15%
+15%
Geb. 7
Geb. 7
+15%
+15%
… und weisen Sie den Eingängen 5 und ggf. 6 jeweils
den gleichen Geber zu, z.
B. den Proportional-Drehge-
ber CTRL 7. Hernach wechseln Sie in die Spalte „Weg“
und reduzieren den Geberweg dieser beiden Eingänge
symmetrisch auf ca. 50 % … oder noch weniger, denn:
je geringer dieser ist, umso feinfühliger können Sie
trimmen.
Wenn Sie dagegen doch lieber den gewohnten Höhen-
rudertrimmhebel benutzen möchten, setzen Sie – oder
belassen Sie – die Flächenmischer „HR N.N.*“ auf
0 % und defi nieren stattdessen freie Linearmischer.
Rufen Sie dazu das Menü …
»Freie Mischer« (Seite 119 … 123)
Typ von
zu
M1
M2
M3
HR
6
HR
??
5
??
Tr
Tr
… auf und setzen Sie einen Linearmischer „Tr HR 5“
und ggf. einen „Tr HR 6“.
Auf der Grafi kseite dieses Menüs stellen Sie die
erforderlichen Mischanteile ein. Überprüfen Sie die
Einstellungen und vor allem die Wirkrichtungen in der
»Servoanzeige« bzw. am Modell. Ändern Sie ggf. die
Vorzeichen.
In dieser Form programmiert, bewegen sich bei Betäti-
gung des Höhenrudersteuerknüppels auch die Querru-
derklappen sinngemäß wie Wölbklappen bzw. Höhen-
ruder. „Tr“ bewirkt, dass der Höhenrudertrimmhebel auf
den jeweiligen Mischer wirken kann.
Da ein anderer Geber in diesem Fall nicht benötigt
wird, schalten Sie den Eingang 5 und ggf. auch 6 in der
zweiten Spalte des Menüs »Gebereinstellung« wieder
auf „frei“.
So programmiert, hat der Autor dieser Zeilen vor Jahren
schon ein Delta-Modell mit der damaligen mc-20
betrieben, und zwar wie vorstehend beschrieben mit
„Wölbklappeneinstellungen“ als Ersatztrimmung und
Butterfl y als Landehilfe – letzteres völlig frei von auf-
oder abkippenden Momenten durch entsprechend abge-
stimmte Flächenmischer „Bremse QR“ und „Bremse
WK“, wobei unter „Querruder“ das äußere und unter
„Wölbklappe“ das innere Ruderpaar zu verstehen ist.
Ähnlich kann ein moderner, gepfeilter Nurfl ügel betrie-
ben werden. Auch bei diesen Modellen gibt es innen
liegende und außen liegende Ruder: erstere vor dem
Schwerpunkt, letztere dahinter. Ein Ausschlag nach
unten der/des zentralen Ruders erhöht den Auftrieb
und zeigt Höhenruderwirkung. Mit einem Ausschlag
nach oben wird das Gegenteil erreicht. An den äußeren
Querrudern dagegen dreht sich die Wirkung um: Ein
Ausschlag nach unten zeigt Tiefenruderwirkung und
umgekehrt. Durch entsprechende Abstimmung der
„zuführenden“ Mischer ist hier „alles“ möglich.
Wie auch immer Sie Ihr Modell abstimmen und welchen
Leitwerkstyp und welche Servoanzahl Sie gewählt ha-
ben, jegliche Art von Differenzierung sollte mit Vorsicht
eingestellt werden! Differenzierungen zeigen nämlich an
einem schwanzlosen Modell erst einmal eine einseitige
Höhen-/Tiefenruderwirkung. Deshalb empfi ehlt es sich,
zumindest die ersten Flüge mit einer Einstellung von
0 % zu beginnen! Im Laufe der weiteren Flugerprobung
kann es dann u. U. durchaus sinnvoll sein, mit von null
abweichenden Differenzierungen zu experimentieren.
Bei größeren Modellen können u. U. Seitenruder in
den Winglets, das sind an den Tragfl ächenenden an-
gebrachte „Ohren“, sinnvoll sein. Werden diese über
zwei getrennte Servos angesteuert, können sie, wie
im Beispiel für „parallel laufende Servo“ auf Seite
167 beschrieben, oder per „Channel Mapping“ im
»Telemetrie«-Menü, Seite 133, angesteuert werden.
Sollen diese Seitenruder darüber hinaus beim Betäti-
gen eines Bremssystems mit dem K1-Knüppel jeweils
noch nach außen ausschlagen, kann dies – z. B. beim
Leitwerkstyp „normal“ – durch Setzen zweier weiterer
Mischer „K1 4“ und „K1 Steuerkanal des
zweiten Seitenruders“ mit passender Wegeinstellung
erreicht werden. Den Offset stellen Sie dann in beiden










