User manual
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Programmbeschreibung: Helimixer - Hubschraubermodell
Einstellung des Gyro-Sensors
Um eine maximal mögliche Stabilisierung des Hub-
schraubers um die Hochachse durch den Gyro zu
erzielen, sollten Sie f
olgende Hinweise beachten:
Die Ansteuerung sollte möglichst leichtgängig und •
spielfrei sein.
Das Steuergestänge darf nicht federn.•
Ein starkes und v. a. schnelles Servo verwenden. •
Je schneller als Reaktion auf eine erkannte Drehung
des Modells eine entsprechend korrigierende Schubän-
derung des Heckrotors wirksam wird, umso weiter kann
die Gyrowirkung aufgedreht werden, ohne dass das
Heck des Modells zu pendeln beginnt, und umso besser
ist auch die Stabilität um die Hochachse. Anderenfalls
besteht die Gefahr, dass das Heck des Modells bereits
bei geringer eingestellter Gyrowirkung zu pendeln
beginnt, was dann durch eine entsprechende weitere
Reduzierung der Gyrowirkung über den Vorgabewert bei
„Gyro“ bzw. den hier beispielhaft verwendeten Proportio-
nal-Drehregler CTRL 8 verhindert werden muss.
Auch eine hohe Vorwärtsgeschwindigkeit des Modells
bzw. Schweben bei starkem Gegenwind kann dazu füh-
ren, dass die stabilisierende Wirkung der Seitenfl osse
zusammen mit der Gyrowirkung zu einer Überreaktion
führt, was wiederum durch Pendeln des Rumpfhecks
erkennbar wird. Um in jeder Situation eine optimale
Stabilisierung am Gyro zu erreichen, sollte die Option,
die Gyrowirkung vom Sender aus anpassen zu können,
genutzt werden.
Taumelscheibenbegrenzung
K1
K1
Pitch
Gas
Heck
normal
Gyro
0%
TS-Limit
aus
Diese Funktion wirkt wie eine runde mechanische
K
ulisse
, die den nor
malerweise rechteckigen Wegbe-
reich des Knüppels, der die Taumelscheibe steuert,
auf einen runden Bereich eingrenzt. Wird nämlich der
Hubschrauber so eingestellt, dass die Ausschläge von
Roll bzw. Nick das mechanisch mögliche Maximum
erreichen, wie z. B. beim 3D-Helifl iegen, dann erreicht
bei gleichzeitig vollem Ausschlag von Roll und Nick die
Taumelscheibe einen erheblich größeren Ausschlag an
der Taumelscheibe (rechnerisch 141 %). Die Taumel-
scheibenmechanik kann anschlagen und im Extremfall
können sogar z. B. die Kugelköpfe absprengen.
Im Sender mx-12 HoTT bewirkt eine Software-Funk-
tion eine Begrenzung des Gesamt-Taumelscheiben-
ausschlags, also des Kippwinkels der Taumelscheibe
von 100 % (der Ausschlag ist begrenzt auf den mit
einer Funktion Roll bzw. Nick allein erreichbaren Wert)
bis 149 % (keine Begrenzung wirksam) bzw. „aus“ (die
Funktion ist komplett deaktiviert). Die TS-Begrenzung ist
darüber hinaus modell- und phasenspezifi sch einstell-
bar.
Diese Software-Lösung ist somit weitaus fl exibler als
eine auf das Knüppelaggregat aufgebrachte Kreis-
scheibe, die zudem nur dann anwendbar ist, wenn die
Funktionen Roll und Nick über einen der beiden Steuer-
knüppel betätigt werden.
Die nebenstehende Skizze
zeigt die Wirkung bei einer
Einstellung von 100 %. Der
gestrichelte Ausschlagbe-
reich wird abgeschnitten
und erscheint als Totweg.
Bei Verwendung dieser
Funktion sollte „Dual Rate“
auf 100 % stehen und es
sollten auch keine Dual-Rate-Werte größer als 100 %
verwendet werden, da ansonsten z. B. bei einer Taumel-
scheibenbegrenzung auf 100 % bereits bei Roll/Nick
einzeln eine Begrenzung auftritt.
Einstellbereich: 100 ... 149 % und „aus“.










