User manual
101
Programmbeschreibung: Flächenmixer - Flächenmodell
Steuerknüppel ist bei Vorgabe von 2 Wölbklappen-
servos softwaremäßig abgekoppelt, um eine Fehl-
bedienung der Wölbklappen auszuschließen. Als
Bremsfunktion steht in diesem Fall nur die Butterfl y-
oder Krähenstellung zur Verfügung, siehe Seite 104.
Grundsätzliche Programmierung
Mit den Pfeiltasten 1. der linken oder rechten
4-Wege-Taste gewünschten Mischer anwählen.
Mit der 2. Taste der linken oder rechten 4-Wege-Ta-
ste ggf. in die rechte, am unteren Displayrand mit
dem Schaltersymbol
gekennzeichnete, Spalte
wechseln.
Die zentrale 3. SET-Taste der rechten 4-Wege-Taste
drück
en. Das entsprechende Eingabefeld wird invers
dargestellt.
Mit 4. den Pfeiltasten der rechten 4-Wege-Taste ge-
wünschten Wert einstellen bzw. ggf. wie auf Seite 49
beschrieben Schalter zuordnen.
Mit Ausnahme der Zeile „Diff.-Red.“ sind negative
und positive Parameterwerte möglich, um die Servo-
drehrichtung bzw. die Ausschlagrichtung der Ruder
entsprechend anpassen zu können.
Gleichzeitiges Drücken der Tasten oder
der rechten 4-Wege-Taste (CLEAR) setzt einen ge-
änderten Wert wieder auf den Standardwert zurück.
Die zentrale 5. SET-Taste der rechten 4-Wege-Taste
drüc
ken, um die Eingabe zu beenden.
Mischerneutralpunkte (Offset)
Die Mischer QR N.N.*
HR N.N.*
WK N.N.*
… haben in der Gebernullstellung (Gebermittelstellung)
ihren Neutralpunkt, d. h. keine Wirkung. Bei Vollaus-
schlag wird der eingestellte Wert zugemischt.
Bei den Mischern Bremse N.N.*
… befi ndet sich der Mischerneutralpunkt („Offset“), bei
welchem die Bremsklappen immer eingefahren sind, bei
Wahl von „kein“ in der Zeile „Motor an K1“ des Menüs
»Grundeinstellung« in der vorderen und bei Wahl von
„kein/inv“ in der hinteren Position des K1-Steuerknüp-
pels (Gas-/Bremsknüppel).
QR - Diff. (Querruderdifferenzierung)
Am nach unten laufenden Ruder eines Querruder-
ausschlages entsteht aus aerodynamischen Gründen
prinzipiell ein größerer Widerstand als an einem gleich
weit nach oben ausschlagenden. Aus dieser ungleichen
Widerstandsverteilung resultiert u. a. ein Drehmoment
um die Hochachse und in der Folge ein „Herausdrehen“
aus der vorgesehenen Flugrichtung, weshalb dieser
unerwünschte Nebeneffekt auch als „negatives Wende-
moment“ bezeichnet wird. Dieser Effekt tritt naturgemäß
an den vergleichsweise langen Tragfl ächen von Segel-
fl ugzeugen stärker auf als z. B. bei Motorfl ugzeugen mit
ihren in der Regel doch deutlich kürzeren Hebelarmen
und muss normalerweise durch gleichzeitigen und
diesem Effekt entgegenwirkenden Seitenruderausschlag
kompensiert werden. Dieser verursacht jedoch zusätz-
lichen Widerstand und verschlechtert daher die Flug-
eigenschaften noch mehr.
Werden dagegen die Querruderausschläge differenziert,
indem das jeweils nach unten ausschlagende Querru-
der einen geringeren Ausschlag ausführt als das nach
oben ausschlagende, kann damit das (unerwünschte)
negative Wendemoment reduziert bis beseitigt werden.
Grundvoraussetzung dafür ist jedoch, dass für jedes
Querruder ein eigenes Servo vorhanden ist, welches
Anmerkungen:
Zur Positionierung der Wölbklappen gibt es unter-•
schiedliche Möglichkeiten. Sie können …
a) … sich mit einer Position pro Flugphase begnü-
gen, indem Sie – wie auf der vorherigen Doppel-
seite beschrieben – nur im Menü »Phasentrim«
entsprechende Trimmwerte setzen.
b) … die im Menü »Phasentrim« positionierten
Wölbklappen mit einem beliebigen, im Menü »Ge-
bereinstellung« (Seite 86) dem „Eingang 6“ zu-
gewiesenem Geber variieren. Vorzugsweise sollte
dies einer der Proportional-Drehgeber CTRL 7
oder 8 sein.
Der ausgewählte Geber steuert direkt die bei-
den an den Empfänger ausgängen 6 und 1 be-
fi ndlichen Wölbklappenservos, sofern im Menü
»Grundeinstellung« in der Zeile „Querr./Wölb“
Wölbklappen vorgegeben worden sind. Indirekt
steuert dieser Geber über den in der Mischerzei-
le „WK QR“ eingetragenen Prozentwert antei-
lig die Wölbklappenstellung der Querruder.
Um die Klappenstellungen feinfühliger steuern zu
können, sollten Sie allerdings in der Zeile „E6“ des
Menüs »Gebereinstellung« den Weg auf etwa
25 % reduzieren.
c) … aber auch den standardmäßigen Eintrag von
„0 %“ in der Zeile des Flächenmischers „WK
QR“ belassen und alternativ im Menü »Geberein-
stellung« sowohl dem Eingang 6 als auch dem
Eingang 5 den gleichen Geber zuweisen. Dessen
Grad der Einwirkung auf die beiden Klappenpaa-
re bestimmen Sie dann über die jeweilige Wegein-
stellung.
Der dem Eingang 1 standardmäßig zugewiesene K1-•
* N.N. = Nomen Nominandum (der zu nennende Name)










