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LED Beleuchtung -
Fehlerbetrachtung bei der Beleuchtungsstärkemessung
Bei einem Beleuchtungsstärkemessgerät ist eines der wichtigsten Eigenschaften die Anpassung an die
Augenempfindlichkeit V(λ). V(λ) ist der spektrale Hellempfindlichkeitsgrad des menschlichen Auges für
Tagessehen und in DIN 5031 definiert. Die erforderliche Anpassung wird durch ein optisches Filter erreicht,
dessen Qualität die Klassengenauigkeit prägt. Zulässige Abweichungen sind in DIN 5032 bzw. DIN EN 13032 für
die einzelnen Klassen vorgegeben.
Die zulässigen Abweichungen bei der V(λ)- Anpassung sind auf Lichtart A (Glühlampenlicht mit 2856K) bezogen.
Bei Lampen mit extrem diskontinuierlichem Spektrum oder mit sehr schmalbandigem Spektrum können die
Fehler signifikant größer sein. Typische Lampen mit diesen Spektren sind LED´s.
Bei LED´s wird das weiße Licht entweder aus einer blauen LED mit Konversionsschicht (meist Phosphor) oder
nach dem RGB Prinzip aus je einer roten, grünen und blauen LED erzeugt. Bei beiden Verfahren liegen große
Spektralanteile auf der steigenden oder fallenden Flanke des spektralen Hellempfindlichkeitsgrads des
menschlichen Auges für Tagessehen V(λ). Die Qualität der V(λ) Anpassung kommt besonders in diesen
Bereichen zum Tragen, weshalb der Einsatz von präziseren, klassifizierten Geräten der Klasse B nach DIN 5032-7
bzw. DIN EN 13032-1 empfohlen wird.
Bei der Untersuchung von Beleuchtungsstärkemessern der Klasse B und C mit Messungen an weißen und
einfarbigen LED´s sieht man wie wichtig der Fehler f´
1
für die Genauigkeit des Messergebnisses ist.
Im folgendem wurden verschiedene weiße und farbige LED´s mit den hochwertigen Filterungen von GOSSEN für
Beleuchtungsstärkemesser untersucht. Für diese Betrachtung wurden zwei typische Filterungen mit einem f´
1
von <3% das entspricht der Klasse A und eine dritte mit einem Fehler f´
1
von 6,5% entsprechend der Klasse C
herangezogen.





