User manual

26 GMC-I Messtechnik GmbH
11 Wartung – Rekalibrierung
11.1 Wartung Gehäuse
Eine besondere Wartung ist nicht nötig. Achten Sie auf eine saubere und trockene Oberflä-
che. Verwenden Sie zur Reinigung ein leicht feuchtes Tuch. Vermeiden Sie den Einsatz von
Lösungs-, Putz- und Scheuermitteln.
Hinweis!
Wenn der Prüfkoffer über einen langen Zeitraum nicht betrieben wurde, so können die
Schalter, entsprechend dem Lagerort, erhöhte Durchgangswiderstände besitzen.
In diesem Fall sind die Schalter mehrmals zu betätigen.
11.2 Rekalibrierung
Die Messaufgabe und Beanspruchung Ihres Messgeräts beeinflussen die Alterung der Bau-
elemente und kann zu Abweichungen von der zugesicherten Genauigkeit führen.
Bei hohen Anforderungen an die Messgenauigkeit sowie im Baustelleneinsatz mit häufiger
Transportbeanspruchung und großen Temperaturschwankungen, empfehlen wir ein relativ
kurzes Kalibrierintervall von 1 Jahr. Wird Ihr Messgerät überwiegend im Laborbetrieb und
Innenräumen ohne stärkere klimatische oder mechanische Beanspruchungen eingesetzt,
dann reicht in der Regel ein Kalibrierintervall von 2-3 Jahren.
Bei der Rekalibrierung* in einem akkreditierten Kalibrierlabor (DIN EN ISO/IEC 17025) wer-
den die Abweichungen Ihres Messgeräts zu rückführbaren Normalen gemessen und doku-
mentiert. Die ermittelten Abweichungen dienen Ihnen bei der anschließenden Anwendung
zur Korrektur der abgelesenen Werte.
Gerne erstellen wir für Sie in unserem Kalibrierlabor DAkkS- oder Werkskalibrierungen. Wei-
tere Informationen hierzu finden Sie auf unserer Homepage unter:
www.gossenmetrawatt.com ( Unternehmen DAkkS-Kalibrierzentrum oder FAQs
Fragen und Antworten zur Kalibrierung).
Durch eine regelmäßige Rekalibrierung Ihres Messgerätes erfüllen Sie die Forderungen eines
Qualitätsmanagementsystems nach DIN EN ISO 9001.
Nach DIN VDE 0701-0702 und IEC 63353 (VDE 0751) dürfen für die Prüfung nur Messge-
räte benutzt werden, die regelmäßig geprüft und kalibriert werden.
* Prüfung der Spezifikation oder Justierung sind nicht Bestandteil einer Kalibrierung. Bei Produkten aus
unserem Hause wird jedoch häufig eine erforderliche Justierung durchgeführt und die Einhaltung der
Spezifikation bestätigt.
Hinweis!
Mit dem Zubehör Kalibrieradapter SECU-cal 10 können Sie diese Prüfungen auch vor
Ort durchführen.
11.3 Turnusmäßige Eigenprüfung der Anschlussleitung auf Schutzleiterdurchgang
Schließen Sie die Sondenleitung (21) an einem vorher auf Spannungsfreiheit geprüften
Schutzkontakt z. B. einer Steckdose an, der mit dem Schutzleiter der Anschlussleitung ver-
bunden ist, und stellen Sie den NETZ-VDE-Schalter (1) in die Stellung „NETZ“. Messen Sie
dann den Schutzleiterwiderstand, wie im Kapitel 5.4 beschrieben. Zeigt die LCD-Anzeige
dabei einen zu hohen Schutzleiterwiderstand oder zeigt sie Überlaufan (nur Zeichen „O.L
wird dargestellt), dann hat der Schutzleiter einen zu hohen Widerstand bzw. er ist unterbro-
chen. Beseitigen Sie die Unterbrechung (in der Leitung oder am NETZ-VDE-Schalter).