User manual
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3D-Drucker
Punkten verschmolzen. Nach jeder Schicht wird neues Pulver aufgetragen und
erneut per Laser geschmolzen - so entsteht Schritt für Schritt das Druckobjekt.
Am Ende des Druckvorgangs ist das gesamte Druckbett mit Material gefüllt. Das
Objekt wird nun vom Pulver mit Druckluft befreit und das überschüssige, nicht
verschmolzene Material wieder dem nächsten Druckvorgang zugeführt.
Aufgrund des enormen Hardwareaufwands sowie der teuren Druckpulver ist
das SLS-Verfahren nur für den industriellen Einsatz gedacht. Wer dennoch seine
Projekte (z.B. Prototypen) mit dem SLS-Verfahren umsetzen möchte, der kann
sich an entsprechende Dienstleister im Internet wenden.
SLA (Stereolithografie)
Das SLA-Verfahren wurde bereits vor über 30 Jahren von Charles Hull in
den USA erfunden und zu Beginn im universitären und industriellen Umfeld
eingesetzt. Bei der Stereolithografie besteht das Druckmaterial aus flüssigem
Kunstharz, dem sogenannten Photopolymer. Dieses Photopolymer befindet
sich in einer „Druckwanne“ und wird durch einen Laser oder gebündelte UV-
Strahlung punktweise belichtet. Nach jeder belichteten Schicht senkt sich die
Druckwanne, die belichteten Stellen härten sofort aus und werden fest. Das
umgebene Kunstharz bleibt flüssig und kann erneut verwendet werden. Ein
entscheidender Vorteil der Stereolithografie ist die sehr hohe Auflösung von bis
zu wenigen Mikrometern. Aus diesem Grund wird das SLA-Verfahren vor allem
zum Herstellen von filigranen Prototypen oder in der Medizintechnik eingesetzt.










