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24 | September 2013 | www.elektor-magazine.de
tes Multimeter in den positiven Spannungszweig.
Vor dem ersten Einschalten der über die Wider
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stände geleiteten Betriebsspannung drehen Sie
Trimmpoti P1 gegen den Uhrzeigersinn bis zum
linken Anschlag. Vergessen Sie nicht, die Tra
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fo-Anschlüsse (2 ∙ 40 V~) mit der Kontaktklemme
K7 zu verbinden. Nach dem Einschalten müs
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sen im positiven Zweig bei aktiviertem Lautspre-
cher-Relais ungefähr 30 mA fließen. Drehen Sie
P1 vorsichtig im Uhrzeigersinn, bis der Strom im
positiven Zweig 60 mA beträgt. Dieser niedrige
Wert reicht für den AB-Betrieb der Endstufe aus.
Wenn während des Betriebs die Kühlkörpertem
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peratur steigt, nimmt auch der Ruhestrom etwas
höhere Werte an, normalerweise bleibt er jedoch
unter 90 mA. Bei sehr hohen Ausgangsleistungen
steigt die Sperrschichttemperatur der Endtran
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sistoren schneller als die Temperatur des Kühl-
körpers. Der für den Ruhestrom verantwortliche
Transistor kann diesen Effekt nicht vollständig
kompensieren. Die Folge ist ein Ruhestrom, der
kurzzeitig bis auf einige hundert Milliampere hoch
-
laufen kann. Sobald die Temperatur sinkt, geht
auch der Ruhestrom auf Normalwerte zurück.
Unsere Audio-Endstufe zeigt auch hier ihre
Stärke: Wenn die Ausgangsleistung hohe Werte
erreicht, verschiebt sich der Betrieb als Klas
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se-AB-Verstärker in Richtung Klasse-A-Verstärker.
Wir wünschen Ihnen mit unserem neuen Endver
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stärker viele klangvolle Hörerlebnisse!
(110656)gd
Weitere Informationen zum
Audio-Endverstärker enthält die
englischsprachige Projektseite:
www.elektor-labs.com/node/3247
Das nächste zu montierende Bauelement ist IC1.
Zuerst schrauben Sie das IC gegen eine 2,5 ∙
8 cm große und 2 mm starke Kühlplatte aus
Aluminium. Bringen Sie die Platte so an, dass
sie nach der Montage von IC1 nicht auf der Pla
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tine aufliegt, sie darf auch R1, R4 oder R5 nicht
berühren. Wichtig ist hier, dass die metallene
Rückseite von IC1 mit der negativen Betriebs
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spannung verbunden ist! Aus Gründen der Sicher-
heit empfehlen wir, IC1 und die Kühlplatte in
jedem Fall voneinander zu isolieren. Wenn IC1
einbaufertig ist, montieren Sie das IC einschließ
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lich Kühlplatte auf der Platine. Der dort reservierte
Raum ist für diese Konstruktion genau passend
bemessen (siehe Bild 5). Biegen Sie L1 von der
Kühlplatte weg.
Wenn Sie erst jetzt die etwas voluminösen Netz
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teil-Elkos C8 und C9 in Position bringen und
anschließen, sind sie bei den vorangegangenen
Arbeiten nicht im Weg.
Probelauf
Bevor Sie den Endverstärker unmittelbar mit
der Betriebsspannung verbinden können, müs
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sen Sie den Ruhestrom der Endstufe einstellen.
Dazu brauchen Sie zwei Leistungswiderstände
47 Ω/5 W, die Sie in die Leitungen der positiven
und negativen Betriebsspannungszweige legen.
Falls ein gravierender Fehler auftritt, beispiels
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weise ein Kurzschluss, wird der Endverstärker
nicht beschädigt. Im schlimmsten Fall werden
lediglich die Leistungswiderstände defekt. Alter
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nativ können Sie den Endverstärker an ein sta-
bilisiertes ±56-V-Netzteil mit Strombegrenzung
anschließen (falls Sie ein solches Netzteil besit
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zen). Legen Sie ein als Strommesser geschalte-
Bild 5.
Auf der Platine wurde
Raum reserviert, in den das
Treiber-IC mit der Kühlplatte
hineinpasst.