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Audio-Endstufe
www.elektor-magazine.de | September 2013 | 23
liegen. Setzen Sie die Anschlüsse niemals einer
Biegekraft aus, ohne mit einem flachen Werk
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zeug gegenzuhalten. Anderenfalls können Mik-
rorisse in der Anschlussdurchführung entstehen,
sie können die Funktion des Transistors nach
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haltig beeinträchtigen. Der zweite Bogen muss
über den Platinenbohrungen liegen. Aus Bild 4
ist ersichtlich, wie dies im Detail aussieht.
Sie können die Isolierscheiben der Transisto
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ren provisorisch zwischen Transistor und Kühl-
körper schieben, bevor Sie die genaue Position
des zweiten Bogens festlegen. Dies ist jedoch
nur wichtig, wenn Sie keramische Isolierschei
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ben verwenden. Erst wenn Sie die Transistoren
auf den Isolierscheiben fest mit dem Kühlkörper
verschraubt haben, verlöten Sie die Anschlüsse
mit der Platine.
2,2 kΩ/1 W erhalten.
Die Schutzschaltung ist für die Betriebsspan
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nung ±56 V dimensioniert. Beim Betrieb an einer
niedrigeren Spannung müssen mehrere Wider
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stände angepasst werden. Dies gilt auch für die
Widerstände im Gegenkoppelzweig, wenn die
Eingangsempfindlichkeit 1 V
eff
beibehalten wer-
den soll. Außerdem ist zu berücksichtigen, dass
die Verstärkung des LME49811 mindestens 20
(= 26 dB) betragen muss.
Konstruktion
Das Layout der für den Audio-Endverstärker ent-
worfenen Platine ist in Bild 2 wiedergegeben. Der
Aufbau ist nicht schwierig, trotzdem sind einige
Besonderheiten zu beachten. Die Transistoren
T1...T5 sowie die Komponenten der Stromver
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sorgung (Netztrafo, Gleichrichter, Elkos C8 und
C9) befinden sich nicht auf der Platine. Für den
Anschluss der Lautsprecherbox und der sym
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metrischen Betriebsspannung sind Flachstecker
vorgesehen (Faston 6,3 ∙ 0,8 mm), sie werden
unmittelbar auf die Platine gelötet.
Induktivität L1 besteht aus 13 Windungen lackier
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ter Kupferdraht, Drahtdurchmesser 1,5 mm. Als
Wickellehre dient der Schaft eines 7-mm-Spi
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ralbohrers. Die Anschlüsse sollen so lang sein,
dass L1 von der Platine etwas abstehen kann, sie
müssen in der Mitte nach unten verlaufen. Wider
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stand R12 wird in die Wicklung gesteckt, seine
Anschlussdrähte werden so gebogen, dass sie in
die zugehörigen Platinenbohrungen passen. Es
ist zweckmäßig, beide Bauelemente gleichzeitig
zu montieren. L1 soll über der Platine „schwe
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ben“, und R12 soll seinen Platz im Zentrum von
L1 haben (siehe Bild 3).
Vor dem nächsten Schritt ist zu klären, in welches
Gehäuse der Endverstärker eingebaut werden
soll. Das Gehäuse entscheidet über die Anordnung
der Platine und des Kühlkörpers. Eine zweck
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mäßige Lösung ist die Montage der Platine mit
Bügeln auf dem Kühlkörper. Die Platine bleibt
zugänglich, auch wenn die Transistoren bereits
auf dem Kühlkörper montiert sind.
Montieren Sie die Platine so gegen den Kühlkör
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per, dass die Anschlüsse der Transistoren nahe
den zugehörigen Platinenanschlüssen liegen.
Mit einer geeigneten Zange biegen Sie in die
Anschlüsse von T1...T5 flache, halbkreisförmige
Bögen. Die Anschlüsse sollen etwas nach vorn
stehen, so dass sie ohne mechanische Spannung
in die zugehörigen Platinenbohrungen passen. Der
erste Bogen muss möglichst nahe dem Gehäuse
Bild 3.
Nahaufnahme der
Induktivität L1, darin
befindet sich der
Leistungswiderstand R12.
Bild 4.
Die Anschlüsse der
Transistoren auf
dem Kühlkörper sind
bogenförmig, damit sie
mechanisch spannungsfrei
in die zugehörigen
Platinenbohrungen gesteckt
werden können.