Information
Table Of Contents
- Titel
- Inhaltsverzeichnis
- Leistungsübersicht
- PowerXL Drehzahlstarter DE1
- PowerXL Frequenzumrichter DC1 Compact Machinery Drive
- PowerXL Frequenzumrichter DA1 Advanced Machinery Drive
- PowerXL Frequenzumrichter DG1 General Purpose Drive
- Zubehör und Projektierung
- 9000X Frequenzumrichter SVX, SPX
- Softstarter DS7
- Softstarter S801+/S811+
- Dezentrales Antriebssystem Rapid Link 4.0
- SmartWire-DT
102 Softstarter DS7
System
CA04020001Z-DE-INT www.eaton.eu
System
Beschreibung
Anwendung
Die Softstarter der Reihe DS7 sind
zweiphasig gesteuerte Softstarter zum
sanften Start dreiphasiger Wechsel-
strommotoren für Anwendungen mit
normaler Schalthäufigkeit im Leis-
tungsbereich von 3 bis 200 A (1,1 bis
110 kW bei 400-V-Netzspannung).
Einschalttransienten und Gleichstrom-
anteile beim Start werden wirkungs-
voll unterdrückt und garantieren einen
gleichmäßigen Hochlauf des Motors.
Die spezielle Ansteuermethode
(asymmetrische Zündsteuerung) für
die Softstartfunktion vermeidet Gleich-
stromanteile (Eaton Patent), welche
normalerweise bei einem zweiphasig
gesteuerten Softstarter entstehen.
Damit wird die Bildung eines ellipti-
schen Drehfeldes unterdrückt, das zu
einem unrunden Hochlauf des Motors
führt und die Hochlaufzeit unnötig
verlängert. Das Rundlaufverhalten
eines DS7-Softstarters ist somit mit
dem eines dreiphasig gesteuerten
Softstarters vergleichbar.
Funktionen
Typische Anwendungsgebiete für
Softstarter der Reihe DS7 sind:
• Pumpenantriebe: Durch den sanften
Start werden Druckschläge
vermieden. Die mechanische Belas-
tung der gesamten Anlage sinkt und
die Haltbarkeit wird gesteigert.
• Lüfterantriebe: Es rutschen beim
sanften Start keine Keilriemen, der
vorzeitige Verschleiß wird
vermieden. Dadurch sinken die
Betriebskosten; die Lebensdauer
der Anlage erhöht sich.
• Transportbänder: Das Transport-
band läuft sanft an statt mit einem
Ruck. Das Transportgut fällt daher
nicht um. Das Band selbst wird
mechanisch geschont und hält
somit länger.
Merkmale
• Rampenzeit über Potentiometer von
1 bis 30 s (beim Start) bzw. von 0 bis
30 s (beim Stopp) einstellbar
• Startspannung (bzw. Startdreh-
moment) im Bereich von 30 bis
100 Prozent der Netzspannung über
Potentiometer einstellbar
• Deutliche Reduzierung des
Einschaltstroms durch kurze Soft-
start-Rampenzeit (mindestens 1 s)
bei Lampen- und Heizungslasten
• Internes Bypassrelais: Dies schaltet
nach Rampenende automatisch zu
und überbrückt die internen Thyris-
toren.
• Hierdurch wird ohne weitere
Maßnahmen der Funkstörgrad B
erreicht.
• Die thermische Belastung des
Motors ist geringer als im Falle ohne
asymmetrische Zündsteuerung.
• Speziell für lange Leitungslängen
konzipiert
Dokumentation
Aufbau und Montage sind in den zuge-
hörigen Montageanweisungen sowie
im Handbuch beschrieben.
Montageanweisungen:
IL03902003Z: für Geräte in Baugröße 1
(bis 12 A Motorleistung)
IL03902004Z: für Geräte in Baugröße 2
(bis 32 A Motorleistung)
IL03902005Z: für Geräte in Baugröße 3,
4 (bis 200 A Motorleistung)
Handbuch:
MN03901001Z
Die aktuelle Dokumentation zu den
Softstartern DS7 kann über Internet
abgerufen werden unter:
www.moeller.net/support
Kommunikationsschnittstelle
SmartWire-DT
Mit der SmartWire-DT Schnittstelle
kann die bisher übliche Steuerver-
drahtung komplett entfallen. Damit
ergeben sich mehrere Vorteile:
• Sicherheit vor Fehlverdrahtung
• schnellere Verdrahtung
• Kosteneinsparung
Über die Schnittstelle wird der
DS7-SWD mit Steuerbefehlen
versorgt, kann in seiner Parametrie-
rung verändert und diagnostiziert
werden und die Steuerelektronik kann
über das SmartWire-DT Kabel
versorgt werden.
Die Gerätesteuerung erfolgt über drei
auswählbare Profile:
• „Start/Stopp“-Profil, wie es aus der
Kombination Motorschutzschalter
PKE und Schütz bekannt ist,
• 8-Bit breites Profil für den Soft-
starter, das in gleicher Weise auch
für die Frequenzumrichter bereit
gestellt wird und mehr Möglich-
keiten bietet,
• Profidrive Profil vergleichbares
Steuerprofil, wie es auch für die
Frequenzumrichter angeboten wird.
Unabhängig vom gewählten Profil
können die Parameter des DS7-SWD
jederzeit über azyklische Dienste
gelesen und geschrieben werden.
DS7-SWD bietet die Möglichkeit,
sämtliche Geräteparameter zu lesen
und zu schreiben. Hierfür werden die
Mechanismen des im Profidrive-Profil
für die Antriebe beschriebenen Para-
meterkanals genutzt. Dieser bietet
einen einheitlichen Parameterzugriff
auf Frequenzumrichter und Soft-
starter.
Es besteht auch die Möglichkeit, die
Potenziometereinstellungen auf dem
DS7-SWD zu überschreiben, wenn
z. B. eine Veränderung durch den
Bediener an der Maschine nicht
gewünscht ist.
Der DS7-SWD bietet ein detailliertes
Diagnosesystem, das weit über die
Möglichkeiten von verdrahteten
Geräten hinausgeht. Neben einem
Fehlerspeicher kann der DS7-SWD
neun verschiedene Gerätefehler
erkennen und melden. Ein Warn-
parameter meldet anliegende Warn-
meldungen. Die Reaktion auf jeden
einzelnen Fehler kann individuell
eingestellt werden. Darüber hinaus
gibt es weitere 35 Meldungen zu
Kommunikationsfehlern.
In Verbindung mit dem PKE eröffnen
sich neue Funktionalitäten für den
DS7, die für einen Low-Cost Softstarter
bisher unmöglich waren und deutlich
teureren Gerätereihen vorbehalten
waren. Die Kombination PKE und
DS7-SWD ermöglicht einen
kompletten Geräteschutz des DS7-
SWD gegen Überlast. Sie stellt eine
einstellbare Strombegrenzungsfunk-
tion bereit und kann zusätzlich die
thermische Auslastung an die über-
geordnete Steuerung melden.
Erweiterter Temperaturbereich
Die Softstarter DS7-340SX…-L
ermöglichen einen Betrieb bis -40 °C.










