Datasheet
61
Anwendungsrichtlinien
49
11.2009
Beim Schalten induktiver Lasten wie zum Beispiel Relaisspulen, Gleichstrommotoren und Gleichstrommagneten ist es notwendig, Stossspannun-
gen (z.B. mit einer Diode) zu absorbieren, um die Schalterkontakte zu schützen. Wenn diese induktiven Lasten ausgeschaltet werden, können die
dabei entstehenden Selbstinduktionsspannungen die Schalterkontakte schwer schädigen und die Lebensdauer stark verkürzen.
Abb. 1 zeigt eine induktive Last mit einer parallel geschalteten Freilaufdiode. Diese Freilaufdiode schliesst die beim Öffnen des Schalters entste-
hende Selbstinduktionsspannung kurz. Ohne diese Freilaufdiode wird die Spannung über der Spule nur durch die dielektrische Durchschlagspan-
nung des Stromkreises oder der parasitären Elemente der Spule begrenzt. Diese Selbstinduktionsspannung kann einige kV werden, auch bei
kleinen Speisespannungen (z.B. 12 VDC) siehe Abb. 2.
Die Freilaufdiode sollte so gewählt werden, dass die Durchbruchspannung in Sperrrichtung größer ist als die Speisespannung der induktiven Last.
Die DC-Sperrspannung (VR) der Freilaufdiode kann dem Datenblatt der Diode entnommen werden. Der Durchlassstrom sollte gleich oder größer
sein als der maximale Betriebsstrom der induktiven Last.
Damit ein effizenter Schutz erreicht wird, muss die Freilaufdiode möglichst nahe bei der induktiven Last angeschlossen werden!
0
Schutzbeschaltung
Einige hundert
bis einige
tausend Volt
EIN AUS
0
e = L
di
dt
__
VDC
Schalter
Freilaufdiode
Induktive
Last
Selbstinduktionspannung
über der Last ohne Freilaufdiode
Abb. 2
Schalten mit induktiver Last
Abb. 1
+
_










