User manual

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POWERMATE
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Damit nicht unbeabsichtigt bei Aktivierung des STANDBY-
Betriebs das USB-Signal wiedergegeben wird, ist eine zu-
sätzliche Sicherheitsabfrage eingebaut. Nach Drücken
des STANDBY-Schalters erscheint für wenige Sekunden
im Display eine Abfrage, ob Play USB to 2TRACK aktiviert
werden soll, zur Bestätigung drücken Sie den MENU/EN-
TER-Drehencoder. Die Deaktivierung erfolgt automatisch
bei Verlassen des STANDBY-Betriebs.
4.6 Anwendungsbeispiele (Aufnahme)
Bei den folgenden Anwendungen wird Ihr PC/Mac zur
Aufnahme verwendet, der PowerMate fungiert hierbei als
hochwertiger Analog-Digitalwandler, eine weitere Sound-
karte wird also nicht benötigt. Über den USB Record Rou-
ting Dialog (siehe Seite 71) können Sie zwischen den
Aufnahme-Zuordnungen „Live“ bzw. „Studio“ wählen.
L
IVE: MITSCHNITT VON VERANSTALTUNGEN
In der Live-Zuordnung wird auf den Kanälen 1 und 2 des
DIGITAL AUDIO INTERFACE das Master-Signal des Mi-
schpultes zum PC/Mac übertragen. Dies ist die
Grundlage für einen Live-Mitschnitt Ihrer Veranstaltung.
Auf den Kanälen 3 und 4 werden die AUX-Wege zum PC/
Mac übertragen. Falls Sie die AUX-Wege noch nicht
anderweitig für Monitor oder Effektanwendungen ver-
wenden, haben Sie dadurch die glichkeit, zwei weitere
Signale aufzuzeichnen, die Ihnen bei der Nachbearbei-
tung ihrer Aufnahme zur Verfügung stehen. Das kann z. B.
eine Gesangs- oder Instrumentalstimme sein, die Sie an
bestimmten Stellen aus dem Mix hervorheben möchten.
Die gewünschten Kanalzüge werden dazu mit den ent-
sprechenden AUX-Reglern auf den AUX-Bus gelegt. Es bie-
tet sich der Post-Fader-Mode an, wenn die Einstellungen
der Kanalfader auch auf die Aufnahme wirken sollen.
Eine sehr empfehlenswerte Variante ist, dass Sie die
beiden AUX-Wege dazu verwenden, ein im Raum vor der
Bühne positioniertes Stereomikrofon aufzunehmen.
Aufnahmen, die lediglich aus dem Beschallungs-Mi-
schpult gespeist werden, sind oftmals enttäuschend, da
die Publikumsreaktionen völlig fehlen und auch die
klanglichen Verhältnisse nicht denen der Live-Darbietung
entsprechen. Das liegt daran, dass vor allem in kleinen
Räumen viele Instrumente, die von Natur aus schon über
genügend Durchsetzungskraft verfügen (z. B. Schlagzeug,
E-Gitarre) nur gering oder gar nicht auf die Beschallungs-
anlage gegeben werden. Umgekehrt klingen Aufnahmen,
die nur über ein Raummikrofon gemacht wurden, sehr
indirekt und lassen gerade beim Gesang Klarheit und Ver-
ständlichkeit vermissen.
Die Live-Zuordnung des PowerMate bietet nun die Mög-
lichkeit, beide Signalquellen (Mischpultausgang und
Raummikrofon) getrennt voneinander aufzunehmen. Bei
der Nachbearbeitung der Aufnahmen können Sie die
beiden Anteile im optimalen Verhältnis aufeinander
abstimmen.
HINWEIS: Beachten Sie, dass bei der Aufnahme die
Signale der Raummikrofone nicht in die
Beschallungsmischung mit eingehen dür-
fen, damit es nicht zu Rückkopplungen
kommt. Die Fader der "Raum-Kanäle" müs-
sen daher ganz geschlossen sein. Die AUX-
Wege müssen in der Stellung Pre-Fader
betrieben werden, damit trotzdem ein
Signal zum DIGITAL AUDIO INERFACE
geleitet wird.
S
TUDIO: 4-TRACK-RECORDING
In der Studio-Zuordnung werden dem PC/Mac die vier
Busse MON 1, MON 1, AUX 1 und AUX 2 der Reihe nach
auf den USB-Kanälen 1, 2, 3 und 4 des DIGITAL AUDIO IN-
TERFACE zur Verfügung gestellt. Zur Aufnahme benötigen
Sie eine beliebige Mehrspur-Recordingsoftware. Hinwei-
se zur Zuordnung der Aufnahmekanäle 1-4 zu den Spuren
finden Sie in der Dokumentation der verwendeten Soft-
ware. Durch Mehrfachzuweisung sind Sie in der Software
keinesfalls auf die vier Spuren limitiert. Im Overdubbing-
Verfahren können Sie nach und nach nahezu beliebig
viele Spuren aufnehmen. Das Mischen der aufgenommen
Spuren bei der Wiedergabe erfolgt in der Regel im PC,
ebenso die Zuordnung von Soundeffekten. Daher bietet
es sich an, den sogenannten Stereo-Master Ihrer Softwa-
re den Wiedergabekanälen USB 1 und USB 2 im Power-
Mate zuzuordnen.
Um die volle Flexibilität eines 4-Spur-Recording-Pultes zu
erhalten, sollten die vier Busse AUX 1, AUX 2, MON 1 und
MON 2 nicht anderweitig, etwa für Monitoranwendungen,
genutzt werden. Der Studio-Modus ist daher vor allem
zum Festhalten von Song-Ideen und der Produktion von
Demoaufnahmen im Homestudio bzw. Proberaum
gedacht. Für diese Anwendung sollten AUX 1 und AUX 2
im Pre-Modus betrieben werden und der Grafik-EQ nicht
den Monitorwegen zugeordnet sein.
Zum Aufnehmen weisen Sie nun die Instrumente, die zu-
gleich eingespielt werden sollen, über die AUX- bzw.
MON-Regler den vier Spuren zu. Dabei können Sie auch
Abbildung 4-8: USB Record Routing Dialog (Live)
USB Record Routing
AUX 1 AUX 2 MASTER
DIGITAL AUDIO INTERFACE
Studio
Live
BACK ESC
REC
SEND
Abbildung 4-9: USB Record Routing Dialog (Studio)
DIGITAL AUDIO INTERFACE
MON 1
AUX 2
MON 2