Users Guide
Startbarmachen einer wiederhergestellten Linux-Maschine über die Befehlszeile
Wenn die Dateisystemprüfung des wiederhergestellten Volume keine Fehler ergeben hat, müssen Sie startfähige Partitionen erstellen.
GNU Grand Unified Bootloader (GRUB) ist ein Startladeprogramm, mit dem Administratoren konfigurieren können, welches
Betriebssystem bzw. welche Kernel-Konfiguration zum Starten des Systems verwendet wird. Nach einer BMR-Wiederherstellung muss
die Konfigurationsdatei für GRUB geändert werden, damit die Maschine die entsprechende UUID (Universally Unique Identifier) für das
Stamm-Volume verwendet. Bevor Sie diesen Schritt durchführen, müssen Sie Stamm- und Start-Volumes mounten und die jeweilige UUID
ermitteln. Dadurch wird sichergestellt, dass ein Start von der Partition möglich ist.
ANMERKUNG: Dieses Verfahren gilt für Linux-Maschinen, die GRUB1 oder GRUB2 verwenden. Vergewissern Sie sich bei der
Durchführung dieses Verfahrens, dass die Startpartition funktionsfähig und geschützt ist.
GRUB oder GRUB2 wird in der Regel mit Linux-Betriebssystemen installiert. Sie können diesen Vorgang mithilfe der Version, die im
Lieferumfang Ihrer Linux-Distribution enthalten ist ausführen. Wenn eine Version von GRUB nicht installiert ist, müssen Sie die
Standardversion entsprechenden für Ihre Linux-Distribution neu installieren.
VORSICHT: Beim ersten Start einer wiederhergestellten Linux-Maschine nach einer BMR-Wiederherstellung, erstellt
Rapid Recovery ein Basisimage der wiederhergestellten Maschine. Abhängig vom Datenvolumen auf der Maschine
dauert dieser Vorgang länger als die Erstellung eines inkrementellen Snapshots. Weitere Informationen für Basisimages
und inkrementelle Snapshots finden Sie unter Grundlegende Informationen zu Schutzzeitplänen auf Seite 132.
Diese Aufgabe ist ein Schritt in Durchführen einer BMR-Wiederherstellung für Linux-Maschinen auf Seite 277. Dieser ist Bestandteil des
Prozesses zum Überprüfen der BMR-Wiederherstellung über die Befehlszeile auf Seite 287.
Führen Sie die folgende Aufgabe durch, um startfähige Partitionen über die Befehlszeile zu erstellen.
1. Sie müssen zuerst das Stamm-Volume und dann das Start-Volume mounten. Mounten Sie die einzelnen wiederhergestellten Volumes
mit den folgenden Befehlen:
a. Geben Sie den folgenden Befehl ein, um das Stamm-Volume zu mounten, und drücken Sie die Eingabetaste:
mount /<restored volume[root]> /mnt
Wenn beispielsweise /dev/sda2 das Stamm-Volume ist, geben Sie mount /dev/sda2 /mnt ein und drücken die Eingabetaste.
b. Geben Sie den folgenden Befehl ein, um das Start-Volume zu mounten, und drücken Sie die Eingabetaste:
mount /<restored volume[boot]> /mnt/boot
Wenn beispielsweise /dev/sda1 das Startvolume ist, geben Sie mount /dev/sda1 /mnt ein und drücken die Eingabetaste.
ANMERKUNG: Bei einigen Systemkonfigurationen kann das Startverzeichnis im Stamm-Volume enthalten sein.
2. Wenn das Volume vergrößert wurde (d. h., das Ziel-Volume auf der neuen Linux-Maschine ist größer als das Volume im
Wiederherstellungspunkt), müssen Sie alle vorhandenen Bitmap-Datendateien löschen.
3. Ermitteln Sie die UUID (Universally Unique Identifier) der neuen Volumes mit dem Befehlblkid . Geben Sie den folgenden Befehl ein
und drücken Sie die Eingabetaste:
blkid [volume]
ANMERKUNG: Sie können auch den Befehl ls -l /dev/disk/by-uuid verwenden.
4. Bei einer BMR-Wiederherstellung auf einer neuen Festplatte in der Zielmaschine müssen Sie die Swap-Partition in „fstab“ im Stamm-
Volume auskommentieren.
5. Die Änderung der fstab- und mtab-Pfade muss auf dem wiederhergestellten Volume erfolgen, nicht auf der Live DVD. Es besteht keine
Notwendigkeit, Pfade auf der Live DVD zu ändern. Geben Sie die folgenden Befehle ein, um die Installation von GRUB (Grand Unified
Bootloader) vorzubereiten. Drücken Sie nach jedem Befehl die Eingabetaste:
mount --bind /dev /mnt/dev
mount --bind /proc /mnt/proc
mount --bind /sys /mnt/sys
288
Wiederherstellen von Daten










