Users Guide

Wenn Sie Dell Data Protection-Backup-Appliances verwenden, wie z. B. die DL1x00-oder DL4x00-Serie, muss für den Zielkern, auf den Sie
replizieren, eine gültige Softwarelizenz konfiguriert sein. Diese Hardware-Appliances enthalten beim Kauf eine Replikationsziellizenz.
Überprüfen Sie Ihren Lizenzschlüssel in der Begrüßungs-E-Mail, die Sie beim Kauf der Appliance erhalten haben.
Wiederherstellungspunkt-Ketten und -Waisen
Rapid Recovery erfasst Snapshots einer geschützten Maschine und speichert die Daten in einem Repository als Wiederherstellungspunkt.
Der erste im Core gespeicherte Wiederherstellungspunkt wird als Basisimage bezeichnet. Das Basisimage umfasst das Betriebssystem,
Anwendungen und Einstellungen jedes Volume, das Sie zum Schutz angeben, sowie alle Daten auf diesen Volumes. Nachfolgende
Sicherungen werden inkrementelle Snapshots bezeichnet und enthalten lediglich die Daten auf den geschützten Volumes, die seit der
letzten Sicherung geändert wurden. Das Basisimage plus alle inkrementellen Snapshots formen zusammen eine vollständige
Wiederherstellungspunkt-Kette.
Aus einer vollständigen Wiederherstellungspunkt-Kette können Sie Daten einfach und zuverlässig wiederherstellen, wozu Ihnen die
gesamte Palette von Wiederherstellungsoptionen in Rapid Recovery zur Verfügung steht. Diese Optionen umfassen Wiederherstellung auf
Dateiebene, Wiederherstellung auf Volume-Ebene und Bare-Metal-Wiederherstellung.
Da Sie logischerweise keine Daten wiederherstellen können, die nicht vorhanden sind, können Sie im Falle einer unvollständigen
Wiederherstellungspunkt-Kette keine Daten auf der Volume-Ebene wiederherstellen oder eine Bare-Metal-Wiederherstellung durchführen.
In solchen Fällen können Sie weiterhin alle Daten wiederherstellen, die in einem Wiederherstellungspunkt auf Dateiebene vorliegen.
Wenn die Informationen, die Sie von einem Wiederherstellungspunkt wiederherstellen möchten, in einer vorherigen Sicherung vorliegen,
die dem Core nicht zur Verfügung steht (ein früherer inkrementeller Snapshot oder das Basisimage, so wird der Wiederherstellungspunkt
alsverwaist bezeichnet. Verwaiste Wiederherstellungspunkte sind typisch für einige Replikationsszenarien.
Wenn Sie beispielsweise erstmals eine Replikation einrichten, sind Ihre Optionen für das Wiederherstellen von Daten aus replizierten
Wiederherstellungspunkten beschränkt. Bis alle Sicherungsdaten vom Quell-Core auf den Ziel-Core übertragen wurden, kann die
Erstellung vollständiger Wiederherstellungspunkt-Ketten aus den Waisen nur auf Dateiebene erfolgen.
Wenn die Replikation startet
Standardmäßig werden Replikationsübertragungs-Jobs nach jedem Abschluss einer regelmäßig geplanten Backup-Übertragung vom Core
automatisch in eine Warteschlange gestellt. Sofern der Replikationszeitplan für eine geschützte Maschine also nicht angepasst wurde,
basiert dieser auf dem standardmäßigen Sicherungs-Snapshot-Zeitplan.
Wenn Sie die Replikation erstmals einrichten, beginnt der Replikationsvorgang sofort, wenn ein oder mehrere Wiederherstellungspunkte
auf dem Quell-Core vorliegen, es sei denn:
Sie wählen die Option, die Replikation vorerst anzuhalten, oder
Sie aktivieren die Option, ein Seed-Laufwerk für die Erstübertragung zu verwenden.
Wenn Sie eine Replikation zunächst anhalten, beginnt die Replikation erst, wenn Sie sie explizit wieder aufnehmen.
Wenn Sie beim Einrichten der Replikation die Verwendung eines Seed-Laufwerks angeben, beginnt die Replikation auf den Ziel-Core beim
nächsten regelmäßig geplanten Sicherungs-Snapshot.
ANMERKUNG:
Sie können auch eine Sicherung der geschützten Maschine erzwingen, nachdem Sie eine Replikation eingerichtet
haben. Dies führt dazu, dass die Replikation unmittelbar nach Abschluss des Snapshots der geschützten Maschine beginnt.
Wenn Sie beim Einrichten der Replikation ein Seed-Laufwerk angeben, werden nur zukünftige Sicherungs-Übertragungen repliziert. Wenn
Sie möchten, dass vorhandene Wiederherstellungspunkte der ursprünglichen geschützten Maschine auf dem Ziel-Core bestehen, müssen
Sie Daten von der geschützten Maschine übertragen. Zum Übertragen von Daten erstellen Sie ein Seed-Laufwerk aus dem Quell-Core und
konsumieren dann das Seed-Laufwerk auf dem Ziel-Core.
Sie können auch den Replikationszeitplan für eine geschützte Maschine anpassen. Wenn Sie zum Beispiel den Standard-Schutzzeitplan
von einer Sicherung pro Stunde verwenden, können Sie angeben, dass die Replikation des Quell-Core auf den Ziel-Core unter einem
anderen Zeitplan (z. B. einmal täglich um 2 Uhr) stattfindet.
Bestimmen der Seeding-Anforderungen und -Strategie
Die folgenden Kapitel beschreiben das Wiederherstellen von replizierten Daten und ob Sie Wiederherstellungspunktdaten vom Quell-Core
mit einem Seeding-Vorgang übertragen müssen.
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Schutz von Arbeitsstationen und Servern