Deployment Guide
Replikation wird auf Basis jeder geschützten Maschine verwaltet. Jede Maschine (oder alle Maschinen), die auf einem Quellkern geschützt
oder repliziert sind, können für die Replikation auf einen Zielkern konfiguriert werden.
Die Replikation ist selbstoptimierend mit einem einzigartigen Read-Match-Write (RMW)-Algorithmus, der eng mit der Deduplizierung
verknüpft ist. Bei der RMW-Replikation gleicht der Quell- und Zielreplikation-Service die Schlüssel vor der Datenübertragung ab und
repliziert dann nur die komprimierten – verschlüsselten – deduplizierten Daten über das WAN, was eine 10-fache Reduzierung der
Bandbreitenanforderungen bedeutet.
Die Replikation beginnt mit dem Seeding: Die anfängliche Übertragung von deduplizierten Basisabbildern und inkrementellen Snapshots der
geschützten Maschinen, die sich auf Hunderte oder Tausende Gigabytes von Daten summieren können. Die erste Replikation kann mithilfe
externer Medien auf dem Zielkern platziert werden. Üblicherweise ist das bei großen Datensätzen oder Standorten mit langsamer
Verbindung nützlich. Die Daten im Seeding-Archiv sind komprimiert, verschlüsselt und dedupliziert. Wenn die Gesamtgröße des Archivs
den auf dem Wechseldatenträger verfügbaren Speicherplatz überschreitet, kann sich das Archiv, je nach verfügbarem Speicherplatz auf
dem Datenträger, über mehrere Geräte erstrecken. Während des Seeding-Vorgangs werden die inkrementellen Wiederherstellungspunkte
am Zielstandort repliziert. Nachdem der Zielkern das Seeding-Archiv konsumiert, werden die neu replizierten inkrementellen
Wiederherstellungspunkte automatisch synchronisiert.
Wiederherstellung
Eine Wiederherstellung kann am lokalen Standort oder am replizierten Remote-Standort durchgeführt werden. Nachdem sich die
Bereitstellung in einem stabilen Zustand mit lokalem Schutz und optionaler Replikation befindet, ermöglicht Ihnen der
DL1300-Kern
Wiederherstellungsvorgänge mithilfe von Verified Recovery, Universal-Wiederherstellung oder Live-Wiederherstellung.
Recovery-as-a-Service (RaaS)
Anbieter von verwalteten Diensten (MSPs) können das DL1300 vollständig als Plattform für die Bereitstellung der Wiederherstellung als
Service (RaaS, Recovery-as-a-Service) nutzen. RaaS ermöglicht eine vollständige Wiederherstellung in der Cloud (Recovery-in-the-
Cloud), indem die physischen und virtuellen Server des Kunden repliziert werden. Die Clouds des Dienstanbieters werden als virtuelle
Maschinen zur Unterstützung von Wiederherstellungstests oder tatsächlichen Wiederherstellungsvorgängen verwendet. Kunden, die eine
Wiederherstellung in der Cloud durchführen möchten, können die Replikation auf ihren geschützten Maschinen auf den lokalen Kernen zu
einem Rapid Recovery-Dienstanbieter konfigurieren. In einem Notfall können die MSPs sofort virtuelle Maschinen für den Kunden
bereitstellen.
Das DL1300 selbst ist nicht mandantenfähig. Die MSPs können das DL1300 jedoch an mehreren Standorten verwenden und eine
mandantenfähige Umgebung an ihrem Ende erstellen.
Virtualisierung und Cloud
Der DL1300-Kern ist Cloud-fähig und ermöglicht Ihnen, die Rechenkapazität der Cloud für die Wiederherstellung und Archivierung zu
nutzen.
Das DL1300 kann alle geschützten oder replizierten Maschinen auf lizenzierte Versionen von VMware oder Hyper-V exportieren. Bei
fortlaufenden Exporten wird die virtuelle Maschine inkrementell nach jedem Snapshot aktualisiert. Die inkrementellen Aktualisierungen
erfolgen schnell und stellen Standby-Klone bereit, die mit einem Mausklick auf eine Schaltfläche eingeschaltet werden können. Die
folgenden Exporte für virtuelle Maschinen werden unterstützt:
• VMware Workstation oder Server in einem Ordner
• Direkter Export auf einen VSphere- oder VMware ESXi-Host
• Export zu Oracle VirtualBox
• Microsoft Hyper-V-Server auf Windows Server 2008 (x64)
• Microsoft Hyper-V Server auf Windows Server 2008 R2
Einführung der Dell DL1300
9










