COREL VIDEOSTUDIO PRO X6 Vorwort ..................................................................................................................................................................................... 3 Camcorder anschliessen ........................................................................................................................................................... 3 Programmeinstellungen ............................................................................................
Ausgeben - Videodatei erstellen ............................................................................................................................................. 50 Ausgeben - Audiodatei erstellen ............................................................................................................................................ 53 Ausgeben - Disk erstellen .....................................................................................................................................
VORWORT Diese Anleitung soll Anfängern den Einstieg in das umfangreiche Programm Corel VideoStudio Pro X6 erleichtern. Sie ist so aufgebaut, dass man schnell zu einem Ergebnis kommt. Das Programm ist aber so umfangreich, dass hier nicht alle Möglichkeiten besprochen werden können und sollen, die es bietet.
PROGRAMMEINSTELLUNGEN Bevor man mit VideoStudio arbeitet, sollten die Einstellungen überprüft werden. Die findet man im Menü „Einstellungen“ unter „Einstellungen“ oder ruft sie einfach mit „F6“ auf. Ein Vorschlag für die Registerkarte „Allgemein“. Einige Optionen wie die Anzahl der möglichen Rückgänge, der Pfad des Arbeitsordners usw. können natürlich den persönlichen Bedürfnissen angepasst werden.
Proxy-Dateien sind Arbeitskopien von Videodateien in geringerer Auflösung. Die geringere Auflösung oder Komprimierungsrate hat nur den Zweck, die Bearbeitung von HDVund anderen großen Videoquelldateien zu beschleunigen. Eine umfassende Information zu „Smart-Proxy“ findet man hier: Smart-Proxy Die Optionen unter „Bearbeitung - Datei erstellen - Leistungsoptimierung“ sind unbedingt zu aktivieren, soweit man sie aktivieren kann.
ARCHIVTAFEL Menüleiste Schrittetafel Die Archivtafel wird angezeigt, wenn man in der Schrittetafel auf „Bearbeiten“ klickt. Die Archivtafel enthält alle Bestandteile für die Erstellung eines Films: Videos, Fotos, Grafiken, Audiodateien, Sofortprojekte, Übergänge, Titel, Farben, Objekte, Rahmen, Flash-Animationen, Filter und Pfade. Mit einem Klick auf „Beispiele“ hat man Zugriff auf die Verknüpfungen der standardmäßig mit dem Programm gelieferten Videos, Fotos und Audiodateien.
Damit sind alle Voraussetzungen gegeben, um mit dem Schnitt des Films zu beginnen. Vorher sollte die Qualität der Videoclips begutachtet werden. Bei einem Klick auf die Verknüpfung im Archiv wird der Videoclip im Vorschaufenster angezeigt. VORSCHAUFENSTER UND NAVIGATIONSTAFEL Unter dem Vorschaufenster befindet sich die Navigationstafel mit Schaltflächen für die Wiedergabe und die präzise Zuschneidung der Videoclips.
Manchmal kann es sinnvoll sein, nur einen Teil des Projektes zu rendern. Dazu muss ein Vorschaubereich ausgewählt werden. Er wird auf der Linealtafel durch eine rote Linie markiert: Im Wiedergabemodus „Projekt“ wird der Vorschaubereich mit Hilfe der Zuschneidegriffe oder der Symbole „Markierungsanfang – Markierungsende“ bestimmt. Die Vorschau startet auch außerhalb diese Markierung, wenn man die „Umschalttaste“ drückt und dann die Vorschau startet.
ZEITACHSENANSICHT Um Videos, Fotos, Grafiken, Audiodateien, Sofortprojekte, Übergänge, Titel, Farben, Objekte, Rahmen und FlashAnimationen in die Zeitachse einzufügen, zieht man sie mit festgehaltener linker Maustaste in die entsprechenden Spuren oder fügt sie über das Kontextmenü (rechte Maustaste) der Spuren hinzu. Videospur Mit Hilfe des Track Managers können weitere Spuren aktiviert werden.
SYMBOLLEISTE Storyboardansicht Mit einem Klick auf dieses Symbol kann man in die Storyboardansicht umschalten. Es werden Miniaturbilder der Clips angezeigt. Die Storyboardansicht bietet eine schnelle und einfache Möglichkeit, Clips hinzufügen und zu sortieren, ausgenommen Audiodateien. Zeitachsenansicht Mit einem Klick auf das Symbol schaltet man in die schon bekannte Zeitachsenansicht um.
Bewegung verfolgen und Untertitel-Editor Zwei sehr umfangreiche und eigenständige Optionen, die auch im Rahmen diese Anleitung nicht besprochen werden können. Das Benutzerhandbuch gibt Auskunft. Zoom-Steuerelemente Passt die Ansicht der Projektzeitachse mit Zoom-Schieberegler und -Schaltflächen an. Projekt in Zeitachsenfenster einpassen Passt die Projektansicht so an, dass die gesamte Zeitachse dargestellt wird. Projektlänge Zeigt die Gesamtdauer des Projektes an.
MEDIENDATEIEN ZUSCHNEIDEN Man kann einen markierten Video- bzw. Audioclip grob mit Hilfe der Zuschneidegriffe zuschneiden. Zuschneidegriffe Statt mit Hilfe der Zuschneidegriffe kann man auch mit den Anfassern am markierten Clip grob die Länge bestimmen. Das Ergebnis ist dasselbe. Präziser geht das mit den Schaltflächen „Markierungsanfang“ und „Markierungsende“. Man steuert mit der Navigationstafel die Stelle an, wo der Clip beginnen soll und klickt auf das Symbol Markierungsanfang.
OPTIONENTAFELN Ein Film besteht oft nicht nur aus einer Aneinanderreihung von Videoclips, sondern es lassen sich natürlich auch Fotos, Grafiken, Audiodateien, Übergänge, Titel, Farben, Objekte, Rahmen, Flash-Animationen einfügen. Deshalb sollte man die eine oder andere Möglichkeit des Programms nutzen, um den Film zu optimieren. Die entsprechenden Optionen stellen die Optionentafeln zur Verfügung.
Optionentafel Foto Registerkarte Attribut wie bei Videos Zeigt die Dauer des Fotos bzw. der Grafik in Stunden:Minuten:Sekunden:Einzelbilder an Foto bzw. Grafik mit einem Klick jeweils um 90° drehen Farbton, Sättigung, Helligkeit, Kontrast und Gamma sowie den Weißabgleich einstellen Seitenverhältnis beibehalten behält die relative Breite und Höhe des aktuellen Clips bei Auf Projektgröße einpassen macht die Größe des aktuellen Bilds identisch mit der Bildgröße des Projekts.
Optionentafel Titel (Bearbeiten) Registerkarte Attribut Zeigt die Dauer des Titels in Stunden:Minuten:Sekunden:Einzelbilder an Nach einem Doppelklick auf den Titel kann man den Schriftschnitt und die Ausrichtung (auch vertikal) ändern Nach einem Doppelklick auf den Titel die Schriftart bestimmen Nach einem Doppelklick auf den Titel Schriftgröße, Schriftfarbe und Zeilenabstand ändern Um den Titel zu drehen, gibt man die entsprechende Gradzahl ein Mehrere Titel bzw.
Optionentafel Übergang Zeigt die Dauer des ausgewählten Übergangs in Stunden:Minuten:Sekunden:Einzelbilder an Optionen (Einstellmöglichkeiten) des aktuellen Übergangs, die je nach Übergang unterschiedlich ausfallen PROJEKTVORSCHAU Sobald einige Videoclips und ggf. Bilder ihren Platz auf der Zeitachse gefunden haben, möchte man das Projekt zur Kontrolle auch wiedergeben.
MUSIK UND KOMMENTAR Die Zeitachse besteht in der Standardansicht aus einer Videospur, einer Überlagerungsspur, einer Titelspur, einer Kommentarspur und einer Musikspur. Wie der Name sagt, nehmen die Kommentarspur und die Musikspur Kommentare und Musik auf. In beiden Tonspuren können auch Toneffekte wie Geräusche untergebracht werden. Die Kommentarspur darf auch Musik aufnehmen und die Musikspur Kommentare. Die Archivtafel enthält unter „Beispiele“ die mit dem Programm standardmäßig gelieferten Audiodateien.
VON AUDIO-CD IMPORTIEREN Auf der Symbolleiste befindet sich das Symbol „Aufnahme-/Aufzeichnungsoption“. Bei einem Klick darauf öffnet sich das bereits vorgestellte gleichnamige Auswahlfeld und mit einem weiteren Klick auf „Von Audio-CD importieren“ besteht die Möglichkeit, Musik von einer in ein CD-Laufwerk eingelegten Audio-CD zu importieren. Das Dialogfeld „CD-Audio rippen“ wird angezeigt.
Mit der Option „Audiokanal verdoppeln“ kann man durch Duplizieren eines Audiokanals den anderen stumm schalten. Die mit der Option „Begleitkommentar“ aufgenommenen Kommentare werden nur auf einem Kanal aufgenommen. Durch das Verdoppeln der Kanäle wird die Audiolautstärke verbessert. In den Einstellungen der Menüleiste kann die Option „5.1 Surround“ aktiviert werden.
So stellt man die Lautstärke mit Hilfe der Lautstärkenregelung (Gummibandfunktion) ein: Man aktiviert die Ansicht „Soundmischer“ und klickt auf den Audioclip, dessen Lautstärke man einstellen will. Man klickt auf einen Punkt auf der roten Linie, um ein Schlüsselbild hinzuzufügen. Dies ermöglicht, die Lautstärke der Spur basierend auf diesem Schlüsselbild einzustellen. Das Schlüsselbild kann erstellt werden, sobald der Mauszeiger die Form eines Pfeils annimmt.
AUDIOFILTER Die Lautstärke eines Audioclips kann nicht nur mit der Option „Cliplautstärke“ oder mit der Lautstärkenregelung (Gummibandfunktion rote Linie) beeinflusst werden, sondern auch mit einem Audiofilter. In der Zeitachsenansicht und bei markiertem Audioclip steht in der Optionentafel „Musik und Stimme“ die Option „Audiofilter“ zur Verfügung. Ein Klick darauf öffnet das Fenster „Audiofilter“.
Ausgewählte Musik wiedergeben Mit einem Klick auf diese Option wird die ausgewählte Musik wiedergegeben bzw. gestoppt Zu Zeitachse hinzufügen Mit einem Klick auf diese Option wird die ausgewählte Musik zur Musikspur hinzugefügt Automatisch zuschneiden Wenn diese Option aktiviert ist, wird die Musik automatisch auf die Länge der auf der Zeitachse vorhandenen Mediendateien zugeschnitten. Die Musik wird so aufgebaut, dass sie immer beim letzten Clip auch ausklingt.
Vor der Anwendung kann man sich die Projektvorlage im Vorschaufenster ansehen, um einen Eindruck zu gewinnen, wie und wofür man sie einsetzen kann. Dazu klickt man auf die Projektminiatur und startet die Vorschau. Wenn man sich entschieden hat, zieht man die Vorlagenminiatur aus dem Medienarchiv mit festgehaltener linker Maustaste in die Zeitachse. Eine andere Möglichkeit: Rechtsklick auf die Projektminiatur und „Am Anfang hinzufügen“ bzw. „Am Ende hinzufügen“ wählen.
ÜBERGÄNGE Die Übergänge werden mit einem Klick auf das Symbol „Übergang“ angezeigt. Der am meisten benutzte Übergang beim Videoschnitt ist der harte Schnitt, also einfaches Aneinanderreihen von Videoclips. Manchmal möchte man aber zum Beispiel eine Szene weich in eine andere übergehen lassen. Dazu braucht man den Übergang „Überblenden“. Video Studio stellt zahlreiche Überblendungen zur Verfügung.
Bei vielen Übergängen stehen auch noch zusätzliche Möglichkeiten zur Verfügung, die Eigenschaften unter „Anpassen“ zu verändern. Die Standardlänge der Übergänge richtet sich nach der Einstellung unter dem Menü „Einstellungen/Einstellungen/Bearbeiten/Standarddauer für Übergangseffekt“. Einen bereits angewendeten Übergang kann man ganz einfach durch einen anderen ersetzen, indem man den neuen mit der Maus über den alten zieht.
TITEL Die Titel werden mit einem Klick auf das Symbol „Titel“ angezeigt. Vor der Anwendung kann man sich den Titel im Vorschaufenster ansehen, um einen Eindruck zu gewinnen, wie und wofür man ihn einsetzen kann. Dazu klickt man auf die Miniatur des Titels. Die Vorschau startet sofort. Um schnell zu einem Ergebnis zu kommen, zieht man einen der mitgelieferten Standardtitel mit festgehaltener linker Maustaste aus dem Medienarchiv in die Zeitachse und lässt dann die Maustaste los.
Die Titel, die mit der Option „Mehrere Titel“ erstellt und mit einem Klick auf den Titel im Vorschaufenster markiert wurden, kann man mit festgehaltener linker Maustaste verschieben und damit grob vorab positionieren. Durch ziehen mit der Maus an den gelben Anfassern lässt sich die Größe der Schrift proportional grob verändern. Durch Ziehen am blauen Anfasser verändert man die Größe und die Position des Schriftschattens. Mit Hilfe der pinkfarbenen Anfasser kann der Titel gedreht werden.
Zeigt die Dauer des Titels in Stunden:Minuten:Sekunden:Einzelbilder an. Durch direkte Eingabe und mit Hilfe des Drehfeldes kann die Länge des Clips bestimmt werden. Die kann auch durch Ziehen mit festgehaltener linker Maustaste an den Griffen des Textclips verändert werden. Nach einem Doppelklick auf den Titel kann man den Schriftschnitt und die Ausrichtung (auch vertikal) ändern. Nach einem Doppelklick auf den Titel kann man die Schriftart ändern.
Ein Klick auf diese Option öffnet das Dialogfeld „Rand/Schatten/Transparenz“. Hier ein sicher nicht optimales Ergebnis, aber einmal mit blauem Rand und einem orangen Schatten und einmal mit der Option „Transparenter Text“. Mit einem Klick öffnet sich ein Listenfeld mit Titelstil-Vorlagen. Voreingestellte Stilvorlagen können für den mit Doppelklick markierten Film genutzt werden.
Unter „Einheit“ legt man fest, ob jedes einzelne Zeichen, jedes einzelne Wort, jede einzelne Zeile (wenn vorhanden) oder der gesamte Text ein- bzw. ausgeblendet wird. Beim „Blendenstil“ unterscheidet man zwischen nur einblenden, nur ausblenden oder ein- und ausblenden (Überblenden). Unter „Pause“ wird die Pause zwischen Ein- und Ausblenden bestimmt oder die Pause nur nach dem Einblenden oder vor dem Ausblenden.
Vor der Anwendung kann man sich alle Grafiken im Vorschaufenster ansehen, um einen Eindruck zu gewinnen, wie und wofür man sie einsetzen kann. Dazu klickt man auf die Miniatur der Grafik. Die Flash-Animationen sollten dafür mit der Navigationstafel gestartet werden. Farbclips sind Volltonhintergründe.
Rahmen nur auf der Videospur Rahmen auf der Überlagerungsspur mit Video auf der Videospur Die Flash-Animationen sind kleine Videos im SWF-Dateiformat, deren Hintergrund auch freigestellt ist. Sie gehören deshalb auch auf die Überlagerungsspur. Flash-Animation auf der Überlagerungsspur mit Video auf Videospur Natürlich dreht sich das Karussell auf dem fertigen Video. Um das YouTube-Video zu starten, bitte auf die nebenstehende Grafik klicken.
Mit dem Einfügen des Clips in die Überlagerungsspur wird die Registerkarte „Attribut“ der Optionentafel aktiviert (Optionspalette öffnen ). Der Clip wird in der Standardgröße eingefügt. Erwähnt wurde bereits, dass die Objekte, Rahmen und Flash-Animationen dieser mitgelieferten Beispiele einen sogenannten Alpha-Kanal besitzen, das heißt, die weißen Flächen werden freigestellt.
Auf der Registerkarte „Attribut“ der Optionentafel findet man unter „Richtung/Stil“ die Optionen für die einfache Bewegung des Überlagerungsclips, also wo der Clip in den Bildschirm hereinkommt und ihn wieder verlässt. Dazu bestimmt man mit einem Klick auf die entsprechenden Pfeile, wo er hinein- bzw. herausgehen soll. Falls man die einfache Bewegung anwendet, kann man bei markiertem Clip mit der Option „Länge der Pause“ festlegen, wie schnell der Clip ins Bild hineinkommt bzw.
Dazu klickt man in der Registerkarte „Attribut“ der Optionentafel auf die Option „Erweiterte Bewegung“ oder im Kontextmenü des markierten Clips auf „Bewegung anpassen“. Bei Bedarf kann man im Kontextmenü (rechte Maustaste) die Bewegung auch wieder entfernen. Größe, Drehung und Verzerrung des Clips lassen sich wie gewohnt mit den entsprechenden Anfassern grob einstellen. Die Position verändert man durch Verschieben der Pfadendpunkte mit festgehaltener linker Maustaste.
Die Schlüsselbilder für den Start und das Ende der Bewegung sind ohne Einsatz der mitgelieferten Standardpfade gleich. Werden die Attribute für das Schlüsselbild am Start verändert, sollten ggf. auch die am Ende angepasst werden, falls man nicht gezielt unterschiedliche Attribute haben will. Wird ein zusätzliches Schlüsselbild gebraucht, zieht man die Scrub-Leiste an den Punkt, wo es eingefügt werden soll. Dann klickt man auf die Schaltfläche „Schlüsselbild hinzufügen“.
MASKE UND CHROMA-KEY Mit dem Einfügen von Mediendateien (Videos, Fotos, Grafiken) in die Überlagerungsspur wird die Registerkarte „Attribut“ der Optionentafel aktiviert (Optionspalette öffnen ). Der Clip wird in der Standardgröße eingefügt. Fügt man eine Maske zu einem Überlagerungsclip hinzu, wird er von einer Form überlagert. Das Anwenden eines Chroma-Keys macht eine bestimmte Farbe in einem Überlagerungsclip transparent und zeigt dort den Clip auf der Videospur als Hintergrund an.
Bei einem Klick auf die Schaltfläche „Maske & Chroma-Key“ öffnet sich dieses Dialogfeld. Um Chroma-Key anwenden zu können, muss „Überlagerungsoptionen anwenden“ aktiviert und in der Dropdown-Liste „Chroma-Key“ ausgewählt sein. Unter der Option „Ähnlichkeit“ klickt man auf die Pipette, um damit in der kleinen Abbildung neben den Optionen die Farbe zu wählen, die als transparent gerendert werden soll. Dabei kann im Vorschaufenster sofort das Ergebnis kontrolliert werden.
WELLENBEARBEITUNG Wellenbearbeitung ermöglicht, nachträglich zusätzliche Clips in die Videospur einzufügen, wobei andere Clips (einschließlich Freiräume) automatisch verschoben werden, um Platz auf der Zeitachse zu schaffen. Die Wellenbearbeitung beginnt nach dem Einfügepunkt. Man verwendet diesen Modus, um die ursprüngliche Synchronisationen der Spuren beizubehalten, wenn man zusätzliche Clips einfügt. Wellenbearbeitung funktioniert auch, wenn Clips entfernt werden.
KAPITEL- UND EINSATZPUNKTE Kapitel- und Einsatzpunkte erleichtern die Navigation im Projekt und ermöglichen das genaue Platzieren zum Beispiel von Titeln und Kommentaren auf der Zeitachse. Kapitelpunkte werden als Menü-Kapitel beim erstellen eines DVD-Menüs erkannt. Links vom Zeitachsenlineal wählt man im „Kapitel-/Cue-Menü“ die Option „Kapitelpunkt“ aus. Danach bestimmt man mit dem Mauszeiger die Stelle, an der man einen Kapitelpunkt hinzufügen möchte.
Einsatzpunkte dienen als Markierungen, die das Anordnen von Medienclips in einem Projekt erleichtern. Links vom Zeitachsenlineal wählt man im „Kapitel-/Cue-Menü“ die Option „Einsatzpunkt“ aus. Danach bestimmt man mit dem Mauszeiger die Stelle, an der man einen Einsatzpunkt hinzufügen möchte. Ein Klick auf die Leiste unter dem Zeitachsenlineal fügt ein blaues Pfeilsymbol ein.
FILTER Die Filter werden mit einem Klick auf das Symbol „Filter“ angezeigt. Videofilter sind Effekte, die man auf einen Clip anwenden kann, um seinen Stil oder sein Erscheinungsbild zu ändern. Man kann beispielsweise den Farbabgleich des Clips verbessern oder ihn wie ein Gemälde aussehen lassen. Wenn man schon einmal mit Grafikprogrammen gearbeitet hat, kennt man sich mit dem Einsatz von Korrekturen und Filtern bereits aus.
Registerkarte Attribut Listet Filter auf, die auf einen Clip angewendet werden. Bei Deaktivierung der Option „Letzten Filter ersetzen“ können maximal fünf Filter auf einen Clip angewendet werden. Bei Aktivierung der Option „Letzten Filter ersetzen“ wird der vorhandene Filter durch einen neuen ersetzt. Mit einem Klick auf das Augensymbol links von der Filterbezeichnung können Filter ein- bzw. abgeschaltet werden. Beim Rendern werden nur aktivierte Filter berücksichtigt.
Originalansicht Vorschau nach Eingabe der geänderten Attribute Videofilter können auf verschiedene Weisen an eigene Bedürfnisse angepasst werden. Eine Möglichkeit ist das Hinzufügen von Schlüsselbildern zum Clip. Mit Schlüsselbildern legt man unterschiedliche Attribute und unterschiedliches Verhalten des Videofilters fest. Man kann flexibel angeben, welche Auswirkungen der Filter an jedem einzelnen Punkt des Clips haben soll. Die Intensität eines Effektes kann über die Länge des Clips variieren.
Mit einem Klick auf diese Optionen kann man durch die Zeitachse navigieren: Zum ersten bzw. letzten Schlüsselbild gehen oder die Scrub-Leiste um ein Bild nach links bzw. rechts verschieben. An der rechten Seite der Zeitachse stehen noch diese Optionen zur Verfügung: Die Wiedergabe starten, um die gemachten Änderungen zu kontrollieren.
COLORFAST UND FARBKORREKTUR Der Filter „ColorFast“ von NewBlue lässt betreffs Farbkorrekturen kaum Wünsche offen. Auch hier gibt es wieder unzählige Einstellmöglichkeiten, doch helfen die bereitgestellten Vorschläge sehr oft weiter. Hilfe findet man mit einem Klick auf Zum Thema Farbkorrektur gehört aber auch die Option „Farbkorrektur“, die man auf den Optionentafeln „Video“ und „Foto“ findet. Bei einem Klick auf öffnet sich diese Optionentafel.
Es kann vorkommen, dass ein von Glühlampen oder Neonröhren beleuchtetes Objekt in einem Foto- oder Videoclip Farbverfälschungen aufweist. Um ein natürliches Erscheinungsbild zu erzielen, muss im Bild ein Referenzpunkt festgelegt werden, der die Farbe Weiß repräsentiert. Dafür stehen nach Aktivierung des Weißabgleichs verschiedene Optionen zur Verfügung: Automatisch - Hiermit wird automatisch der Weißpunkt gewählt, der gut auf die Gesamtfarbe abgestimmt ist.
SCHWENKEN UND ZOOMEN Auf der Optionentafel „Foto“ findet man die Option „Schwenken und Zoomen“. Diese Option ist fast identisch mit dem Filter „Schwenken und Zoomen von Video“. Schwenken und Zoomen wird auf Fotos angewendet, um das Schwenken und Zoomen einer Videokamera zu simulieren. Um die Attribute des Videofilters anzupassen, klickt man auf „Anpassen“. Grobe Einstellungen kann man aber auch schon vorab mit den Vorschlägen machen, die sich unter dem Dropdown-Pfeil verbergen.
Mit einem Klick auf ein Fadenkreuz oder direkt auf das Schlüsselbild wird das entsprechende Schlüsselbild aktiviert. Mit festgehaltener linker Maustaste kann man mit dem Fadenkreuz den gesamten Bereich verschieben und anschließend anpassen. Das Ergebnis wird im Vorschaufenster kontrolliert. Unter „Optionen“ wird das Vergrößerungsverhältnis angepasst und mit dem Anker das Markierungsfeld des aktivierten Schlüsselbildes auf feste Positionen verschoben.
AUSGEBEN - VIDEODATEI ERSTELLEN Wenn man in der Schrittetafel auf „Ausgeben“ klickt, hat man Zugriff auf die Optionentafel „Freigeben“ mit der Option „Videodatei erstellen“. Ein Klick darauf öffnet ein Listenfeld mit Vorlagen zum Erstellen einer Videodatei. Man kann zwischen einer Vielzahl an Dateiformaten und Videoeinstellungen wählen. Hier können aber nur die Erfahrungen eingebracht werden, die mit dem Camcorder Panasonic HDC-TM900 und dem Aufnahmeformat AVCHD gemacht wurden.
Weitere Einstellungen verbergen sich unter „Optionen“. • Gesamtes Projekt – Vorschaubereich Das gesamte Projekt oder einen bestehenden Vorschaubereich rendern • Datei nach Erstellung wiedergeben Das Video nach dem Rendern sofort wiedergeben • SmartRender durchführen Video Studio erkennt, ob ein Teil des Projektes bereits gerendert wurde. Dieser Teil braucht nicht noch einmal gerendert werden.
Während es bei den Standardvorlagen nur wenige Möglichkeiten gibt, die Einstellungen zu verändern, sieht das bei der Option „Benutzerdefiniert“ anders aus. Es stehen viele Dateitypen zur Auswahl. Unter „Optionen“ gibt es zahlreiche Speicheroptionen, die sich natürlich je nach Dateityp unterscheiden. Wenn man für sich die optimalen Einstellungen gefunden hat, sollte man sich eine eigene Vorlage zum Erstellen einer Videodatei basteln.
AUSGEBEN - AUDIODATEI ERSTELLEN Wenn man in der Schrittetafel auf „Ausgeben“ klickt, hat man Zugriff auf die Optionentafel „Freigeben“ mit der Option „Audiodatei erstellen“. Um eine Audiodatei aus dem Audiosegment einer oder mehrerer Videodateien zu erstellen, klickt man auf „Audiodatei erstellen“. Die Videodateien müssen sich auf der Zeitachse befinden. Es öffnet sich das Dialogfeld „Audiodatei erstellen“, in dem man den Speicherort und den Dateinamen bestimmen kann.
MEDIUM HINZUFÜGEN Mit einem Klick auf „DVD“ öffnet sich das Dialogfeld des Disk-Authoring-Assistenten mit der Registerkarte „Medium hinzufügen“. Sollte ein Projekt auf der Zeitachse existieren, wird es automatisch erkannt und angezeigt. Da aber in diesem Beispiel auf der Zeitachse kein Projekt vorhanden ist, weil zur Kontrolle bereits eine Videodatei gespeichert wurde, müssen eine oder mehrere Videodateien hinzugefügt werden. Das geschieht mit einem Klick auf „Videodatei hinzufügen“.
In der Statusleiste wird angezeigt, ob die Videos bei den gewählten Einstellungen auch Platz auf der DVD haben Falls man eine Disk mit nur einem Video erstellt, sollte man nicht die Option „Ersten Clip als Einführungs-Video verwenden“ aktivieren, wenn man auch noch Menüs erstellen möchte. Sollte es erforderlich sein, können von einem großen Video ein Untermenü mit mehreren Kapiteln erstellt werden. Das macht aber nur Sinn, wenn man in diesem Video mit dem Disk-Menü verschiedene Stellen anspringen will.
MENÜ UND VORSCHAU Es öffnet sich das Dialogfenster „Menü und Vorschau“ mit der Registerkarte „Galerie“. In der Registerkarte „Galerie“ kann man verschiedene Menüvorlagen mit einem Mausklick auswählen, die dann jeweils im rechten Fenster angezeigt werden. Weitere Menüvorlagen stehen im Listenfeld „Miniaturansicht-Menüs“ zur Verfügung. Zusätzliche Menüvorlagen kann man bei Corel kostenlos herunterladen, wenn man auf das Symbol „Hilfe und Produktinformationen“ klickt.
Die Größe der markierten Miniatur lässt sich proportional und nicht proportional mit den gelben Anfassern verändern. Ein Ziehen mit gedrückter linker Maustaste an den gelben Eckpunkten verändert die Größe proportional, ein Ziehen an den seitlichen Punkten nicht proportional. Durch Ziehen an den grünen Eckpunkten wird die Darstellung verzerrt. Durch Ziehen am pinkfarbenen Kreis wird das Objekt gedreht.
Audioeigenschaften einstellen Die Musik anhören, eventuell zuschneiden und Einblendung/Ausblendung bestimmen. Hintergrundmusik Eine Hintergrundmusik für das Menü wählen oder löschen. Bewegungsmenü Einstellen, ob in der Videominiatur das Video abgespielt wird und wie lange. Hintergrundbild/-video Ein Hintergrundbild oder ein Hintergrundvideo für das Menü auswählen. Schriftart-Einstellungen Bei markierter Menüüberschrift bzw. Beschreibung können auch hier Einstellungen der Schrift vorgenommen werden.
Bei einem Klick auf die Option öffnet sich das Dialogfeld „Menü benutzerdefinieren“. Hintergrundmusik einstellen - Ermöglicht die Auswahl einer Audiodatei, die als Hintergrundmusik verwendet wird. Hintergrund einstellen - Ermöglicht die Auswahl einer Bild- bzw. Videodatei, die als Hintergrundbild bzw. Hintergrundvideo verwendet wird. Schriftart-Einstellungen - Ermöglicht das Anwenden von Textattributen. Schwenken und Zoomen - Ermöglicht das Anwenden von Schwenk- und Zoomeffekten.
Es hat sich herausgestellt, dass alle Optionen genutzt werden sollten, bevor die Menüvorlage geändert wurde. Sich überlappende Miniaturen können zum Absturz des Programms führen. In diesem Beispiel wurden am Anfang für das erste Video Kapitel hinzugefügt. Unterhalb des Vorschaufensters kann deshalb zwischen Hauptmenü und Kapitelmenü gewählt werden. Unterhalb des Vorschaufensters befinden sich weitere Optionen: Es wird ein zusätzliches Menü hinzugefügt, das Kommentare zum Video enthalten kann.
Mit einem Klick auf „Vorschau“ kann man jetzt einen Blick auf das fertige Disk-Menü werfen, bevor man die Disk brennt. Dann einfach auf Wiedergabe klicken, um das (die) Video (s) abzuspielen und das Auswahlmenü zu testen. Die Steuerelemente zur Wiedergabe können wie eine Fernbedienung eines DVDPlayers verwendet werden. Die Schaltfläche „Zurück“ ruft wieder das Dialogfeld „Menü und Vorschau“ auf, um ggf. noch Änderungen vorzunehmen.
AUSGABE Ist die Kontrolle des Disk-Menüs zur Zufriedenheit ausgefallen, wird auf gabe aufzurufen. geklickt, um das Dialogfeld „Aus- Bevor die Disk gebrannt wird, sollten folgende Optionen Beachtung finden: Unter „Disk-Brenner“ stehen diese Optionen zur Verfügung: Das Label der DVD kann geändert werden, also der DVD einen Namen geben - Das Brennlaufwerk wird erkannt bzw.
Zuerst einen Ordner mit der Bezeichnung „VIDEO_TS“ auf der Festplatte zu erstellen hat folgenden Vorteil: Man kann die DVD mit einem Software-DVD-Player testen, bevor man sie brennt. Wenn man mit dem Ergebnis zufrieden ist, brennt man die DVD mit einem Brennprogramm, das Video-DVDs brennen kann wie Nero oder Ashampoo Burning Studio. Videostudio bietet auch die Möglichkeit an, ein Disk-Image auf der Festplatte zu erstellen. Diese Datei hat die Endung *.iso.
Einstellungen und Optionen - Diskvorlagen-Manager Im Diskvorlagen-Manager werden bestehend Vorlagen für die Diskerstellung bearbeitet oder neu erstellt . Projekteinstellungen Unter „Projekteinstellungen“ werden die Einstellungen für das aktuelle Projekt ausgewählt . MPEG-Einstellungen ändern Man kann Standard-Speicher-optionen auswählen oder unter „Benutzerdefinieren“ ändern. Seitenverhältnis anzeigen Es wird die Ausgabeanzeige des Projekts ausgewählt.
Zwei-Pass-Umwandlung Verbessert die Qualität der Videoausgabe, indem vor dem Kodieren die Videodaten analysiert werden. Automatisches Ausblenden bei erster Menüwiedergabe: Man wählt diese Option, um automatisch vom ersten wiedergegebenen Clip zum Menü zu wechseln. Alle Clips vor dem Menü wiedergeben Man wählt diese Option, um zunächst alle Videos wiederzugeben und dann das Menü anzuzeigen.
Weitere Brenn-Einstellungen Eine Möglichkeit, nochmal zum Vorschau-Schritt zurück zu gehen Eventuell bestehende Disk-Daten löschen (wiederbeschreibbare DVD) Startet das Brennen bzw. das Erstellen von DVD-Ordnern oder eines Disc-Images AUSGEBEN - AUF MOBILGERÄT AUSGEBEN Wenn man in der Schrittetafel auf „Ausgeben“ klickt, hat man Zugriff auf die Optionentafel „Freigeben“ mit der Option „Auf Mobilgerät ausgeben“.
AUSGEBEN - PROJEKTWIEDERGABE Wenn man in der Schrittetafel auf „Ausgeben“ klickt, hat man Zugriff auf die Optionentafel „Freigeben“ mit der Option „Projektwiedergabe“. Bei der Projektwiedergabe wird der Bildschirm gelöscht und das ganze Projekt oder ein Teil davon auf dem Bildschirm vor schwarzem Hintergrund ausgegeben. Man kann das Projekt auch auf Band ausgeben, falls ein DV-Camcorder angeschlossen ist und eine DVVorlage für das Projekt verwendet wurde.
ANHANG Einige Programmfunktionen konnten im Rahmen der bisher behandelten Themen noch nicht besprochen werden. WIEDERGABEGESCHWINDIGKEIT / ZEITRAFFER Auf den Optionentafeln „Video“ und „Musik und Stimme“ gibt es die Option „Wiedergabegeschwindigkeit/Zeitraffer“. Damit kann man die Wiedergabegeschwindigkeit verändern, was bei einem Videoclip am sinnvollsten ist. Man stellt eine Zeitlupe oder einen Zeitraffer ein.
VARIABLE GESCHWINDIGKEIT Auf der Optionentafel „Video“ gibt es die Option „Variable Geschwindigkeit“. Damit kann man die Wiedergabegeschwindigkeit eines Clips in unterschiedlichen Abständen ändern. Dieser Trick wird zum Beispiel gerne bei gefilmten Schiabfahrten angewendet, damit der Schifahrer eine Strecke normal fährt, dann aber die Abfahrt streckenweise im Zeitraffer bewältigt. Beim Festlegen der variablen Geschwindigkeit werden die Audiodaten des Videoclips entfernt.
Mit dieser Option kann man durch die Zeitachse navigieren: Die Scrub-Leiste wird mit jedem Klick darauf jeweils um ein Bild nach links bzw. rechts verschoben. Von einem Schlüsselbild zum andern verändern sich die Werte variabel, es werden Zwischenwerte errechnet. Will man aber wie in diesem Beispiel den Zug zuerst langsam, dann aber von einer bestimmten Position an sofort schnell laufen lassen, muss man an dieser Position zwei Schlüsselbilder nacheinander setzen und die Werte entsprechend anpassen.
Um ein Element minimieren, wiederherstellen, maximieren oder dessen Größe ändern zu können, doppelklickt man oben auf den Rand einer Tafel. Dann verhält sich die Tafel wie ein normales WindowsFenster. Man verschiebt eine Tafel, indem man mit festgehaltener linker Maustaste den oberen Rand festhält. Eine mit Doppelklick auf den oberen Rand aktivierte Tafel lässt sich genau positionieren.
Monitor 2 - 1024x768 Seite 72 Helmut Hinterthür