User manual

13
des Wortes) geizen Sie nicht mit Lötzinn und -Hitze; es fließen
hier schon recht erkleckliche Ströme, die saubere Lötstellen vor-
finden wollen.
Bitte passen Sie auch beim Einlöten der Elkos auf: Die haben eine
Polarität, die peinlich genau eingehalten sein will! Und dasselbe
gilt natürlich auch für die beiden Dioden; eine einzige Falschpo-
lung bringt Ihre abschließende Kontrollmessung bei der Inbe-
triebnahme an den Rand des Wahnsinns. Also, lassen Sie Sorgfalt
walten! Eine (fast) verdoppelte Gleichspannung ist der gerechte
Lohn!
Technische Daten
Betriebsspannung . . : 6 - 18 V=
Ausgangsspannung . : ca. 12 - 36 V (2 x U
E
)
Ausgangsstrom . . . . : max. 0,5 A
(bei entsprechendem Kühlkörper bis 2 A)
Abmessungen . . . . . : 50 x 40 mm
Achtung!
Bevor Sie mit dem Nachbau beginnen, lesen Sie diese Bauan-
leitung erst einmal bis zum Ende in Ruhe durch, bevor Sie den
Bausatz oder das Gerät in Betrieb nehmen (besonders den Ab-
schnitt über die Fehlermöglichkeiten und deren Beseitigung!)
und natürlich die Sicherheitshinweise. Sie wissen dann, worauf es
ankommt und was Sie beachten müssen und vermeiden dadurch
von vornherein Fehler, die manchmal nur mit viel Aufwand wie-
der zu beheben sind!
Führen Sie die Lötungen und Verdrahtungen absolut sauber und
gewissenhaft aus, verwenden Sie kein säurehaltiges Lötzinn,
12
nicht auf eine Verdoppelung der Eingangsspannung, sondern
auf einen um rund 1,3 V verminderten Wert!
Damit Sie nicht ganz in Theorie ersticken, sehen Sie sich nun den
Gesamt-Schaltplan an. Die beiden Dioden D1 und D2 sind die
guten Bekannten von eben, ebenso C3, unser Mittelpunkts-Kon-
densator.
Am Eingang (Ue) und Ausgang (Ua) ist je ein Stütz-Kondensator
vorgesehen; C1 beruhigt die speisende Spannung, während C4
schon richtig Saft spenden muß: In den Schaltpausen (Rechteck-
LOW-Pegel), in denen C3 aufgeladen wird und der Ausgang
allein „herumhängt“, übernimmt C4 die Versorgung des Lastwi-
derstandes.
Und der Rest, das IC mit den beiden Widerständen plus C2, ist der
eingangs erwähnte Multivibrator. Hierzu haben wir einen NF-
Verstärker mißbraucht, der viel Strom schafft (ca. 2 A und mehr);
der rückkoppelnde Spannungsteiler R1/R2 sorgt für eine satte
Mitkopplung (daraus entsteht das scharfkantige Rechteck), und
frequenzbestimmend ist letztlich der Kondensator C2.
Dieser Kondensator wird vom IC-Eingangsstrom aufgeladen und
wieder entladen, und schon haben wir mit einfachsten Mitteln
den geforderten Leistungs-Multivibrator!
Mit den 47 nF für C2 schwingt er übrigens auf ca. 5 kHz. Das ist
ein guter Kompromiß aus Welligkeit der Ausgangsspannung und
den entstehenden Umschalt-Verlusten.
Der Nachbau dürfte im Bewußtsein dieser feingliedrigen Zusam-
menhänge nun kein Problem mehr sein. Was Sie zu tun haben,
ist das folgerichtige Einlöten von insgesamt elf Bauteilen, die
beiden Anschlußklemmen mitgerechnet.
Der Kühlkörper ist ein wenig exotisch ausgefallen, damit er
etwas mehr Hitze abführen kann als die Standard-TO220-Typen.
Dementsprechend sorgfältig müssen Sie zu Werke gehen, wenn
Sie ihn einbauen. Und auf der anderen Seite (im wahrsten Sinne