User manual

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aufleuchten; der Effekt des langsamen Ausrollens wird dabei
besonders deutlich.
R3 begrenzt den Strom der Leuchtdioden. Bei 9 V Batteriespan-
nung und 1,6 V LED-Durchlaßspannung verbleiben für diesen
Massewiderstand folglich 7,4 V. Bei 3,9 k ergibt sich ein Strom
von knapp 2 mA, der für ausreichende Helligkeit sorgt. Es ist aber
ohne weiteres möglich, den Widerstand zu verringern, um die
Helligkeit der LEDs zu erhöhen. Der ohmsche Widerstand der
Ausgangstreiber im IC sorgt für eine zusätzliche Strombegren-
zung.
Löten Sie sicherheitshalber für beide ICs eine Fassung ein, deren
Markierungskerbe zu LD3 bzw. LD4 zeigt. Bei einem eventuellen
Defekt können Sie die ICs dann lötfrei ersetzen.
Die Kondensatoren C2 und C4 sind zum Kappen hochfrequenter
Störspitzen vorgesehen. Die können im Umschaltaugenblick des
Zählers auftreten, wenn die Batterie nicht mehr ganz frisch ist;
als Folge davon könnte der Zähler durcheinanderkommen und
die LEDs nicht mehr der Reihe nach aktivieren. Ebenfalls zur
Stützung der Batterie dient C5, bei dem Sie bitte – ebenso wie
bei C1 – auf richtige Polung achten.
Nach dem Einsetzen des verbleibenden Kondensators C3 löten
Sie den Taster Ts1 ein, der die LED-Rotation in Gang setzt.
Zum Schluß kommen die zehn Leuchtdioden an die Reihe, die
eine abgemagerte Roulettschüssel nachbilden. Damit diese
Leuchtelemente nicht wie Kraut und Rüben auf der Platine ver-
streut sind, sollten Sie sie auf Abstandshalter setzen. Damit ist
sichergestellt, daß alle erstens gleich lang sind und zweitens
auch kerzengerade in die Höhe ragen.
Die Katoden aller LEDs (das ist der jeweils kürzere Anschluß) zei-
gen nach unten zum Taster hin. Achten Sie beim Einsetzen dar-
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Der Zähler hat zehn decodierte Ausgänge Q0…Q9, von denen
immer nur einer aktiv (d. h. auf HIGH) ist. Diese Ausgänge sind in
der Lage, ein paar Milliampere zu liefern, so daß sich Low-
Current-LEDs direkt ansteuern lassen. Bei 3 mA Ausgangsstrom
liegt die HIGH-Ausgangsspannung ca. 0,5 V unter +Uv. Dieser
Strom wird vom gemeinsamen Massewiderstand R3 begrenzt; ab
2 mA leuchten die LEDs schon mit passabler Helligkeit.
Zu ergänzen bleibt noch, daß auch IC 2 einen Freigabe-Eingang
besitzt (Inhibit, Pin 13). Zum Zählen ist es erforderlich, daß dieser
Anschluß auf LOW liegt. Das gilt auch für den Rücksetz-Eingang
(Reset, Pin 15), der im aktiven Zustand den Zähler auf Null
zurücksetzt, unabhängig vom gerade erreichten Zählerstand; ein
HIGH an diesem Anschluß sorgt also dafür, daß Ausgang Q0 aktiv
wird (HIGH).
Beim nächsten Taktimpuls geht Q0 auf LOW zurück, und Q1 wird
HIGH usf. Wenn zwischendurch kein Reset-Impuls ankommt,
geht das Zählverhalten zyklisch mit Q8, Q9, Q0, Q1… weiter. Das
Fortschalten zum nächsten Ausgang erfolgt mit der positiven
Taktflanke, also beim LOW/HIGH-Übergang am Eingang 14
(CLK).
Nachbau
Die Platine müssen Sie zunächst noch durch vier Drahtbrücken
komplettieren.
Dann geht es mit den drei Widerständen weiter. Alle drei sind
unkritisch, d. h. Sie können ihre Werte bei Bedarf ohne weiteres
verändern: R1 bestimmt die Abklingdauer der LED-“Rotation“;
bei größerem Widerstand verlängert sich die Zähldauer.
R2 bestimmt zusammen mit C3 die Frequenz des VCO; wir haben
sie so gewählt, daß die LEDs bei gedrückter Taste so schnell nach-
einander aktiviert werden, daß sie scheinbar alle gleichzeitig