assembly Instructions
Blockbohlenhaus Helsinki 2 28mm LV 305, Aufbauanleitung – 21.11.2014 Seite 11
Arbeiten Sie sicher – sichern Sie die Giebel während der nächsten
Arbeitsschritte vor Herabfallen. Die Endstabilität wird erst durch den
Einbau der Dachfläche erreicht.
Ferner werden Sie feststellen, dass die Wände mehr oder weniger
stark beim Aufbau nach oben ‘auseinanderstreben’ – auch dies ist
konstruktionsbedingt und nicht weiter schlimm, da die Konstruktion
nach oben durch die fertig montierten Giebel sowie durch die Pfetten
und die Dachfläche geschlossen wird – so wird die Endstabilität
erreicht. Auch werden Sie bemerken, dass über der Tür und dem
Fenster nun ein Spalt offen bleibt. Dieser Spalt ist sehr wichtig für eine
Blockhauskonstruktion – Ihr Blockhaus wird sich im Laufe der
Jahreszeiten und unterschiedlichen Witterungen immer etwas ‘setzen’
(bis zu 3 – 4 cm) – hierzu muss dieser ‘Ausgleichspielraum’ über den
Elementen frei bleiben, sonst ‘hebt sich das Haus geradezu aus-
einander’ – bei nasser Witterung wiederum quillt das Holz ein wenig
und das Haus ‚wächst‘– dieser Schlitz wird abschließend mit den
beiliegenden Abdeckbrettchen innen und außen verdeckt, die am
Rahmen (nicht an den Bohlen!) befestigt werden, um das ‘Arbeiten’
nicht zu behindern – aus diesem Grunde sollten Sie auch z.B. beim
Einbau von Regalen oder ähnlichem beachten, die Teile nicht an
mehreren Wandbohlen übereinander zu verschrauben, sonst entstehen
Spalte in den Wänden.
4. Wichtig
Noch ein paar Worte zum Holz
sowie der Passung der Tür und des Fensters:
Wie gesagt, ist es bei dem reinen Naturmaterial Holz auch bei sorg-
fältigster Bearbeitung technisch nicht möglich, 100% „totes” Material
zu produzieren:
Durch die ständig wechselnden Temperaturen und Luftfeuchtigkeiten
übers Jahr, verbunden mit Regen, Wind und Sonne wird Holz immer
etwas „arbeiten”, dies ist bedingt durch das Quellen und Trocknen der
Holzzellen.
Hier können sich die Bohlen immer etwas verdrehen – dies hat, wenn
sie (auch mit Anstrengung) zusammenzufügen sind, keinen Einfluss
auf Stabilität und Funktion der Konstruktion. Leichter, wechselnder
Verzug des Massivholz-Türblattes ist ebenfalls nie ganz auszuschlie-
ßen.
Das Quellen und Trocknen der Holzzellen bewirkt das beschriebene
‘Sacken’ der Wände – deshalb wird die fertig im Rahmen montierte Tür
und das Fenster lose, ohne zu vernageln oder zu verschrauben in die
Wände eingesetzt (die Rahmen haben einige mm Spiel, sowohl rechts
und links als auch nach oben einige cm zum Giebel) – nur so kann das
Holz ‘arbeiten’ ohne dass die Konstruktion Schaden nehmen könnte.