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Keying auf ATEM Mischern
Keying auf ATEM Mischern
Keyer sind leistungsstarke Produktionswerkzeuge, mit denen sich aus verschiedenen Quellen
stammende visuelle Elemente auf dasselbe Videobild legen lassen.
Dies erfolgt, indem mehrere Ebenen von Video oder Grafiken über ein Hintergrundvideo gelegt
werden. Durch Veränderung der Transparenz verschiedener Teile dieser Ebenen wird die
Hintergrundebene sichtbar gemacht. Diesen Vorgang bezeichnet man als Keying. Zur Erstellung
dieser selektiven Transparenz gibt es mehrere Techniken, die den verschiedenen Arten von Keyern,
die auf Ihrem Mischer verfügbar sind, entsprechen.
Im Folgenden werden die gleichermaßen „upstream“ und „downstream“ verwendbaren Luma- und
Linear-Keyer sowie die Upstream-Keyer Chroma, Muster und DVE erklärt.
So funktioniert Keying
Für einen Key sind zwei Videoquellen erforderlich: ein Füllsignal und ein ebenfalls als Key bzw.
Key-Signal bezeichnetes Schnitt- oder Stanzsignal. Das Füllsignal enthält ein Videobild, das auf den
Hintergrund gelegt wird. Das Stanzsignal hingegen dient zur Auswahl der durchsichtig zu
machenden Bereiche des Füllsignals. Als Füll- und Stanzsignale können beliebige interne Quellen
des Mischers sowie seine externen Signaleingaben ausgewählt werden. Als Quellen für Füll- oder
Stanzsignale sind Standbilder wie auch bewegte Bilder einsetzbar.
Auf dem Software-Bedienpanel erfolgt die Auswahl der Füll- und Stanzsignale über die
Menüpaletten der Upstream- und Downstream-Keys. Im LCD-Menü Ihres Mischers können Sie
Füll- und Stanzsignale in den Menüs „Upstream-Keys“ oder „Downstream-Keys“ auswählen.
Der Mischer setzt zwei Arten von Keyern ein: Upstream-Keyer und Downstream-Keyer. Vom Bedienfeld
und dem LCD-Menü oder über ATEM Software Control haben Sie Zugriff auf einen Upstream-Keyer,
bzw. Effekte-Keyer, sowie zwei Downstream-Keyer. Der Upstream-Keyer lässt sich als Luma-, Linear-,
vormultiplizierter, Chroma-, Muster- oder DVE-Key anlegen. Der dedizierte DSK-Block verfügt über zwei
Downstream-Keyer. Beide Downstream-Keyer lassen sich als Luma- oder Linear-Key einrichten.
Luma-Key
Eine Helligkeitsstanze– auch Luma-Key oder Self-Key genannt– besteht aus einer einzelnen
Videoquelle, die das Videobild enthält, und auf den Hintergrund gelegt wird. Alle durch die
Leuchtdichte bzw. Luminanz des Videosignals definierten schwarzen Bereiche werden transparent,
sodass der darunterliegende Hintergrund enthüllt wird. Da die herauszuschneidenden Bereiche nur
mit einem Bild definiert werden, setzt ein Luma-Key dasselbe Signal für Füllung und Stanze ein. Die
nachstehenden Abbildungen sind ein Beispiel für ein Bild, das durch Zusammensetzen des
Hintergrunds mit den Luma-Key-Signalen entstanden ist.
Kombination eines Hintergrunds mit Füll- und Stanzsignalen in Form eines Luma-Keys
Hintergrund
ein bildschirmfüllendes Bild, häufig von einer Kamera stammend.
Füllquelle
eine Grafik, die Sie über Ihren Hintergrund gelegt zeigen wollen. Hinweis: Die finale Komposition
weist keinerlei Schwarz von der Grafik auf, da alle schwarzen Bereiche aus dem Bild
herausgeschnitten wurden.
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