Manual
Table Of Contents
- Danke
- Wichtige Sicherhteitshinweise
- Haftungsausschluss
- BESCHRÄNKTE GARANTIE
- 1. Einführung
- 2. Anwendungen
- 3. Schnelle Vorgehensweise Beim Eliminieren Von Feedbacks
- 4. Bedienungselemente
- 5. Architektur des FBQ1000: Presets, Filter, Arbeitsmodi
- 6. Arbeitsmodi Des FBQ1000
- 7. Arbeiten Mit Presets
- 8. Das Problem Hat Eine Ursache ...
- 9. MIDI-Steuerung
- 10. Installation
- 11. Anhang
- 12. Technische Daten
9 FEEDBACK DESTROYER FBQ1000 Bedienungsanleitung
6.3 Automatische Filter („SI“ und „AU“)
Die automatischen Filter lassen sich in zwei Betriebsmodi unterteilen: In den
Single Shot-Modus (SI) und in den Auto-Modus (AU). Um ein Feedback zu
lokalisieren, teilt der FEEDBACK DESTROYER das gesamte Frequenzband (20Hz
bis 20 kHz) in 1/60 Oktavschritte und ermittelt den jeweiligen Pegel dieser
einzelnen Bänder. Diesen so gewonnenen Wert setzt er ins Verhältnis zum
Pegel des gesamten Signals. Die Dierenz dieser beiden Pegel bestimmt, ob ein
Filter gesetzt wird. Der FEEDBACK DESTROYER gibt Ihnen nun die einzigartige
Möglichkeit, diesen für die Funktion so entscheidenden Parameter nach Ihren
eigenen Bedürfnissen anzupassen. In einem Bereich von -3 bis -9 dB kann man
diesen Dierenzwert (Feedback-Empndlichkeit) in Einerschritten editieren:
Drücken Sie FILTER MODE- und GAIN-Taster gleichzeitig und wählen Sie mit dem
JOG WHEEL einen Wert. Als Standardeinstellung wurde -6 dB gewählt, was bei
den meisten Anwendungen eine optimale Erkennung von Feedbacks ermöglicht.
Hierzu ein Beispiel: Bei einer reinen Sprachübertragung könnte die
Empndlichkeit für das Erkennen einer Rückkopplung auf -9 dB gesenkt
werden. Damit würde der Algorithmus ein sich aufbauendes Feedback noch
schneller erkennen und unterdrücken. Umgekehrt kann eine Erhöhung der
Empndlichkeit, z. B. auf -3 dB, dazu beitragen, dass Töne, die nicht unterdrückt
werden sollen (z. B. von Gitarren oder Keyboards), unberührt bleiben.
Ein Filter, das im Single Shot-Modus arbeitet, analysiert selbständig das
Musiksignal nach Feedbacks. Wenn es eine Rückkopplung aufspürt, wähltdas
Filter selbständig die ideale Einstellung der Parameter zur Unterdrückung
des Feedbacks. Dabei wird das Filter auf die gefundene Frequenz festgesetzt,
sodass sich diese Betriebsart ideal zum Unterdrücken von konstanten Feedback-
Frequenzen eignet. Dies ist u. a. der Fall bei allen „feststehenden“ Mikrofonen,
z. B. Schlagzeugmikrofone. Nach dieser automatischen Einstellung des Filters
bendet es sich jetzt in einem speziellen Locked-Modus (siehe Kap. 6.4), beidem
zwar die Frequenz fest bleibt, Breite und Tiefe des Filters jedoch weiterhin der
Rückkopplung angepasst werden. Dabei wird die Breite vergrößert, fallssich die
Frequenz der Rückkopplung leicht verschiebt. Die Absenkung wird entsprechend
erhöht, wenn die Rückkopplung weiterhin auftreten sollte. Um ein erneutes
Auftreten der Rückkopplung zu verhindern, wird eine Zurücknahme der
Absenkung nicht vorgenommen.
Alle Mikrofone, die während eines Auftritts bewegt werden
(z. B. Gesangsmikrofone), haben im Falle einer Rückkopplung sehr häug
variierende Feedback-Frequenzen. Diese Rückkopplungen sollten Sie mit
dem Auto-Modus unterdrücken. Genau wie im Single Shot-Modus sucht
ein Filter im Auto-Modus selbständig die ideale Einstellung der Parameter,
umRückkopplungen zu unterdrücken. Im Falle eines neu auftretenden Feedbacks
wird allerdings das zuerst gesetzte AU-Filter gelöst, um das neu entstandene
Feedback zu unterdrücken. Dabei wird immer die optimale Frequenz gewählt
und das Filter entsprechend schmal konguriert, um das Signal möglichst wenig
zu beeinussen. Falls Sie bewusst Feedbacks in Ihre Musik integriert haben
(z.B.Gitarrenrückkopplungen), werden diese sehr wahrscheinlich ebenfalls vom
Auto-Modus unterdrückt, da es physikalisch nicht möglich ist, gewolltesvon
ungewolltem Feedback zu unterscheiden. Lesen Sie dazu dennoch Kap. 2.3,
damit Sie dieses physikalische Problem eventuell umgehen können.
6.4 Locked-Modus („LO“)
Findet der FBQ1000 im Single Shot-Modus (siehe Kap. 6.3) eine Feedback-
Frequenz, schaltet er automatisch in den Locked-Modus. Dies bedeutet, dass das
Gerät an der „Problem“-Frequenz festhält und diese nicht mehr „aus den Augen“
lässt. Um ein solches Filter erneut freizugeben, müssen Sie es zurück in den Single
Shot-Modus schalten (siehe (7) sowie Kap. 7.2).
7. Arbeiten Mit Presets
Um Ihre wichtigsten Einstellungen abspeichern zu können, wurde der
FBQ1000 mit zehn Programmplätzen (Presets) und einem Default-Preset
ausgestattet. AlleEditierungen sind abspeicherbar, so dass jedes Preset exakt
wiederhergestellt werden kann. Die verwendete, moderne Schaltungstechnik
benötigt keine interne Batterie mehr. Der Speicherinhalt kann deshalb nicht
verlorengehen. Das Default-Preset (wird im Display als „--“ angezeigt), dient als
Plattform zum Erstellen eigener Programme. Bei diesem Preset benden sich alle
Filter im Parametrischer EQ-Modus, haben eine Bandbreite von einer Oktave,
eineFrequenz von 500 Hz und ein neutrales Gain (0 dB).
7.1 Aufrufen von Presets
Der FEEDBACK DESTROYER besitzt zehn überschreibbare Presets. Nachdem
Einschalten des Geräts wird automatisch das zuletzt benutzte Preset
wiederhergestellt. Um ein anderes Preset aufzurufen, wählen Sie bitte mit Hilfe
des Jog Wheels die gewünschte Preset-Nummer an. Das Default-Preset bendet
sich vor dem ersten Programm.
◊ Bitte beachten Sie, dass der FEEDBACK DESTROYER jedes neu
angewählte Preset erst nach ca. einer Sekunde aktiviert.
Dieser Vorgang wird durch einen Punkt rechts unten im Display
angezeigt. Nachdem die Daten geladen sind, gibt der FEEDBACK
DESTROYER das Preset frei und der Punkt erlischt. Diese kurze
Signalunterdrückung hat den Sinn, dass bei der schnellen Durchwahl
von Presets mit dem Jog Wheel nicht direkt jedes Preset aktiviert
wird. Es würde sonst die Gefahr bestehen, dass am Audioausgang
des FBQ1000 teilweise „Parameterfetzen“ von verschiedenen Presets
anliegen. Der FEEDBACK DESTROYER gibt Ihnen daher die Sicherheit,
dass nicht unbeabsichtigt Programme geladen werden. Darüber hinaus
können Sie das Jog Wheel schnell drehen und haben dennoch genug
Zeit, zielgenau ein bestimmtes Preset anzuwählen, ohne dass dabei
„Nachbarprogramme“ aktiviert werden.
7.2 Wahl des Arbeitsmodus’ eines Filters
Jedem Betriebsmodus sind zwei Buchstaben zugeordnet, die Sie nach Druck
des FILTER MODE-Tasters am Display ablesen können. Dabei sind folgende
Anzeigenmöglich:
Display Arbeitsmodus
OF O
PA Parametric EQ
AU Auto
SI Single-Shot
LO Locked
Tab. 7.1: Arbeitsmodi des FEEDBACK DESTROYER
Wie bereits erwähnt, kann der Betriebsmodus jedes Filters gewechselt werden:
Drücken Sie bitte zuerst den FILTER SELECT-Taster und bestimmen dann mit dem
Jog Wheel die Nummer des Filters (1 bis 12). Dabei können Sie mit den beiden
ENGINE-Tastern bestimmen, ob Sie den linken Audiokanal (ENGINE L), denrechten
Audiokanal (ENGINE R), oder beide Kanäle zugleich anwählen möchten:
FürLetzteres drücken Sie bitte beide ENGINE-Taster gleichzeitig.










