Manual
Table Of Contents
- Danke
- Wichtige Sicherhteitshinweise
- Haftungsausschluss
- BESCHRÄNKTE GARANTIE
- 1. Einführung
- 2. Anwendungen
- 2.1 Allgemeine anschlusshinweise
- 2.1.1 Anschluss zwischen mikrofon und mischpult
- 2.1.2 Anschluss zwischen quelle mit line-pegel und mischpult
- 2.1.3 Anschluss zwischen mischpult und endstufe
- 2.1.4 Verwendung im monitorweg
- 2.1.5 Der SHARK im einzelnen kanal und in der subgruppe
- 2.1.6 Automatisches „Einpfeifen“ von P.A.- und monitor-anlage
- 2.2 Der feedback destroyer im SHARK
- 2.3 Das integrierte delay
- 2.4 Die noise gate-funktion
- 2.5 Das low cut-filter im SHARK
- 2.6 Die kompressorfunktion
- 2.1 Allgemeine anschlusshinweise
- 3. Installation
- 4. Technische Daten
- 5. Rack-Einbausatz (Optional)
8 SHARK FBQ100 Bedienungsanleitung
2.1.6 Automatisches „Einpfeifen“ von P.A.- und
monitor-anlage
Mit dem FBQ100 ist es möglich, die Rückkopplungssicherheit schon vor
dem Konzertbeginn zu erhöhen. Dazu sollten Sie Ihre Beschallungsanlage
„einpfeifen“: Nachdem die Anlage komplett aufgebaut wurde, önen Sie
alle Mikrofonkanäle und Monitorwege und aktivieren den FILTER LEARN-
Betriebsmodus an Ihrem FBQ100. Der SHARK erzeugt kurze Impulse und löst
dadurch Rückkopplungen aus, die wiederum am Eingang des SHARK eintreen
und durch Filter unterdrückt werden. Diese Filter liegen dann permanent auf
diesen Frequenzen und können nur durch einen RESET wieder in freie, suchende
Filter umgewandelt werden. Ohne den SHARK könnte die Anlage nur bis zum
Auftreten der ersten Rückkopplung aufgedreht werden. Mit dem FBQ100 können
Sie den Headroom Ihrer Anlage wesentlich erweitern!
Falls Sie nicht nur einen FBQ100 für den Monitorweg verwenden, solltenSie
weitere Geräte dazu benutzen, kritische Signalwege abzusichern.
Erfahrungsgemäß wünschen Musiker während des laufenden Bühnenkonzerts,
dass ihr Instrument auf der Monitoranlage lauter „gefahren“ wird. Mit Hilfe des
SHARK können Sie dann die Lautstärke erhöhen, ohne Angst vor Rückkopplungen
haben zu müssen. Bei Beginn des Konzerts „verfolgt“ der FBQ100 automatisch
variierende Feedbacks, die beispielsweise durch bewegte (Gesangs-) Mikrofone
produziert werden und unterdrückt diese selbständig.
2.2 Der feedback destroyer im SHARK
Um ein Feedback zu lokalisieren, teilt der SHARK das gesamte Frequenzband
(20Hz bis 20 kHz) in 1/60tel Oktavschritte und ermittelt den jeweiligen Pegel
dieser einzelnen Bänder. Diesen so gewonnenen Wert setzt er ins Verhältnis
zum Pegel des gesamten Signals. Die Dierenz dieser beiden Pegel bestimmt,
obein Filter gesetzt wird. Der SHARK gibt Ihnen nun die einzigartige Möglichkeit,
diesenfür die Funktion so entscheidenden Parameter nach Ihren eigenen
Bedürfnissen anzupassen. In einem Bereich von 1 bis 100 kann man die
Empndlichkeit der Feedback-Erkennung editieren. Als Standardeinstellung
wurde 50 gewählt, was bei den meisten Anwendungen eine optimale Erkennung
von Feedbacks garantiert. Bei einer reinen Sprachübertragung z. B. kann der
Schwellwert für das Erkennen einer Rückkopplung in Richtung 100erhöht
werden. Damit kann der Algorithmus ein sich aufbauendes Feedback noch
schneller erkennen und unterdrücken. Umgekehrt kann eine geringere
Einstellung auf beispielsweise 25die Feedback-Unterdrückung immuner
machen und weniger auf beabsichtigte, feedback-ähnliche Signalanteile
(Gitarren oder Keyboards) reagieren lassen.
Im FILTER LEARN-Modus werden automatisch Feedbacks angeregt und
unterdrückt. Wenn das Gerät eine Rückkopplung aufspürt, konguriert sich das
Filter selbständig auf die ideale Einstellung der Parameter zur Unterdrückung des
Feedbacks. Dabei wird das Filter auf die gefundene Frequenz festgesetzt, so daß
sich diese Betriebsart ideal für die Unterdrückung von konstanten Feedback-
Frequenzen eignet. Mögliche Anwendungen gibt es bei allen „feststehenden“
Mikrofonen, z.B. Schlagzeugmikros. Nach dieser automatischen Einstellung
des Filters bendet es sich jetzt in einem speziellen Lock-Modus, bei dem zwar
die Frequenz fest bleibt, die Breite und Tiefe des Filters jedoch weiterhin der
Rückkopplung angepasst werden. Dabei wird die Breite vergrößert, falls sich die
Frequenz der Rückkopplung leicht verschiebt. Die Absenkung wird entsprechend
erhöht, wenn die Rückkopplung weiterhin auftreten sollte. Um eine erneute
Rückkopplung zu verhindern, wird eine Zurücknahme der Absenkung
nichtvorgenommen.
Alle Mikrofone, die während eines Auftritts bewegt werden
(z.B.Gesangsmikrofone), haben im Falle einer Rückkopplung sehr häug
variierende Feedback-Frequenzen. Diese Rückkopplungen sollten Sie mit dem
automatischen Suchmodus unterdrücken, der aktiv ist, sobald Sie den SHARK
einschalten. Genau wie im FILTER LEARN-Modus sucht ein Filter in diesem
Modus selbständig die ideale Einstellung der Parameter, um Rückkopplungen
zu verhindern. Wenn aber alle Filter gesetzt sind, wird das Filter, das am
längsten aktiv ist, wieder in den automatischen Suchmodus versetzt. Dadurchist
sichergestellt, dass immer ein Filter frei ist, um neue Feedback-Frequenzen
zu nden und zu unterbinden. Falls Sie bewusst Feedback-Elemente in Ihre
Musik integriert haben (z.B. Gitarrenrückkopplungen), werden diese sehr
wahrscheinlich ebenfalls vom SHARK unterdrückt, da es physikalisch nicht
möglich ist, gewolltes von ungewolltem Feedback zu unterscheiden. Lesen Sie
bitte die unter Punkt 2.1.6 aufgeführten Hinweise, damit Sie dieses physikalische
Problem eventuell umgehen können.
2.3 Das integrierte delay
Zusätzlich zu den Lautsprechern auf oder nahe der Bühne kommt es in großen
Installationen vor, dass Lautsprechergruppen in größerer Entfernung von
der Bühne aufgestellt oder abgehängt werden, um auch an entfernteren
Plätzen einen entsprechenden Direktschall zu erzeugen. Da der Schall
aber eine gewisse Zeit zur Ausbreitung benötigt (343,6 m/s bei 20 °C,
steigt um 0,6m/s pro °C), treen die Schallereignisse beim Publikum nicht
gleichzeitig ein, sondern zeitverzögert. Um nun die unterschiedliche Laufzeit
zwischen den Bühnenlautsprechern und den abgesetzten Lautsprechern
auszugleichen, müssen letztere ein elektronisch verzögertes Signal erhalten.
Üblicherweisewerden dazu spezielle DELAYs benutzt. Der SHARK macht den
Einsatz solcher DELAYs überüssig, da er selbst bereits eine Signalverzögerung
ermöglicht. Dies geschieht genauso komfortabel wie bei den speziell für diesen
Zweck angebotenen Geräten. Sie messen lediglich den Abstand zwischen den
unterschiedlich positionierten Lautsprechergruppen und geben diesen Wert
(in Metern oder Fuß) im FBQ100 ein. Die Verkabelung ndet wie in Kapitel 2.1.3
beschrieben statt.
Emporen-
Lautsprecher
Empore
Bühnen-
Lautsprecher
Bühne
Abb. 2.6: Beschallung mit unterschiedlicher Lautsprecheraufstellung
2.4 Die noise gate-funktion
Die Hauptaufgabe eines Noise Gates ist es, unerwünschte Hintergrundgeräusche
vom Nutzsignal zu trennen und „unhörbar“ zu entfernen. Ein sogenannter
Downward- (Abwärts) Expander reduziert automatisch den Gesamtpegel für
alle Signale unterhalb einer einstellbaren Schwelle und erweitert damit den
Dynamikbereich des Programmmaterials.
Speziell im Live- oder Bühnen-Betrieb und in der Multimikrofonie bieten sich
für den SHARK viele Anwendungsmöglichkeiten: Das maßvoll und gezielt
eingesetzte Gate kann Hintergrundgeräusche, das kompressor-typische
„Aufrauschen“ und das Übersprechen von Mikrofonen wirksam unterdrücken,
ohne dabei unerwünschte Nebeneekte zu erzeugen.










