User manual

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SUPER-X PRO CX2310
3. ANWENDUNGEN
keine Auswirkung auf den Systempegel haben und alle Eingangs- und Ausgangspegelsteller auf 0 dB stehen.
Wenn z.B. ein Homerecording- oder Discopult mit einem Arbeitspegel von -10 dBV benutzt wird, die Endstufen
hingegen +4 dBu zur Vollaussteuerung benötigen, müsste dazwischen eine zusätzliche Verstärkung um 12 dB
stattfinden. In diesem Fall sollte der INPUT-Regler der SUPER-X PRO auf Maximum gestellt werden.
Die Ausgangspegel der einzelnen Bänder können um bis zu 6 dB angehoben bzw. abgesenkt werden. Um
einen geradlinigen Systemfrequenzgang zu erzielen, sollten die Ausgangspegel mit Hilfe eines Analyzers
eingestellt werden. Zur Überprüfung der Übergangsfrequenzen und der Pegel werden alle Ausgänge bis auf
einen stummgeschaltet. Die Anlage wird mit Rosa Rauschen beschickt, und zwar in einer angenehmen
Lautstärke. Wenn Sie nun das benachbarte Band einschalten, sollte sich der gemessene Pegel auf der
Übergangsfrequenz um 3 dB erhöhen. Dieser Vorgang wird für alle Übergangsfrequenzen wiederholt.
3.3 Problembehebung
Überprüfen Sie den kompletten Frequenzgang. In jedem Raum wird der Frequenzgang des Lautsprechersystems
durch Resonanzen und unterschiedliche Reflexionen stark verändert. Zu diesem Zeitpunkt können Sie also
noch keinen flachen Frequenzverlauf erwarten; um den zu erreichen, benötigen Sie einen Equalizer wie den
ULTRA-CURVE PRO DSP8024 oder den ULTRA-GRAPH PRO GEQ3102. Achten Sie auf Einbrüche bei den
Übergangsfrequenzen! Wenn es vorkommen sollte, dass der Frequenzgang sehr unregelmäßig ist, dann kann
es sinnvoll sein, eine Begradigung mittels der Frequenzweiche vorzunehmen, bevor ein Equalizer (EQ) zum
Einsatz kommt. Die Fehler auf der Übergangsfrequenz müssen dann mit dem EQ so gut wie möglich kompensiert
werden.
Wenn die Lautsprechermembrane einer Mehrweganlage nicht genau in einer senkrechten Linie angeordnet
sind, entstehen durch die unterschiedlich langen Wege, die der Schall zum Zuhörer zurücklegt, Phasenfehler
und Auslöschungen (auch als Kammfiltereffekt bezeichnet). Speziell für höhere Frequenzen ist es wegen der
kürzeren Wellenlängen wichtig, die Membrane übereinander und nicht nebeneinander zu positionieren. Durch
die verschiedenen Bauarten der einzelnen Systeme (Hörner, Bassreflexgehäuse etc.) bleiben selbst dann
noch Laufzeitdifferenzen, wenn die Gehäusevorderkanten aller Systeme übereinanderliegen. In diesem Fall
muss auf elektronischem Weg eine Laufzeitkorrektur erfolgen. Dies geschieht mit Hilfe einer Delay-Funktion.
Laufzeitunterschiede werden durch Verzögerung der Frequenzbänder im Millisekundenbereich ausgeglichen,
wodurch Klangverluste speziell im Hochtonbereich vermieden werden.
+ Laufzeitkorrektur ist nicht gleichzusetzen mit Phasenkorrektur. Wenn ein Lautsprechersystem
gleiche Laufzeiten hat, dann hat es auch gleiche Phasen (es sei denn, ein Kabel wäre verpolt).
Ein Umkehrschluss kann daraus jedoch nicht gezogen werden.
3.4 Einstellen der Übergangsfrequenzen
Der Frequenzbereich, aus dem die Übergangsfrequenzen gewählt werden können, ist in zwei Bereiche
umschaltbar, und zwar von 44 bis 930 Hz und von 440 Hz bis 9,3 kHz. Für die Einstellung der
Übergangsfrequenzen lesen Sie bitte zuerst die Herstellerspezifikationen der einzelnen
Lautsprecherkomponenten. Sie sollten nach den Frequenzgangdiagrammen der einzelnen Lautsprecherboxen
die Übergangsfrequenzen einstellen, um Ihr System optimal auszulasten. Außerdem dürfen die Übergänge
nicht auf Spitzen oder Einbrüchen liegen. Suchen Sie einen Bereich mit möglichst flachem Verlauf. Wenn
gefaltete Basshörner verwendet werden, ist zudem die Länge des Hornwegs zu berücksichtigen, da sich
Laufzeitverschiebungen durch unterschiedlich lange Wege auch negativ auf den Frequenzverlauf auswirken
können (siehe Kapitel 3.3).
+ Betreiben Sie niemals Lautsprecher bzw. Horntreiber unterhalb der vom Hersteller
angegebenen Grenzfrequenz!
3.5 SUBWOOFER-Ausgang
Um eine sehr laute und tiefreichende Basswiedergabe zu erreichen, gibt es bei der SUPER-X PRO einen
zusätzlichen Mono-Subwoofer-Ausgang für den 2-Wege und 3-Wege Betrieb. So gesehen wäre die CX2310
eine Stereo 2-Weg + Mono 1-Weg bzw. Mono 4-Weg Frequenzweiche. Das Subwoofer-Signal ist mono, weil
man tiefe Frequenzen nicht orten kann und durch das Zusammenfassen aller Basssignale zu einem einzigen
Signal ein optimaler Wirkungsgrad erzielt wird. Denn zwei Basslautsprecherboxen zusammengestellt erzeugen
3 dB mehr Schalldruck als durch eine Distanz von einander getrennte, da sie eine einzige gemeinsame Wellenfront
erzeugen. Bei vier Lautsprecherboxen beträgt der Gewinn schon 6 dB. Der Grund dafür liegt in der kugelförmigen