Manual
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B-CONTROL AUDIO BCA2000
Limiter
Begrenzt das Dynamikspektrum an den Pegelspitzen. Die
maximale Lautstärke eines Signals wird mit Hilfe eines ®
Threshold-Wertes definiert.
Limiter werden oft genutzt, um ® A/D-Konverter vor Über-
steuerungen zu schützen, da dies zu sehr unangenehmen,
deutlich hörbaren Verzerrungen führt. Auch die BCA2000 verfügt
über eine solche regelbare Limiter-Schaltung, die direkt vor den
® A/D-Konvertern der analogen Eingangssumme liegt.
MIDI
Das Musical Instruments Digital Interface ist ein hersteller-
übergreifender Standard, der es erlaubt, elektronische
Musikinstrumente miteinander kommunizieren zu lassen.
Verbindet man am Gerät 1 den MIDI Out (Ausgang) mit dem
MIDI In (Eingang) von Gerät 2, lässt sich Gerät 2 durch Gerät 1
fernsteuern. Ist Gerät 1 ein MIDI-Keyboard und Gerät 2 ein
Tonerzeuger ohne Tasten (MIDI-Expander), so kann man
Gerät 2 vom MIDI-Keyboard aus spielen, Programmwechsel
durchführen oder auch Klangparameter in Echtzeit beeinflussen.
Wichtig: MIDI steuert Geräte, es werden keinerlei Audiodaten
übertragen! Im obigen Beispiel wird man den vom MIDI-Keyboard
aus gesteuerten MIDI-Expander nur dann hören, wenn man
dessen Audio-Ausgänge auch mit einem Mischpult und/oder
Verstärker plus Boxen verbunden hat.
Noise Gate
Ein Noise Gate unterdrückt (leise) Störsignale in Nutzsignal-
pausen. Das Signal wird unterhalb eines bestimmten ®
Threshold-Wertes stummgeschaltet. Generelle Verwendung zur
Vermeidung von Rauschen und Übersprechen. Andere
Bezeichnungen für Noise Gate sind Gate, Suppressor oder Noise
Suppressor; auch Expander bzw. Downward Expander sind
verwandte Schaltungen.
Die BCA2000 verfügt ebenfalls über ein Noise Gate, das direkt
vor dem ® Limiter und den ® A/D-Konvertern der analogen
Eingangs-Stereosumme liegt.
Plug-In
Bei Computer-Programmen werden damit Unterprogramme
bezeichnet, die sich in ein bestehendes Hauptprogramm
einklinken und damit dessen Funktionalität erweitern. Plug-Ins
sind alleine nicht lebensfähig und benötigen immer ein Host-
(Wirts)-Programm.
Zu den berühmtesten Plug-In-Formaten der Computer-Audio-
technologie zählen die Direct X- und VST-Schnittstelle. Verfügt
ein Audio-Sequenzer-Programm z. B. über die VST-Schnittstelle,
kann man darüber zusätzliche Effekte oder virtuelle Tonerzeuger
in das Hauptprogramm mit einbinden und von dort aus steuern,
bearbeiten, spielen und aufnehmen.
RCA
Andere Bezeichnung für ® Cinch-Buchsen.
Sample Rate
Die Sample Rate oder Sampling Rate (Abtastrate) wird häufig
als Qualitätskriterium für bestimmte Audiostandards oder
® A/D-Konverter herangezogen. Der CD-Standard schreibt
beispielsweise eine Sample Rate von 44,1 kHz vor. Das heißt,
ein digitales Musiksignal wird 44.100-mal pro Sekunde abgetastet.
Beim ® ADAT
®
-Format ist 48 kHz sehr geläufig, beim DVD-
Standard 96 kHz.
Die BCA2000 unterstützt alle diese Standard-Abtastraten.
Möchten Sie eine CD produzieren, empfiehlt es sich, auf der
ganzen Linie (alle Digitalgeräte und auch die Voreinstellungen in
der Musik Software) auf 44,1 kHz zu setzen. Somit umgehen Sie
evtl. verlustbehaftete Konvertierungen.
Bei ® A/D-Konvertern muss die Sample Rate mindestens doppelt
so hoch sein, wie die höchste Frequenz des Audiosignals, das
digitalisiert werden soll. Dies bedeutet: Bei einer Sample Rate
von 44.100 Hz ist die höchste resultierende Audiofrequenz rund
22.000 Hz. Diese liegt über der höchsten wahrnehmbaren
Frequenz eines gesunden menschlichen Gehörs.
Sampling-Frequenz
Siehe ® Sample Rate
S/MUX
(Abkürzung für Sample-Multiplexing) ® ADAT
®
-Format, bei dem
sich zwar nur 4 Audiokanäle (statt 8) nutzen lassen, dafür aber
mit einer ® Sample Rate von 96 kHz. Siehe auch ® ADAT
®
.
Auch dieses Format wird von der BCA2000 ein- wie
ausgangsseitig unterstützt.
S/PDIF
Sony/Philips Digital Interface Format. Consumer-Standard bei der
Übertragung digitaler Daten. Unsymmetrische Schnittstelle mit
® Cinch- oder optischen ® TOSLINK-Anschlüssen.
Betrachtet man die Datenstruktur, ist das Signal dem
professionellen ® AES/EBU-Format sehr ähnlich. Deshalb kann
man prinzipiell AES/EBU- und S/PDIF-Signale über identische
Kabel und Stecker/Buchsen übertragen. Üblicherweise wird
AES/EBU aber über XLR-Buchsen und symmetrische Kabel
übertragen. Dies erlaubt sehr lange Kabellängen ohne
Störeinflüsse. S/PDIF wird in der Regel für die Übertragung über
kürzere Distanzen mit unsymmetrischen Kabeln genutzt.
Die BCA2000 besitzt sowohl Cinch- als auch optische Anschlüsse;
über die mitgelieferte Control Panel-Software können Sie
auswählen, ob das AES/EBU- oder S/PDIF-Format übertragen
werden soll.
Subwoofer
Großer Basslautsprecher, der in der Regel für spürbaren Druck
sorgt, dessen tiefe Frequenzen (meist 20-150 Hz) aber nicht ortbar
und deshalb mono sind. Bei großen Beschallungen/Konzerten
kommen sie ebenso zum Einsatz wie im Kino oder der heimischen
® Surround-Anlage. Siehe auch ® LFE.
Surround
Seit der Einführung der DVD-Video ist Surround-Sound
(dreidimensionaler Raumklang) in aller Munde. Surround-
Audioformate gibt es bereits seit den 70er Jahren, wie etwa die
gescheiterte Quadrophonie oder das mit dem Film Star Wars
1978 in die Kinos gekommene Dolby
®
Surround-Format. Heute
haben sich vor allem ® AC-3 bzw. ® DOLBY
®
DIGITAL und ®
DTS
®
etabliert.
In diesem Zuge gilt heute das 5.1 Format als Standard: 5
Breitband-Lautsprecher + 1 ® Subwoofer. Die 5 Lautsprecher
werden unterschieden in Left Front (meist L, Vorne Links), Right
Front (meist R, Vorne Rechts), Center (C, Mittenlautsprecher,
meist für Dialoge) sowie Left Rear bzw. Left Surround (meist LS,
Hinten Links) und Right Rear bzw. Right Surround (meist RS,
Hinten Rechts).
Die BCA2000 gibt alle gängigen Surround-Formate über ihre
Digitalausgänge aus, sofern die entsprechend kodierten Signale
auf Ihrem Rechner vorliegen.
Sync
Abkürzung für Synchronisation. Mit Sync bezeichnete
Gerätebuchsen sind oft gleichbedeutend in ihrer Funktion mit ®
Clock bzw. Wordclock.
Threshold
Wählbare Einsatzschwelle, bei der die signalbearbeitende
Funktion z. B. eines Kompressors, ® Limiters oder auch ® Noise
Gates aktiviert wird.
TOSLINK
So wird die optische (Consumer-) Buchse bezeichnet, über die
digitale Audio-Signale wie ® S/PDIF oder ® ADAT
®
übertragen
werden. Ein Lichtleiter dient der Datenübertragung zwischen zwei
TOSLINK-Buchsen. Die BCA2000 verfügt über jeweils eine Ein-
und Ausgangsbuchse.
USB
Der Universal Serial Bus ist der aktuelle Standard bei der
Anbindung externer Hardware wie Scanner, Drucker oder auch
Audio- ® Interfaces an einen Computer.
6. ANSCHLÜSSE UND FORMATE










