Manual
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B-CONTROL AUDIO BCA2000
5. ANWENDUNGEN
Das MIDI-Sound-Modul wird über den MIDI-Ausgang A der
BCA2000 gesteuert. Das Sound-Modul kann ein GM/GS/XG-MIDI-
Expander, ein Rack-Synthesizer oder ein Sampler sein. Die
Audioausgänge lassen sich über die analogen Stereo-Line-
Eingänge in den Software Mixer aufnehmen oder alternativ über
die Digitaleingänge, sofern das Sound-Modul über digitale
Ausgänge verfügt.
Das Abhören während der Aufnahme (Monitoring) kann wahlweise
digital über den Rechner oder latenzfrei mit der Direct-Monitoring-
Funktion der BCA2000 erfolgen. Letzteres ist extrem hilfreich,
wenn die Latenz (rechnerbedingte Verzögerung) bei der
verwendeten Musik-Software zu hoch eingestellt ist und den
Musiker beim Aufnehmen irritieren sollte.
5.2 Projekt-Studio
Abb. 5.3: Projekt-Studio
Dieses Anwendungsbeispiel zeigt den klassischen Aufbau eines
kleinen Projektstudios, bei dem sowohl Software- als auch
Hardware-Tonerzeuger zum Einsatz kommen. Der Aufbau wurde
hauptsächlich im Bereich MIDI erweitert. Die BCA2000 stellt die
zentrale Verbindung zwischen Ihrem Studio-Equipment und dem
Rechner dar.
Bei der MIDI-Verkabelung werden die MIDI-Möglichkeiten in
vollem Umfang genutzt. Über den MIDI-Eingang werden dem
Computer die Steuerdaten der MIDI-Controller und des MIDI-
Keyboards zugeführt. Dazu werden ein MIDI-Keyboard und in
diesem Falle die beiden MIDI-Controller BCF2000 und BCR2000
in Reihe geschaltet. Mit dem Keyboard werden die MIDI-Spuren
im Sequenzer eingespielt. Die klangbearbeitenden Plug-Ins und
der Software Mixer werden von den beiden MIDI-Controllern
gesteuert.
Die beiden MIDI-Expander (hier: Sound-Modul und Sampler)
werden getrennt über jeweils 16 MIDI-Kanäle vom Rechner
angesprochen.
Die Audio-Verkabelung stellt eine Erweiterung des in
Abb. 5.2 gezeigten Beispiels dar: Die Signale des Mikrofons und
des Sound-Moduls werden in der BCA2000 stereo zusammen-
gemischt, bevor Sie die A/D-Wandler passieren. Zusätzlich kann
ein weiterer Tonerzeuger, Zuspieler, Effektgerät oder, wie hier
gezeigt, ein Hardware-Sampler über einen der beiden Digital-
Eingänge dem Rechner zugeführt werden. Dieses vierkanalige
Signal (A/D-gewandelte Stereo-Eingangssumme + digitales
Stereosignal) wird gleichzeitig über USB an den Rechner
übertragen. Auch hierfür ist keine High Speed-Verbindung
notwendig, sofern man sich auf eine maximale Sample Rate von
48 kHz beschränkt.
Das Monitoring wurde um ein Paar aktive Studiolautsprecher
erweitert, das an die Regieraum-Ausgänge angeschlossen ist.
Nach wie vor können zwei Kopfhörer angeschlossen und separat
geregelt werden. Das Monitorsignal lässt sich dabei vielseitig
modifizieren (Mute-, Dim-, Mono-Funktion, Monitor Balance-
Regler).










