Manual
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B-CONTROL AUDIO BCA2000
4.2.2 Ausgangsrouting im 2-CHANNEL-Modus
Im Zweikanal-Betrieb (OPTICAL OUT-Schalter gedrückt) stehen
alle sechs Analogausgänge für die USB-Kanäle 1 bis 6 zur
Verfügung. Gleichzeitig werden die digitalen Ausgänge für zwei
weitere Kanäle verwendet, die parallel am optischen und am
koaxialen Ausgang anliegen. Dabei bleibt es Ihnen überlassen,
ob die Kanäle 1 und 2 (Main Out) oder die Kanäle 7 und 8
übertragen werden sollen (Schalter
). Das Übertragungs-
format kann in diesem Modus S/PDIF, AES/EBU, DOLBY
®
DIGITAL oder DTS
®
sein. Voraussetzung ist die Unterstützung
des jeweiligen Formats seitens der Host-Software.
86%2XW $QDORJ2XW
&RD[2SW2XW
N+]
&RD[2SW2XW
N+]
1 Main Out 1/L
Digital Out L
1
Digital Out L
1
2 Main Out 2/R
Digital Out R
1
Digital Out R
1
3 Analog Out 3 - -
4 Analog Out 4 - -
5 Analog Out 5 - -
6 Analog Out 6 - -
7-
Digital Out L
1
Digital Out L
1
8-
Digital Out R
1
Digital Out R
1
Main Out 1/L
Analog Out 5
Main Out 2/R
Analog Out 6
2) Mit Schalter 23 zwischen USB Out 1-2 und USB Out 3-4
umschaltbar (Full Speed Mode). Format-Auswahl AES/EBU
oder S/PDIF erfolgt über Control Panel im Computer
1) Mit Schalter 23 zwischen USB Out 1-2 und USB Out 7-8
umschaltbar (High Speed Mode). Format-Auswahl AES/EBU
oder S/PDIF erfolgt über Control Panel im Computer
3
4
Analog Out 3
Digital Out L
2
-
Analog Out 4
Digital Out R
2
-
High Speed Mode (480 Mbit/s)
Full Speed Mode (12 Mbit/s)
Digital Out L
2
Digital Out R
2
-
-
1
2
Tab. 4.4: Ausgangs-Routing im Zweikanal-Modus
Im Full Speed USB-Betrieb werden die USB-Ausgänge nicht nur
über die Main-Ausgänge, sondern parallel auch über die Analog-
ausgänge 5 und 6 wiedergegeben. Die USB-Ausgänge
3 und 4 werden auf die Analogausgänge 3 und 4 und gleichzeitig
auf beide Digitalausgänge geroutet, sofern der Schalter in
der CH.7-8-Position (!) steht. In der CH.1-2-Position liegen
die Ausgangssignale 1 und 2 an. Die Auswahl dieses Schalters
bezieht sich jeweils auf beide Digitalausgänge.
4.3 Erstes Arbeiten mit der B-CONTROL
Verkabelung (siehe auch Anwendungsbeispiele Kap. 5):
Nehmen Sie den Anschluss aller Audioverbindungen am
ausgeschalteten Gerät vor. Schließen Sie Ihre Mikrofone an die
XLR-Eingänge an. Vorverstärkte Instrumente oder andere Geräte
mit Line-Pegel (Keyboards, CD-Player, externe Mikrofon-
vorverstärker, etc.) werden an die Line-Eingänge angeschlossen.
Möchten Sie eine E-Gitarre oder andere Instrumente mit
hochohmigen Signalen aufnehmen (z. B. akustische Instrumente
mit passiven Tonabnehmern), verbinden Sie diese mit dem
HI-Z-Eingang an der Frontseite der B-CONTROL.
Wenn Sie das Aufnahmesignal vor der Aufzeichnung mit externen
Kompressoren, Equalizern oder De-Essern bearbeiten möchten,
verbinden Sie diese mit den Insert-Anschlüssen. Verwenden Sie
hierzu handelsübliche Insert-Kabel (s. a. Kap. 6.2).
Nutzen Sie die analogen Main-Ausgänge zum Anschluss an einen
Mastering-Recorder. Um beim Mastern in der digitalen Ebene zu
bleiben, können Sie auch die koaxialen oder optischen Ausgänge
4. DAS AUDIO-ROUTING
mit Ihrem MD- oder DAT-Recorder verbinden. Schließen Sie Ihre
Studiolautsprecher bzw. deren Verstärker an die Control-Room-
Ausgänge an.
Aufnahme:
Nehmen wir einmal an, Sie möchten Gesang aufnehmen:
Verbinden Sie Ihr Mikrofon mit einem der beiden XLR-
Mikrofoneingänge. Wenn Sie ein Kondensatormikrofon verwenden,
das mit Phantomspeisung betrieben wird, drücken Sie den +48 V-
Schalter . Pegeln Sie das Eingangssignal ein, indem Sie den
TRIM-Regler
langsam nach rechts drehen, während Sie (oder
Ihr Sänger) ins Mikrofon singen. Beobachten Sie dabei die
Eingangspegelanzeige (
). Das ankommende Signal wird an
der SIGNAL-LED angezeigt. Die CLIP-LED leuchtet auf, sobald
der Eingangspegel zu hoch ist und hörbare Verzerrungen drohen.
Hier ist eine kleine Reserve eingebaut, d. h. die LED leuchtet nicht
erst dann auf, wenn bereits Verzerrungen zu hören sind, sondern
schon einige dB früher. Drehen Sie den Trim-Regler so weit zurück,
dass die CLIP-LED nur noch gelegentlich bei lauten
Gesangspassagen aufleuchtet. Das Eingangssignal hat nun den
optimalen Pegel. Mit dem Kanal-Fader stellen Sie die
Aufnahmelautstärke ein. Achten Sie darauf, dass die A/D-Wandler
nicht übersteuert werden. Die Aussteuerungsanzeige ist hierbei
sehr hilfreich. Drücken Sie den METER-Schalter, damit der Pegel
der Eingangssumme angezeigt wird. Da die Eingangssumme
keinen eigenen Pegelregler besitzt, sollten Sie bei der gleichzeitigen
Aufnahme mehrerer Signale mit beiden Kanal-Fadern die
Gesamtlautstärke regeln. Die CLIP-LED sollte möglichst nicht
aufleuchten. Achten Sie auch auf einen korrekten Eingangspegel
in Ihrer Software.
Schalten Sie die gewünschte Audiospur im Sequenzer scharf und
starten Sie die Aufnahme.
Noise Gate:
Nutzen Sie das Noise Gate, um Rauschen oder andere
Nebengeräusche in Gesangspausen zu unterdrücken. Drehen
Sie den Threshold-Regler des Noise Gates ( ) bei offenem
Mikrofon, aber nicht, während der Sänger singt langsam nach
rechts, bis das Rauschen ausgeblendet wird. In der Linksposition
findet keine Bearbeitung statt und die THRESHOLD-LED ist aus.
Sobald der Schwellwert den Rauschpegel überschreitet, und die
Bearbeitung einsetzt, leuchtet die THRESHOLD-LED auf. Nehmen
Sie die Einstellungen sehr sorgfältig vor, damit der Gesang beim
Ausklingen oder bei leise gesungenen Passagen nicht abgeschnitten
wird. Gegebenenfalls muss der Threshold-Regler während des
Singens (nicht während der Aufnahme!) nachjustiert werden.
Limiter:
Der Limiter dient dazu, die Dynamik des Eingangssignals zu
begrenzen. Sie sollten ihn immer dann einsetzen, wenn der
Gesang beim Einpegeln sehr stark zwischen laut und leise
schwankt. Stellen Sie den Limiter so ein, dass dieser kurz vor
der Aussteuerungsgrenze einsetzt. Drehen Sie hierzu den
LIMITER-Regler langsam von der Ausgangsposition
(Rechtsanschlag) nach links, bis die LIMIT-LED bei lauten
Signalen aufleuchtet.
Wiedergabe:
Wenn Sie zu einem bereits erstellten Musikstück neue Spuren
einspielen oder singen möchten, muss das Playback natürlich
während der Aufnahme hörbar sein. Die Monitorsektion der
B-CONTROL bietet hierzu verschiedene Möglichkeiten. In der
Regel werden Sie die Stereosumme Ihres Software-Mischers
abhören. Dieses Signal liegt am Main-Ausgang an und kann mit
dem Main-Fader geregelt werden. Sie können dieses Signal auch
an den Kopfhörerausgängen und am Regieraum-Anschluss
abhören.
DIRECT Monitoring:
Während der Aufnahme möchten Sie vermutlich nicht nur das
Playback hören, sondern natürlich auch das, was Sie gerade
singen bzw. spielen. Beim AUTO-Monitoring (Schalter nicht
gedrückt) schaltet Ihr Audio-Sequenzer automatisch zwischen
Aufnahme- und Wiedergabesignal um, d. h., sobald Sie die
Aufnahme im Sequenzer starten, hören Sie das aufzunehmende
Signal. Wenn Sie auf Wiedergabe umschalten, hören Sie
ausschließlich das Signal der Audiospur.










