Operation Manual

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ULTRACOUSTIC ACX450/ACX900/ACX1800
4. KLANGBEARBEITUNG
4. KLANGBEARBEITUNG
Der ULTRACOUSTIC bietet viele Möglichkeiten zur Klang-
bearbeitung. Dazu zählen der FBQ-Equalizer, das Multieffektgerät
sowie der Kompressor beim ACX1800. Die verschiedenen
Bearbeitungsmöglichkeiten werden in diesem Kapitel erklärt.
4.1 Der FBQ-Equalizer
Zur Klangregelung bzw. -korrektur steht ein grafischer Equalizer
mit FBQ Spektrum-Analyzer zur Verfügung. Befinden sich die
Schieberegler in Nullstellung, findet keine Signalbearbeitung statt.
s Schieben Sie zum Anheben eines Frequenzbereichs den
betreffenden Regler nach oben.
s Zum Absenken bewegen Sie den Regler nach unten.
s Drücken Sie den FBQ-Taster , um die FBQ-Anzeige
einzuschalten.
FBQ-Funktion: Jeder Regler ist mit einer LED ausgestattet, die
den Pegel im jeweiligen Frequenzbereich des Reglers durch die
Leuchtintensität anzeigen kann. Diese Eigenschaft hilft Ihnen,
die richtigen Regler zur Klangbearbeitung zu finden. Ist der Klang
zum Beispiel mulmig oder dröhnend, so wird dies durch eine stark
leuchtende LED in dem entsprechenden Regler angezeigt. Ziehen
Sie diesen Regler etwas nach unten, um das Dröhnen
(Überhöhung in den Bässen) zu entfernen. Oder betonen Sie
bestimmte Signalanteile (Regler nach oben ziehen), die unter-
repräsentiert sind (LED leuchtet schwach).
+ Um Frequenzbereiche zu betonen, müssen Sie diese
nicht zwangsläufig anheben. Ebensogut können Sie die
übrigen Frequenzen etwas absenken (Regler nach unten
schieben). Damit vermeiden Sie, dass der interne
Signalpegel zu hoch wird und Sie bewahren sich so
wertvolle Dynamikreserven (Headroom).
4.2 Der digitale Effektprozessor
Ein besonderes Merkmal Ihres ULTRACOUSTIC sind die beiden
Multieffektprozessoren, die völlig unabhängig voneinander in
beiden Kanälen arbeiten. Jedes Effektmodul bietet Ihnen
insgesamt 16 verschiedene Programme, die in vier Kategorien
unterteilt sind.
s Zum Ein- und Ausschalten der Effekte drücken Sie einfach
den IN/OUT-Taster am Gerät oder am Fußtaster.
s Wählen Sie ein Programm durch Drehen des FX SELECT-
Reglers . Diese Tabelle gibt Ihnen einen Überblick:
Chamber Decay
Room Decay
Hall Decay
Concert Decay
Chorus Depth
Flanger Depth
Phaser Speed
Tremolo Speed
Chorus / Delay 400 ms Delay Level
Flanger / Delay 400 ms Delay Level
Chorus / Delay 300 ms Delay Level
Flanger / Delay 300 ms Delay Level
Delay 80 ms Feedback
Delay 300 ms Feedback
Delay 400 ms Feedback
Delay 500 ms Feedback
Tab. 4.1: Effektprogramme
s Mit dem FX LEVEL-Regler machen Sie den Effekt
hörbar.
s Verändern Sie den Effekt mit dem PARAMETER-Regler
(nur beim ACX1800).
Die Reverb-Presets sind Halleffekte, die das Nachhallverhalten
verschieden großer Räume nachbilden. Mit dem PARAMETER-
Regler ist die Nachhallzeit (Decay) regelbar.
1 CHAMBER simuliert die typische Charakteristik eines
Studioraums. Dieser Effekt eignet sich immer dann, wenn
Sie einen unauffälligen Hall benötigen, der das Signal
lebendiger machen soll.
2 ROOM: Ein Raum mittlerer Größe, bei dem man deutlich
die Wandreflexionen hört.
3 HALL: Simulation eines lebendigen, stark reflektierenden
Saals.
4 CONCERT simuliert den langen, dichten Nachhall eines
großen Konzertsaals.
Hier finden Sie vier verschiedene Modulationseffekte, die auf
unterschiedliche Arten erzeugt werden. Regelbar sind Depth
(Modulationstiefe) bzw. Speed (Geschwindigkeit der Modulation).
5 CHORUS verleiht Gitarrensignalen mehr Fülle und Breite.
Erreicht wird dies durch eine modulierte Zeitverzögerung des
Eingangssignals.
6 FLANGER: Ein beliebter Gitarreneffekt, der durch die
konstante Modulation der Tonhöhe erreicht wird.
7 PHASER: Der Phaser klingt unauffälliger als der Flanger.
Der Effekt wird durch die Überlagerung eines phasen-
verschobenen Effektsignals mit dem Eingangssignal erzielt.
8 TREMOLO: Eine mehr oder weniger schnelle, intensive
Variation der Lautstärke.
Hier gibt es einige Dualeffekte, die Chorus bzw. Flanger mit einem
Delay kombinieren. Die Lautstärke des Delay-Effektes ist beim
ACX1800 einstellbar.
9 CHORUS/DELAY mit einer Delay-Zeit von 400 ms.
10 FLANGER/DELAY mit langer Delay-Zeit (400 ms)
11 CHORUS/DELAY mit kürzerer Delay-Zeit (300 ms).
12 FLANGER/DELAY mit einer Delay-Zeit von 300 ms.
Verzögerungseffekte mit verschieden langen Delay-Zeiten.
Der Parameter Feedback regelt die Anzahl der Wiederholungen.
13 Kurzes DELAY mit 80 Millisekunden (ms) Verzögerung.
14 Mittleres DELAY mit einer Delay-Zeit von 300 ms.
15 DELAY mit 400 ms Verzögerung.
16 Langes DELAY: Die Delay-Zeit beträgt 500 ms.