User manual

B. Freiflächenheizung
Unter Verwendung des Heizkabels Typ 61xx-30, 30 W / lfm, 5 mm
Um im Winter Gefahren und Behinderungen durch Schnee, Eisregen und Eisbildung in Außenbereichen wie
Treppen, Eingängen, Gehwegen, Garageneinfahrten, Rampen o.Ä. zu vermeiden, können diese Flächen mit
dem Heizkabel Typ 61xx-30 beheizt werden. So kommt es gar nicht erst zur Glättebildung, denn Schnee wird
nach Möglichkeit schon während des Schneefalls beseitigt.
Die Freiflächenheizung bietet somit nicht nur eine umfangreiche Arbeitserleichterung, sondern vor allem
Sicherheit durch den Einsatz in unmittelbarer Wohnhausnähe.
Das Heizkabel ist für die Verlegung im Estrich, Magerbeton, Mörtel- oder Sandbett geeignet. Der Ober-
flächenbelag richtet sich nach den Wünschen des Nutzers, z.B. Keramik, Sandstein usw.
Für ein optimales Abtauergebnis sollte je nach Lage und Art der zu beheizenden Fläche eine Heizleistung
von 250 bis 350 W/m
2
gewählt werden. Als Richtwert gilt eine Heizleistung von 300 W/m
2
.
Das Heizkabel ist möglichst nahe unterhalb der Belagsoberfläche zu verlegen.
Voraussetzung für die einwandfreie Funktion ist die fachgerechte Ausführung der Einbauarbeiten.
B.1. Verlegemöglichkeiten
Grundsätzlich muss der Untergrund den statischen Erfordernissen entsprechen, die Bestimmungen der VOB
und der DIN sind bei der Erstellung zu beachten. Um die Auswechselbarkeit der Thermostat-Fühler zu
sichern, ist es wichtig, Leerrohre dafür vorzusehen.
a) Aufbau einer Freiflächenheizung mit Estrichbelag
Auf der vorhandenen ausgehärteten Betonplatte wird das Heizkabel entsprechend des Verlegeplanes
ausgelegt und auf dem Untergrund befestigt. Der Kaltleiter wird seitlich am Heizkabel vorbei zum
Anschlusspunkt geführt. Zur besseren Haftung des Estrichs auf der Betonplatte empfiehlt es sich, diese
mit einer Zementschlämme einzustreichen, bevor das Heizkabel mit einer 3-5 cm dicken Estrichschicht
gleichmäßig überdeckt wird.
Sollte baulich bedingt eine stärkere Estrichschicht gefordert sein, wird zunächst die erste Schicht Estrich
aufgetragen und das Heizkabel darauf verlegt. Daran anschließend wird sofort die zweite Estrichschicht
aufgebracht, so dass das Heizkabel mind. 3 cm überdeckt ist (Nass-in-Nass-Verfahren).
Baudehnungsfugen im Untergrund sind auf den Estrich zu übertragen, um sicherzustellen, dass das
Heizkabel nicht über Dehnungsfugen geführt wird.