Instructions

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Das Gerät implementiert einen Sun RPC Port-Mapper auf TCP Port 111 und UDP Port 111 (siehe
RPC1183). Folgende Aufrufe stehen zur Verfügung: NULL, GET PORT und DUMP.
Auf TCP Port 1024 wird ein sehr einfaches VXI-11 Protokoll implementiert, das zur
Instrumentenerkennung ausreicht. Hier werden folgende Aufrufe unterstützt: CREATE LINK,
DEVICE_WRITE, DEVICE_READ und DESTROY_LINK.
Nach Herstellung der Verbindung werden alle weiteren Informationen vom Gerät ignoriert und es
wird lediglich der Identifizierungs-String wie bei einem “*IDN?” Befehl in folgender Form
ausgegeben:
‘Hersteller,Modell,Seriennr.,X.xx – Y.yy’
Zum Beispiel:
THURLBY THANDAR,PL601-P,279730,1.00 1.00
wobei ‘X.xx’ die Revisionsnummer der Main-Firmware und ‘Y.yy’ die Revisionsnummer der
Interface-Firmware angibt. Die Interface-Firmware ist über den USB-Port vom Benutzer vor Ort
aktualisierbar.
mDNS und DNS-SD Unterstützung
Multicast DNS bietet DNS-Dienste auch in Netzwerken ohne zentralen DNS-Server (oder DHCP-
Server). Dies vereinfacht die Einrichtung eines einfachen LAN mit sinnvollen Hostnamen anstelle
einer rohen IP-Adresse. Mit Service-Discovery können das Gerät und seine Dienste problemlos
identifiziert werden.
Die vom Gerät bereitgestellten Services sind http (_http._tcp) und lxi (_lxi._tcp).
VISA Resource-Name
Aufgrund der eingeschränkten Unterstützung für VXI-11(nur Discovery-Protokoll) muss das Gerät
im Zusammenhang mit Software, die über einen VISA Resource-Namen kommuniziert, anhand
seiner Raw-Socket-Information angesprochen werden. So würde z. B. ein Gerät mit der IP-Adresse
192.168.1.100 normalerweise den VISA Resource-Namen "TCPIP0::192.168.1.100::inst0::INSTR"
besitzen, der aber für dieses Gerät umgewandelt werden muss auf
"TCPIP0::192.168.1.100::9221::SOCKET", wobei 9221 der TCP-Port ist, der von diesem Gerät für
Steuerung und Überwachung verwendet wird (siehe unten).
XML Identifikationsdokument URL
Wie von der LXI Norm gefordert, stellt das Gerät ein „XML Identification Document“ bereit, das über
einen GET Befehl unter “http://<hostname>:80/lxi/identification” abgefragt werden kann. Es
entspricht dem LXI XSD Schema (siehe http://www.lxistandard.org/InstrumentIdentification/1.0) und
dem W3C XML Schema (http://www.w3.org/XML/Schema
). Dieses Dokument beschreibt das Gerät.
TCP Sockets
Das Gerät verwendet 2 Sockets auf TCP Port 9221 für die Gerätesteuerung und Überwachung.
An diesen Port werden die im Abschnitt „Fernsteuerbefehle“ beschriebenen Befehle gesendet. Die
Antwort erfolgt über den gleichen Port. Eine Zeichenkette muss aus einem oder mehreren
vollständigen Befehlen bestehen. Befehle können durch ein Semikolon (;) oder einen
Zeilenvorschub getrennt werden. Ein Trennzeichen ist nicht erforderlich, da der TCP Rahmen
vollständige Befehle enthält. Befehle können zwar mit Trennzeichen gesendet werden, dieses wird
jedoch ignoriert. Jeder Befehl über TCP verhält sich, als ob er mit einem Command Terminator
(ASCII Zeichen 0AH, Zeilenvorschub) abgeschlossen wurde.
LAN Fehler
Wenn nach Herstellung einer LAN Verbindung ein Fehler festgestellt worden ist (z. B. gleiche IP-
Adresse wie ein anderes Gerät im Netzwerk) blinkt das Display abwechselnd mit der normalen
Spannungsanzeige und LAn Err, bis der Fehler korrigiert worden ist. Bei Auftreten eines LAN
Fehlers muss die Gerätekonfiguration geprüft und ggf. korrigiert werden. Über einen versenkten
Schalter auf der Rückseite (LAN RESET) kann das Gerät mittels LAN Configuration Initialise (LCI)