User manual
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Ferngesteuerter Betrieb
Der QPX1200SP kann über RS232, USB, GPIB, LAN oder analoge Schnittstellen ferngesteuert
werden; der QPX600D besitzt lediglich analoge Schnittstellen.
Die USB-Fernbedienung funktioniert genauso wie bei einem RS232, nur wird stattdessen der
USB-Anschluss verwendet. Die mit dem Gerät gelieferte Software richtet den steuernden
Computer darauf ein, den USB-Anschluss als virtuellen COM-Port zu behandeln. Die
Anwendungssoftware auf dem Computer kann dann über den COM-Port auf das Gerät zugreifen.
Die LAN-Schnittstelle entspricht 1.4 LXI ( Lan eXtensions for Instrumentation) Core 2011. Eine
Fernsteuerung über die LAN-Schnittstelle ist über das TCP/IP Sockets Protokoll möglich. Das
Gerät enthält auch einen einfachen Web-Server mit Informationen zum Gerät, der die
Konfiguration von einem Web-Browser aus ermöglicht. Eine einfache Befehlszeilensteuerung
vom Browser aus ist ebenfalls möglich.
Die Analogfernsteuerung wird über das BUS-Menü aktiviert, doch werden die Funktionen
(V und/oder I) und die Skalierung im Menü „Zusatzfunktionen“ eingestellt (siehe
vorhergegangener Abschnitt).
Bus and Address Selection (Wahl von Bus und Adresse)
Drücken Sie SHIFT, BUS um die Bus-Klasse darzustellen – Digital (oder None bei
QPX1200S) oder
Analogue Remote. Die aktuelle Einstellung wird durch ein
angezeigt.
Die Bus-Klasse kann direkt durch Eingeben der Nummer (0 oder 1) neben der Klasse gewählt
werden, oder durch Auswahl des gewünschten Typs mit der JOG SET Steuerung; der gewählte
Bus wird durch eckige Klammern angezeigt [ ]. Drücken Sie OK, um die Bus-Klasse zu wählen.
Sie können die Auswahl durch Drücken von ESCAPE jederzeit unverändert verlassen, sofern
noch nicht OK gedrückt wurde.
Wurde Analogue Remote gewählt, kehrt das Gerät nach Drücken auf OK zur normalen
Statusanzeige zurück.
Wurde
Digital gewählt, so werden nach Drücken auf OK die aktuelle Adresse der digitalen
Schnittstelle (
Address) und die Meldung Set Address with Jog gezeigt. Ändern Sie
die Adresse mit der JOG SET Steuerung. Nach Bestätigung durch Drücken auf OK kehrt das
Gerät zur normalen Statusanzeige zurück. Für den GPIB-Betrieb ist das Setzen der Adresse
unerlässlich, es kann aber mithilfe des Befehls ADDRESS? über eine beliebige andere
Schnittstelle schnell festgestellt werden, welches Gerät von einem bestimmten COM-Port (RS232
oder USB) bzw. TCP-Socket (LAN) gesteuert wird. Beachten Sie, dass die LAN-Schnittstelle
auch eine getrennte ‚Identifizierungsfunktion’ besitzt, die von den Webseiten des Geräts aus
zugänglich ist und zu einem Blinken der Geräteanzeige führt, bis diese Funktion wieder
deaktiviert wird.
Wurde die Analogeinstellung gewählt, so kann das Gerät über die digitalen Schnittstellen
abgefragt werden, eine Änderung der Einstellungen ist jedoch nicht möglich.
Sperren der Schnittstellen (Nur QPX1200SP)
Alle Remote-Schnittstellen sind jederzeit aktiviert; dadurch braucht die aktive Schnittstelle nicht
speziell gewählt werden und die LAN-Schnittstelle steht stets zur Verfügung (siehe LXI
Spezifikation). Damit das Gerät nicht versehentlich gleichzeitig von zwei Schnittstellen gesteuert
wird, enthält der Befehlssatz einen einfachen Sperr- und Freigabemechanismus. Die Sperrung
wird automatisch aufgehoben, wenn eine Trennung festgestellt werden kann oder wenn die Taste
„LOCAL“ gedrückt wird. Der Zugriff auf die Schnittstellen kann auch über die Webseiten
beschränkt werden.
Jede Schnittstelle kann durch Senden des Befehls „IFLOCK“ eine exklusive Steuerung des
Geräts anfordern. Die Sperre wird nur aufgehoben, wenn der Befehl „IFUNLOCK” von der aktuell
gesperrten Schnittstelle gesendet wird. Andere Schnittstellen können den Schnittstellen-Status
mit dem Befehl „IFLOCK?” abfragen. Die Antwort auf diese Befehle lautet „-1” wenn die Sperre
bereits von einer anderen Schnittstelle in Anspruch genommen wird, „0” wenn die Schnittstelle
frei ist und „1” wenn die die fragende Schnittstelle bereits gesperrt ist. Wird ein Befehl von einer










