Operation Manual

Steuern von Effektänderungen mithilfe der Keyframe-Interpolation
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Wissenswertes über Interpolation
Ändern der Keyframe-Interpolationsmethode
Steuern der Verlaufsänderung mithilfe der Bézier-Keyframe-Interpolation
Optimieren der Effektgeschwindigkeit
Wissenswertes über Interpolation
Interpolation bezeichnet den Prozess, bei dem Datenlücken zwischen zwei bekannten Werten ausgefüllt werden. Bei digitalem Video und Film
heißt dies in der Regel, dass zwischen zwei Keyframes neue Werte generiert werden. Wenn zum Beispiel ein Grafikelement (z. B. ein Titel)
fünfzig Pixel im Bildschirm nach links verschoben werden soll und dies innerhalb von 15 Frames vonstatten gehen soll, legen Sie die Position der
Grafik im ersten und 15. Frame fest und markieren diese beiden Frames als Keyframes. Die Software übernimmt dann die Interpolation der
dazwischen befindlichen Frames, um die Bewegung gleichmäßig erscheinen zu lassen. Bei der Interpolation werden alle Frames zwischen zwei
Keyframes generiert, weshalb dieser Vorgang auch als Tweening bezeichnet wird. Die Interpolation zwischen Keyframes kann zum Animieren von
Bewegung, für Effekte, Audiopegel, Bildanpassungen, Transparenz, Farbänderungen und viele andere visuelle und akustische Elemente
verwendet werden.
Zeitliche Interpolation Wendet die ausgewählte Interpolationsmethode auf Bewegungsänderungen an. Sie können die zeitliche Interpolation
beispielsweise verwenden, um festzustellen, ob sich ein Objekt auf einem Bewegungspfad gleichmäßig bewegt oder ob es beschleunigt. Die
zeitliche Interpolation von Keyframes kann in Premiere Pro nur auf wenige Effekte angewendet werden.
Räumliche Interpolation Wendet die ausgewählte Interpolationsmethode auf Änderungen der Form an. Sie können die räumliche Interpolation
beispielsweise verwenden, um festzustellen, ob Ecken abgerundet oder gewinkelt sein sollen. Die räumliche Interpolation kann in Premiere Pro auf
die Keyframes vieler Effekte angewendet werden.
Ein Video-Lernprogramm von Jeff Schell zum Verwenden von zeitlicher und räumlicher Interpolation finden Sie auf der DigitalMedia Net-Website
unter Der Malen animieren-Videoeffekt in Premiere Pro CS3.
In diesem Video-Lernprogramm auf der Creative COW-Website zeigt Andrew Devis das Schwenken und Zoomen sowie die Verwendung des
Eckpunkteffekts.
Die beiden häufigsten Interpolationstypen sind die lineare Interpolation und die Bézier-Interpolation. Sie können abhängig von der Art der
gewünschten Änderung eine beliebige Interpolation anwenden.
Lineare Interpolation Hierbei wird ein gleichmäßiger Übergang von einem Keyframe zum anderen erzeugt, wobei jeder dazwischen liegende
Frame einen gleichen Anteil des geänderten Werts erhält. Durch lineare Interpolation erstellte Änderungen beginnen und enden abrupt und
entwickeln eine konstante Rate zwischen den Keyframes.
Bézier-Interpolation Hiermit kann die Änderungsrate anhand der Bézier-Kurveform beschleunigt oder verlangsamt werden. Ein Beispiel ist die
langsame Beschleunigung im ersten und anschließend eine allmähliche Verlangsamung im zweiten Keyframe.
Ändern der Keyframe-Interpolationsmethode
Durch Ändern und Anpassen der Keyframe-Interpolation können Sie Änderungen in Ihren Animationen präziser steuern. Sie können entweder
einen Interpolationstyp aus dem Kontextmenü wählen oder einen Keyframe-Typ direkt ändern, indem Sie den Keyframe oder die Griffpunkte
manuell anpassen.
Hinweis: Sie können auch die Befehle „Langsam einschwenken“ und „Langsam ausschwenken“ verwenden, um die Keyframe-Interpolation
schnell anzupassen.
Ändern der Keyframe-Interpolation für die Positionseigenschaft des Bewegungseffekts
A. Linear-geometrischer Keyframe B. Automatische Bézier-Interpolation C. Gleichmäßige Bézier-Interpolation
1. Führen Sie einen der folgenden Schritte aus:
Klicken Sie im Effekteinstellungsfenster mit der rechten Maustaste auf einen Keyframe-Marker.