Operation Manual
Sequenzvorgaben und -einstellungen
Alle Sequenzeinstellungen finden auf die gesamte Sequenz Anwendung. Die meisten der Einstellungen können nicht mehr geändert werden,
nachdem eine Sequenz erstellt wurde.
Beim Erstellen einer Sequenz können Sie eine der Standardsequenzvorgaben wählen. Sie können auch eine Gruppe von Einstellungen anpassen
und die Gruppe als benutzerdefinierte Vorgabe für Sequenzeinstellungen speichern. Wenn Sie vollständige Kontrolle über nahezu alle Parameter
der Sequenz haben möchten, starten Sie eine neue Sequenz und passen Sie deren Einstellungen entsprechend an.
Wenn Sie mit der Arbeit in einer Sequenz bereits begonnen haben, können Sie die Sequenzeinstellungen anzeigen, jedoch nur einige davon
ändern. Wählen Sie „Sequenz“ > „Projekteinstellungen“, um die Einstellungen anzuzeigen, die Sie ändern können.
Beim Erstellen einer Sequenz wird das Dialogfeld „Neue Sequenz“ geöffnet. Das Dialogfeld „Neue Sequenz“ weist die folgenden drei
Registerkarten mit jeweils verschiedenen Einstellungen auf: Sequenzvorgaben, Allgemein, Spuren.
Andrew Devis demonstriert in diesem Video-Lernprogramm auf der Creative COW-Website, wie Sie eine Sequenz mit Einstellungen erstellen, die
denen eines Filmmaterialteils entsprechen.
Von Robbie Carman erfahren Sie, wie Sequenzeinstellungen angepasst werden müssen, um Rendervorgänge zu beschleunigen; sehen Sie sich
dazu dieses Video-Lernprogramm an.
FAQ: „How do I choose the right sequence settings?“ (Wie wähle ich die richtigen Sequenzeinstellungen aus?)
Sequenzvorgaben Optionen
Verfügbare Vorgaben sind Gruppen von Sequenzeinstellungen. In Premiere Pro sind bereits verschiedene Kategorien von
Sequenzeinstellungsvorgaben installiert: AVC-Intra, AVCHD, Digital SLR, DV-24p, DV-NTSC (nordamerikanische Norm), DV-PAL (europäische
Norm), DVCPRO50, DVCPROHD, HDV, Mobilgeräte, XDCAM EX, XDCAM HD422 und XDCAM HD. Diese Vorgaben enthalten die korrekten
Einstellungen für die gängigsten Arten von Sequenzen. Verwenden Sie die Sequenzeinstellungsvorgaben AVC-Intra, DVCPRO50 und
DVCPROHD, wenn Sie AVC-Intra- oder DVCPRO-Material bearbeiten möchten, das mit Panasonic P2-Videokameras aufgenommen wurde.
Verwenden Sie für im Panasonic P2-Format aufgenommenes DV25-Material eine Voreinstellung für DV-NTSC oder DV-PAL, je nach
Fernsehstandard des Filmmaterials.
Weitere Informationen zu internationalen TV-Standards finden Sie im Video-Lernprogramm Digital Video Principles - Video standards auf
lynda.com.
Hinweis: In der Testversion von Premiere Pro fehlen eine Reihe von Sequenzvorgaben. Siehe Premiere Pro Demo-Versionen. Dies gilt nicht für
Premiere Pro CS5.5, da hier alle Codecs der Vollversion enthalten sind, sodass Benutzer der Testversion jede Datei importieren können, die mit
der Vollversion importiert werden kann.
Allgemeine Einstellungen (CS5) – Einstellungen (CS5.5 und höher)
Die Einstellungen auf der Registerkarte „Allgemein“ des Dialogfelds „Neue Sequenz“ steuern die grundlegenden Merkmale der Sequenz. In
Premiere Pro CS5.5 und höher heißt diese Registerkarte „Einstellungen“.
Wählen Sie die allgemeinen Einstellungen entsprechend den Spezifikationen des für das Projekt gewünschten Ausgabetyps. Wenn beispielsweise
die Zielausgabe DV NTSC ist, müssen Sie den DV NTSC-Bearbeitungsmodus verwenden. Eine willkürliche Änderung dieser Einstellungen führt
häufig zu einer verminderten Qualität.
Bearbeitungsmodus Dieser legt folgende Merkmale fest:
Das Videoformat für Vorschaudateien und Wiedergabe
Die verfügbaren Timebases
Die im Videoeinstellungsfenster angezeigten Komprimierungsmethoden
Die verfügbaren Anzeigeformate
Wählen Sie einen Bearbeitungsmodus, der am besten mit den Spezifikationen Ihres Zielformat, Ihrer Vorschauanzeige oder Aufnahmekarte
übereinstimmt.
Beachten Sie, dass durch den Bearbeitungsmodus nicht das Format Ihres späteren Films bestimmt wird. Die Ausgabeeinstellungen geben Sie an,
wenn Sie den Export durchführen.
In Premiere Pro CS5 können Sie im Desktop-Bearbeitungsmodus alle anderen Sequenzeinstellungen anpassen. In Premiere Pro CS5.5 und höher
heißt dieser Bearbeitungsmodus „Benutzerdefiniert“.
DV-Videodaten und DV-Audiodaten verwenden standardisierte Einstellungen, die automatisch festgelegt werden, wenn Sie einen DV-
Bearbeitungsmodus auswählen. Wenn Sie in einem DV-Bearbeitungsmodus arbeiten, sollten Sie die Einstellungen „Timebase“, „Framegröße“,
„Pixel-Seitenverhältnis“, „Halbbilder“ und „Samplerate“ nicht ändern.
Hinweis: (Nur Windows) Um auf den unkomprimierten UYVY 422-8-Bit-Codec oder den V210 10-Bit-YUV-Codec zuzugreifen, wählen Sie als
Bearbeitungsmodus „Desktop“ aus.
Timebase Gibt die Zeiteinteilungen an, die in Premiere Pro zur Berechnung der einzelnen Schnittpunkte verwendet werden. Im Allgemeinen
wählen Sie 24 für die Bearbeitung von Kinofilmen, 25 für PAL- (europäische Norm) und SECAM-Videos und 29,97 für NTSC-Videos
(nordamerikanische Norm. Die Framerate des Videos, das Sie aus Sequenzen abspielen oder exportieren, ist nicht mit dessen Timebase
identisch. Allerdings werden Timebase und Framerate häufig auf denselben Wert eingestellt. Die für die Timebase angezeigten Optionen variieren
je nach ausgewähltem Bearbeitungsmodus.