Operation Manual

Table Of Contents
bestehenden Sequenz vornehmen.
Wenn Sie DV-24p-Filmmaterial in einer Sequenz bearbeiten, indem Sie einer der DV-NTSC-Standardvorgaben von Premiere Pro nutzen,
verwendet Premiere Pro ein 24p-DV-Pulldown-Schema, um das Material in Interlaced-Videodaten mit 29,97 fps für die Wiedergabe auf NTSC-
Standardgeräten zu konvertieren. Sie können diese Methode z. B. verwenden, um Ihren DV-24p-Film für das Mastering auf Band oder für die
Ausstrahlung in ein NTSC-Standardformat zu exportieren.
Wenn Sie 24p-Filmmaterial in einer Sequenz bearbeiten, die auf einer der DV-24p-Vorgaben basiert, arbeitet Premiere Pro standardmäßig mit
dem 24p-Pulldown-Schema, damit das Videomaterial für die Wiedergabe auf 24p-NTSC-Geräten exportiert werden kann. Auf diese Weise können
Sie den Film in einem 24p-Format in eine Datei exportieren. Sie können diese Methode z. B. verwenden, wenn Sie Ihren Film auf eine DVD
exportieren möchten, um ihn auf DVD-Playern und Fernsehbildschirmen wiederzugeben, die 24p-Formate unterstützen.
Sie können einen 24p-Film mit Adobe Media Encoder aus Premiere Pro nach Adobe Encore exportieren. Sie können den Film in Encore öffnen,
Ihre DVD erstellen und das Projekt anschließend als 24p MPEG-2-Stream mastern und brennen. Die fertige DVD weist auf 480p-fähigen DVD-
Playern und Fernsehern (Progressive Scan) keine Interlacing-Fehler auf. Eine andere Möglichkeit besteht darin, das DV-24p-Projekt in ein Format
zu exportieren (z. B. Sequenzen mit Standbildern), das für die Übertragung in Filmdaten geeignet ist.
Hinweis: Premiere Pro akzeptiert 24p- und 24Pa-Filmmaterial nur von Kameras, die diese Schemas verwenden.
Nicht alle 24p-Quellmedien besitzen bzw. benötigen einen Pulldown. Viele neue Formate sind 24 progressiv-nativ (24pn). Für die Kompatibilität mit
30 fps-Video wird kein Pulldown-Schema angewendet. Manche P2-Formate, alle XDCAM- und XDCAM-EX-Formate sowie die meisten AVCHD-
24p-Formate sind progressiv-nativ.
3:2- und 24Pa-Pulldown
Bei der Übertragung von 24-fps-Film in 29,97-fps-Video wenden Sie ein Verfahren an, das als 3:2-Pulldown bezeichnet wird. Hierbei werden die
Filmframes nach sich wiederholendem 3:2-Muster über die Videohalbbilder verteilt. Der erste Frame des Films wird in Halbbild 1 und 2 des ersten
Videoframes kopiert und außerdem in Halbbild 1 des zweiten Videoframes. Der zweite Frame des Films wird dann über die nächsten zwei
Halbbilder des Videos verteilt Halbbild 2 des zweiten Videoframes und Halbbild 1 des dritten Videoframes. Dieses 3:2-Muster wird wiederholt, bis
vier Filmframes über fünf Videoframes verteilt wurden, und dann erneut angewendet.
Das Ergebnis des 3:2-Pulldown sind ganze Frames, (dargestellt durch W) und Split-Halbbild-Frames, (dargestellt durch S). Die drei ganzen
Videoframes enthalten zwei Halbbilder aus demselben Filmframe. Die übrigen zwei Split-Halbbild-Frames enthalten einen Videoframe aus zwei
verschiedenen Filmframes. Die beiden Split-Halbbild-Frames liegen immer nebeneinander.
Die Phase des 3:2-Pulldown bezieht sich auf den Punkt, an dem die beiden Split-Halbbild-Frames in den ersten fünf Frames des Filmmaterials
liegen. Die Phase ist das Ergebnis zweier Konvertierungen während des 3:2-Pulldown: 24-fps-Film wird in 30-fps-Video konvertiert, vier Frames in
24-fps-Film werden jeweils über fünf Frames in 30(29,97)-fps-Video verteilt. Der Film wird zunächst um 0,1 % verlangsamt, um die Differenz
zwischen 29,97 fps und 30 fps auszugleichen. Dann wird jeder Filmframe nach einem bestimmten Muster wiederholt und mit Videohalbbildern
gepaart.
Wenn Sie einen 3:2-Pulldown auf Footage anwenden, wird ein Frame des Films (A) in zwei oder drei Interlaced-Video-Halbbilder separiert (B), die
in Videoframes mit jeweils zwei Halbbildern gruppiert werden.
Damit hinzugefügte Effekte perfekt mit der Original-Framerate des Films synchronisiert werden können, müssen Sie den 3:2-Pulldown bei
Videomaterial, das ursprünglich auf Film aufgenommen wurde, wieder rückgängig machen. Wenn Sie den 3:2-Pulldown entfernen, wird die
Framerate um 1/5 reduziert: von 30 auf 24 fps bzw. von 29,97 auf 23,976 fps. Die Reduzierung der Framerate führt dazu, dass weniger zu
ändernde Frames vorhanden sind.
Premiere Pro unterstützt auch den Panasonic DVX100 24p DV-Kamera-Pulldown, der als 24p Advance (24Pa) bezeichnet wird. Dieses Format
wird von einigen Kameras zur Erfassung von Progressive-Scan-Bildern mit 23,976 fps auf DV-Bändern verwendet.
Chris Meyer stellt Links zu Ressourcen für Pulldown zur Verfügung, und zwar in diesem Artikel auf der ProVideo Coalition-Website.
Erstellen einer 24p-Sequenz
1. Wählen Sie „Datei“ > „Neu“ > „Sequenz“.
2. Wählen Sie aus der Liste „Verfügbare Vorgaben“ auf der Registerkarte „Sequenzvorgaben“ die 24p-Vorgabe aus, die dem Frame-
237