Operation Manual

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Hinweis:
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Ebenencache-Indikatoren
Speicheranforderungen für Ausgabedateien
Ermitteln Sie anhand der folgenden Formel, wie viel MB Arbeitsspeicher (RAM) erforderlich sind, um einen
nicht komprimierten Frame mit voller Auflösung zu speichern:
(Höhe in Pixel) x (Breite in Pixel) x (Bit pro Kanal) / 2.097.152
Der Wert 2.097.152 ist ein Konvertierungsfaktor, der die Byte pro Megabyte (2
20
), die Bit pro Byte
(8) und die Kanäle pro Pixel (4) berücksichtigt.
Nachstehend werden einige Beispiele für Frame-Größen und Speicheranforderungen in Megabyte (MB) pro
Frame genannt:
DV NTSC (720x480)-Frame in einem Projekt mit 8 Bit pro Kanal: 1,3 MB
D1/DV PAL (720x576)-Frame in einem Projekt mit 8 Bit pro Kanal: 1,6 MB
HDTV (1920x1080)-Frame in einem Projekt mit 16 Bit pro Kanal: 16 MB
4K Digital Cinema (4096x2304)-Frame in einem Projekt mit 32 Bit pro Kanal: 144 MB
Da Video in der Regel durch die Kodierung beim Rendern der Endausgabe komprimiert wird, können Sie den
für einen einzelnen Frame erforderlichen Arbeitsspeicher nicht einfach mit der Framerate und
Kompositionsdauer multiplizieren, um den Festplattenspeicher zu ermitteln, den Sie zur Speicherung des
fertigen Films benötigen. Durch eine solche Berechnung erhalten Sie jedoch einen Richtwert bezüglich des
u. U. maximal erforderlichen Speicherplatzes. Für eine Sekunde (ca. 30 Frames) eines unkomprimierten
Standard Definition 8-Bit-Videos sind etwa 40 MB erforderlich. Ein abendfüllender Film mit einer solchen
Datenrate würde einen Speicherplatz von mehr als 200 GB benötigen. Selbst mit DV-Kompression, wodurch
die Dateigröße auf 3,6 MBit/s Video reduziert wird, sind damit für einen typischen abendfüllenden Film immer
noch mehr als 20 GB erforderlich.
Für ein Spielfilmprojekt ist es aufgrund der höheren Farbtiefe, der größeren Frames und der deutlich
geringeren Kompressionsverhältnisse nicht ungewöhnlich, dass zum Speichern des Footage und der
gerenderten Filme sogar Terabytes für die Speicherung erforderlich sind.
Caches: RAM-Cache, Disk-Cache und Medien-Cache
Beim Arbeiten an einer Komposition speichert After Effects einige der gerenderten Frames und Quellbilder
zeitweise im RAM, um die Vorschau und Bearbeitung zu beschleunigen. Frames, die schnell gerendert
werden können, werden in After Effects nicht zwischengespeichert. Die Frames verbleiben unkomprimiert im
Bildcache.
In After Effects werden auch Footage-Elemente und die einzelnen Ebenen zwischengespeichert, um eine
schnellere Vorschau zu ermöglichen. Veränderte Ebenen werden während der Vorschau gerendert und
unveränderte Ebenen werden aus dem Bildcache kombiniert.
Wenn der RAM-Cache voll ist, werden bereits zwischengespeicherte Frames durch neue
zwischengespeicherte Frames ersetzt. Wenn Sie Frames für eine Vorschau kompilieren, fügt After Effects
dem Bildcache keine weiteren Frames hinzu, wenn er voll ist, sondern beginnt, diese in den RAM-Cache zu
spielen.
Grüne Balken im Zeitlineal des Zeitleisten-, Ebenen- und Footagefensters kennzeichnen Frames, die im RAM
zwischengespeichert sind. Blaue Balken im Zeitleistenfenster kennzeichnen Frames, die auf der Festplatte
zwischengespeichert sind.
Ebenencache-Indikatoren ermöglichen die frameweise Visualisierung von
Frames im Cache. Dies ist nützlich, wenn Sie bestimmten möchten, welche Ebenen einer Komposition sich
im Cache befinden.
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