Operation Manual
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Weißwert, Schwarzwert
3D-Kanal
Z-Tiefe
Hinweis:
Über 3D-Kanal-Effekte lassen sich die Kanäle – z. B. ein Tiefen-Kanal – in OpenEXR-Dateien nutzen, sofern die Kanäle mit Tags versehen
wurden. Im Unterschied zu einigen anderen Formaten, wie RPF, bei denen ein bestimmter Satz von Kanälen immer bestimmten Eigenschaften
einer Szene zugeordnet ist, handelt es sich beim OpenEXR-Format um eine willkürliche Zusammenstellung von Kanälen ohne spezifische
Bedeutung. Die Kanäle R, G, B und A sind für die Darstellung von Rot-, Grün-, Blau- und Alpha-Werten reserviert, die übrigen Kanäle können
jedoch für beliebige andere Eigenschaften eingesetzt werden. Um die Namen von Kanälen bestimmten Werten zuzuordnen, damit eine Nutzung
bei anderen Effekten möglich ist, können Sie eine Datei mit der Bezeichnung „OpenEXR_channel_map.txt“ einsetzen. Wenn diese Datei im selben
Ordner abgelegt ist wie das Plug-in für das OpenEXR-Format, verwendet das OpenEXR-Plug-in die in der Datei enthaltenen Informationen, um
Kanäle beim Importieren einer OpenEXR-Datei mit Tags zu versehen.
After Effects enthält keine Datei „OpenEXR_channel_map.txt“, Sie können die Datei jedoch als Teil des ProEXR-Pakets von der fnord software-
Website herunterladen. Zur Beispieldatei „OpenEXR_channel_map.txt“, die auf der Website von fnord software zur Verfügung steht, gehört auch
Dokumentation mit einer Beschreibung der Einsatzmöglichkeiten.
Das ProEXR-Paket von der fnord software-Website enthält außerdem das Plug-in ProEXR Comp Creator. Mit diesem Plug-in haben Sie die
Möglichkeit, aus jedem der Kanäle einer OpenEXR-Datei eine Ebene zu erstellen. Die Ebenen können beispielsweise die Ausgabe einer Serie von
Rendering-Durchläufen aus einer 3D-Anwendung darstellen.
ProEXR-Plug-ins, IDentifier und EXtractoR
Die in After Effects integrierten Plug-ins EXtractoR und IDentifier von fnord software bieten Zugriff auf mehrere Ebenen und Kanäle von
OpenEXR-Dateien.
Dokumentation zu den ProEXR-Plug-ins von fnord software steht als PDF-Dokument auf der fnord software-Website zur Verfügung. Dieses
Dokument enthält auch Links zu einer EXR-Beispieldatei mit mehreren Kanälen sowie zu einem After Effects-Projekt, in dem diese Datei zum
Einsatz kommt. Die im Dokument von fnord software enthaltene Anleitung zum Entfernen der OpenEXR-Plug-ins gilt nicht für After Effects CS5.
Effekt „3D-Kanal extrahieren“
Mit dem Effekt „3D-Kanal extrahieren“ können Hilfskanäle als Graustufen- oder Mehrkanalfarbbilder sichtbar gemacht werden. Die resultierende
Ebene können Sie dann als Steuerungsebene für andere Effekte verwenden. So können Sie beispielsweise die Tiefeninformationen aus einer
Bilddatei mit 3D-Kanal extrahieren und diese dann als Einflussmatrix im Effekt „Partikelsimulation“ verwenden, oder Sie extrahieren Werte aus
dem Kanal „Uneingeschränktes RGB“ und erstellen damit eine Matte, die leuchtende Lichter erzeugt.
Um die 3D-Kanalwerte eines Pixels im Infofenster anzuzeigen, wenden Sie den Effekt „3D-Kanal extrahieren“ an, wählen Sie den Kanal im
Effektfenster im Menü „3D-Kanal“ aus und klicken Sie dann bei aktiviertem Effekt im Kompositionsfenster oder im Ebenenfenster mit dem
Auswahl-Werkzeug auf das Pixel.
Dieser Effekt funktioniert mit dem 8-Bit-Farbmodus.
Original (links) nach Anwendung des Effekts „3D-Kanal extrahieren“ bei aktivierter Option „UV-Struktur“ (rechts)
Der Wert, der reinem Weiß bzw. reinem Schwarz entspricht.
Der Kanal, der aus dem 3D-Bild extrahiert werden soll:
Stellt den Abstand eines bestimmten schattierten Pixels von der Kamera dar. Weiß stellt den größten Abstand dar, während
schwarze Pixel der Kamera am nächsten sind. In After Effects können diese Informationen z. B. beim Effekt „Tiefenschärfe abmildern“ zum
Generieren von Tiefenschärfeeffekten genutzt werden. Wenn Sie den Kanal direkt als Luminanz-Matte anwenden, erzeugen Sie einen
Nebeleffekt. Dieser Kanal ist geglättet (durch Antialiasing).
Die besten Ergebnisse erzielen Sie, wenn Sie die Einstellungen „Weißpunkt“ und „Schwarzpunkt“ für den Effekt mit den Nah- und
Ferneinstellungen der Kamera in der 3D-Anwendung abgleichen, mit der das 3D-Bild erstellt wurde.
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