Operation Manual

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Um bestehende Eigenschaftenwerte zu verstärken, wenden Sie den Operator „Addieren“ mit positiven Werten oder den Operator
„Multiplizieren“ mit Werten über 1,0 an. Um Änderungen an Eigenschaftswerten zu dämpfen (abzuschwächen), wenden Sie den Operator
„Multiplizieren“ mit Werten im Bereich von 0,0 bis 1,0 an.
Steuerungsebenen für die Partikelsimulation
Beim Effekt „Partikelsimulation“ können Sie Partikeleigenschaften, beispielsweise die Deckkraft, über Steuerungsebenen festlegen. Allgemeine
Informationen zum Erstellen und Verwenden von Steuerungsebenen finden Sie unter Ebenenübergreifende Effekte und Steuerungsebenen.
Unabhängig von der Farbtiefe des als Steuerungsebene ausgewählten Bildes wird für den Effekt „Partikelsimulation“ der dazugehörige rote, grüne
und blaue Kanal so verwendet, als wäre jeder Kanal ein 8-Bit-Graustufenbild. Wenn Sie eine Steuerungsebene mit Farben erstellen, können die
Helligkeitswerte der einzelnen RGB-Farbkanäle von den Eigenschaftsgruppen „Eigenschaftsabbildungen“ des Effekts „Partikelsimulation“ separat
extrahiert werden.
Über den Alphakanal in der Steuerungsebene werden die Farbwerte der Steuerungsebene geändert, bevor die Pixelwerte der Steuerungsebene
durch den Effekt „Partikelsimulation“ verwendet werden. Bereiche, in denen der Alphakanal den Wert 0 hat (transparente Bereiche der
Steuerungsebene), wirken sich nicht auf die Partikelwerte aus. Bereiche, in denen der Wert für den Alphakanal größer als 0 ist (halbtransparente
und deckende Bereiche der Steuerungsebene), wirken sich proportional zum Wert des Alphakanals auf den Partikelwert aus. Wenn Sie die
Eigenschaftsgruppen für dauerhafte und vorübergehende Eigenschaftsabbildungen verwenden, beeinflusst der für die Min.- und Max.-
Einstellungen festgelegte Bereich auch den für einen Partikel angewendeten Wert.
Beim Effekt „Partikelsimulation“ können die Helligkeitswerte des roten, grünen und blauen Kanals in einem Bild separat extrahiert werden. Wenn
Sie unterschiedliche Ebenenmasken für diese Kanäle erstellen möchten, benutzen Sie ein Programm, in dem Sie einzelne Farbkanäle bearbeiten
können, z. B. Adobe Photoshop, und platzieren Sie dann jede Ebenenmaske durch Malen oder Einfügen in einem eigenen Kanal. Speichern Sie
die Steuerungsebene als RGB-Bild in einem Format, das Sie in After Effects importieren können. Da das Bild zur Verwendung als einzige
verborgene Ebene mit drei verschiedenen Ebenenmasken und nicht als sichtbare Bildebene erstellt wurde, sieht es bei der Anzeige im RGB-
Modus möglicherweise ungewöhnlich aus.
Wenn Sie bereits über drei separate Bilder verfügen, können Sie diese mithilfe des Effekts „Kanäle festlegen“ in einer einzigen RGB-Datei
zusammenfassen. Bei diesem Effekt lässt sich jedes Bild in einen eigenen Kanal innerhalb der kombinierten Datei laden, sodass diese als
RGB-Ebenenmaske verwendbar ist.
Verbessern der Leistung mit dem Effekt „Partikelsimulation“
Beachten Sie die folgenden Hinweise, wenn Sie mit dem Effekt „Partikelsimulation“ arbeiten:
Beim Erzeugen des Effekts „Partikelsimulation“ sollten Sie das Infofenster im Auge behalten, um herauszufinden, wie viele
Partikel erzeugt werden. Enthält ein Effekt mehr als 10.000 Partikel, kann es zu einer deutlichen Verlangsamung des
Rendervorgangs kommen. Wenn Sie feststellen, dass die Leistung beeinträchtigt wird, legen Sie für „Partikel pro Sekunde“
und/oder „Partikel senkrecht“ relativ niedrige Werte fest (im Bereich von 1 bis 100).
Bei der Raster- und der Ebenenexplosion werden Partikel in jedem Frame generiert. Möglicherweise ist die Anzahl der auf
diese Weise generierten Partikel für den erzeugten Effekt zu groß, was wiederum den Rendervorgang verlangsamt. Um eine
fortlaufende Partikelgenerierung zu vermeiden, animieren Sie die folgenden Eigenschaften, sodass sie mit der Zeit den Wert
Null annehmen: „Ebenenexplosion“, „Radius der neuen Partikel“, „Rasterradius“, „Partikelradius“ und „Schriftgröße“. Neue
Partikel werden daraufhin vom Effekt „Partikelsimulation“ nur am Anfang einer Sequenz generiert.
Wenn Sie den Effekt „Partikelsimulation“ auf eine Ebene anwenden, sind die Partikelpositionen nicht auf die Grenzen der
Ebene beschränkt. Um Partikel zu steuern, die Sie nicht sehen können oder die in der Nähe der Bildränder angezeigt werden,
müssen Sie eine Auswahlmaske oder eine Eigenschaftsabbildung verwenden, die größer als der Bereich der
Partikelsimulationsebene ist. Beachten Sie außerdem, dass After Effects den Alphakanal einer Bildmaske berücksichtigt. Wenn
Sie möchten, dass transparente Bereiche der Bildmaske die Partikel beeinflussen, müssen Sie eine Unterkomposition der
Maskenebene mit einer schwarzen Farbfläche dahinter erstellen.
Wenn Sie Halbbilder mit dem Effekt „Partikelsimulation“ rendern möchten, müssen Sie im Dialogfeld „Optionen“ der
Partikelsimulation die Option „Halbbilder rendern aktivieren“ auswählen. Die Simulation wird daraufhin vom Effekt
„Partikelsimulation“ bei doppelter Framerate der aktuellen Komposition berechnet; dies ist eine Voraussetzung für das Rendern
von Halbbildern.
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