Operation Manual
Animationseigenschaften der Körnung steuern können.
Ändern der Tonwerte hinzugefügter oder angepasster Körnung
Das präzise Körnungsmuster in einem Filmframe ist nicht in dem ganzen Frame einheitlich, sondern kann
sich je nach den Tonwerten des Inhalts der einzelnen Pixel ändern. Beispielsweise hängt bei der chemischen
Filmkörnung die Größe der Silberhalogenid-Kristalle von der Belichtungsdauer ab.
Mit den Effekten „Körnung hinzufügen“ und „Körnung anpassen“ können Sie diese feinen
Körnungsunterschiede in Bildern reproduzieren. Dazu verwenden Sie die Einstellungen „Schatten“,
„Mitteltöne“, „Glanzlichter“ und „Mittelpunkt“ in der Einstellungsgruppe „Anwendung“. Mit diesen Einstellungen
können Sie definieren, wie viel Körnung den einzelnen Tonwertbereichen und Kanälen eines Bildes
hinzugefügt wird. Sie können z. B. überbelichteten Bereichen des blauen Kanals mehr Körnung hinzufügen,
damit der abgebildete Himmel körniger wirkt.
Mit der für die Effekte „Körnung hinzufügen“ und „Körnung anpassen“ verfügbaren Einstellungsgruppe
„Anwendung“ können Sie Folgendes tun:
Wenn Sie bestimmen möchten, wie viel Körnung den einzelnen Tonwertbereichen im Bild
hinzugefügt wird, ändern Sie die Werte für „Schatten“, „Mitteltöne“ und „Glanzlichter“.
Wenn Sie den Mittelpunkt des Tonwertbereichs des Bildes definieren möchten, an der
sich die Körnungsanwendung orientieren soll, verschieben Sie den Regler für
„Mittelpunkt“. Der Standardwert dieses Reglers beträgt 0,5 und kennzeichnet die Mitte
des Pixelwertbereichs, also 127 bei 8-Bit-Bildern und 16384 bei 16-Bit-Bildern.
Mit den Einstellungen unter „Kanalbalance“ können Sie die Körnung in den Schatten,
Mitteltönen und Glanzlichtern für jeden Kanal einzeln anpassen.
Animieren einer hinzugefügten oder angepassten Körnung
Die Körnung oder Störung, die von den Effekten „Körnung hinzufügen“ und „Körnung anpassen“ erzeugt wird,
hat die gleiche Geschwindigkeit wie das Quellmaterial, damit das Ergebnis realistisch wirkt. Eine
Verlangsamung der Störung kann nützlich sein, um bestimmte ästhetische Effekte zu erzielen oder zu
vermeiden, dass die hinzugefügten Störungen zu auffällig wirken. Die beiden Effekte haben einen internen
Zufallsgenerator, der die Position der Störungspixel von Frame zu Frame ändert. Ferner können Sie das
Aussehen der Störung innerhalb eines Frames von Ebene zu Ebene ändern und dabei alle anderen
Parameter konstant halten.
Mit der für die Effekte „Körnung hinzufügen“ und „Körnung anpassen“ verfügbaren Einstellungsgruppe
„Animation“ können Sie Folgendes tun:
Wenn Sie die Framerate der hinzugefügten Körnung festlegen möchten, die ein
Vielfaches der Zielframerate ist, ändern Sie im Effektfenster in der Einstellungsgruppe
„Animation“ den Wert für „Animationsgeschwindigkeit“. Je höher der Wert für
„Animationsgeschwindigkeit“, desto niedriger die Lebensdauer der Körnung. Beim
Standardwert 1 bewegt sich die Körnung mit derselben Geschwindigkeit wie die Frames.
Bei niedrigeren Werten ändert sich die Körnung langsamer, wodurch Sie das
Erscheinungsbild von Filmkörnung erzeugen können. Bei 0 ist die Körnung im Zeitverlauf
stationär.
Wenn Sie zwischen den erzeugten Störungsframes durch Interpolation glatte Übergänge
erstellen möchten, aktivieren Sie „Fließend animieren“. Diese Einstellung hat nur eine
Wirkung, wenn für „Animationsgeschwindigkeit“ ein Wert kleiner als 1 eingegeben wurde.
Wenn sich das Aussehen der Störungen innerhalb desselben Frames von Ebene zu
Ebene ändern soll, ändern Sie den Wert für „Zufallsverteilung“. Jeder Wert für
„Zufallsverteilung“ repräsentiert eine von 100 möglichen Darstellungsvarianten. Eine
Änderung des Wertes bedeutet nicht, dass die Ergebnisse stärker oder weniger stark auf
dem Zufall beruhen.
Mischen und Ändern der Farbe einer hinzugefügten oder angepassten Körnung
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