Operation Manual
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Bewährte Anwendungsmöglichkeiten zur Erstellung von Text- und Vektorgrafiken für ein Video
Es kann vorkommen, dass ein Text, der bei der Erstellung auf dem Computerbildschirm gut aussieht, in der Endausgabe des Films wenig
zufriedenstellend ist. Diese Unterschiede können entweder durch das Abspielgerät oder durch das zur Kodierung des Films verwendete
Komprimierungsschema entstehen. Das gilt auch für andere Vektorgrafiken, wie zum Beispiel Formen in Formebenen. Dieselben Probleme
können auch bei Rasterbildern auftreten, werden allerdings häufiger durch die kleinen, scharfen Details von Vektorgrafiken verursacht.
Folgendes ist beim Erstellen und Animieren von Text- und Vektorgrafiken für ein Video zu beachten:
Die Vorschau des Films sollte immer auf dem Gerätetyp erfolgen, den später auch Ihre Zielgruppe zur Wiedergabe verwendet,
zum Beispiel auf einem NTSC-Videomonitor. (Siehe Anzeigen der Vorschau auf einem externen Monitor.)
Vermeiden Sie harte Farbübergänge, besonders von einer stark gesättigten Farbe zu ihrer Komplementärfarbe. Harte
Farbübergänge bereiten vielen Komprimierungsschemen beim Kodieren Schwierigkeiten. Dies gilt zum Beispiel für die
Komprimierungsschemen der MPEG- und JPEG-Standards. Diese Komprimierungsschemen können in der Nähe von harten
Farbübergängen visuelle Störungen verursachen. Dieselben harten Übergänge können beim analogen Fernsehen sowohl
Spikes außerhalb des zulässigen Signalbereichs als auch Rauschen verursachen.
Wenn Sie Text über beweglichen Bildern anordnen, achten Sie darauf, den Text mit einer kontrastreichen Kante zu versehen
(etwa mit einem Leuchten oder einem Strich), damit der Text auch dann noch lesbar ist, wenn sich dahinter Elemente mit
derselben Füllfarbe bewegen.
Vermeiden Sie dünne waagerechte Elemente, da diese aus dem Frame verschwinden können, wenn sie zufällig auf eine
gerade Halbbildzeile in einem ungeraden Feld oder umgekehrt fallen. Die Höhe des waagerechten Balkens beim
Großbuchstaben H zum Beispiel sollte mindestens drei Pixel betragen. Sie können waagerechte Elemente verstärken, indem
Sie die Schriftgröße vergrößern, den Fettschnitt (oder Faux Fett) verwenden oder eine Kontur anwenden. (Siehe Formatieren
von Zeichen und das Zeichenfenster.)
Wenn Text mit einer vertikalen Verschiebung animiert wird, z. B. beim Abspann, verschieben Sie den Text vertikal mit einer
Rate in Pixel pro Sekunde, die ein gerader Multiplikator der Feldrate für das Interlaced-Videoformat ist. Eine solche
Bewegungsrate verhindert eine Art Flirren, das bei einer Textbewegung auftreten kann, die zu den Halbbildzeilen
phasenverschoben ist. Für NTSC sind zum Beispiel 0, 119,88 und 239,76 Pixel pro Sekunde gute Werte und für PAL 0, 100
und 200 Pixel pro Sekunde.
Anwenden des automatischen Bildlaufs – Vertikale Animationsvorgabe in der Kategorie „Verhalten“ zur schnellen Erstellung eines vertikalen
Text-Crawls (z. B. eines Abspanns).
Zur Verhinderung des Flirrens, das vertikale Bewegungen, dünne grafische Elemente und Felder begleitet, können Sie
beispielsweise den Abspann als Abfolge von Textblöcken darstellen, die durch Übergänge wie zum Beispiel Deckkraft-Fadings
getrennt sind.
Erfreulicherweise können viele Probleme mit Text im Video und in komprimierten Filmformaten mit einer einzelnen Technik behoben werden:
Wenden Sie einfach den Effekt „Weichzeichnen“ auf die Textebene an. Eine geringfügige Unschärfe kann Farbübergänge weicher machen und
führt dazu, dass waagerechte Elemente ausgedehnt werden. Der Effekt „Halbbildflimmern reduzieren“ ist am besten geeignet, um das Flirren zu
reduzieren. Dieser Effekt wendet eine vertikale Richtungsunschärfe an, führt aber zu keiner horizontalen Weichzeichnung, sodass die Bildqualität
weniger beeinträchtigt wird als bei anderen Weichzeichnern.
Philip Hodgetts stellt auf der Creative COW-Website Tipps bereit, wie Sie beim Erstellen von Text oder Vektorgrafiken für Videomaterial die
besten Ergebnisse erzielen.
Skripte und Expressions zum Arbeiten mit Text
Christopher Green stellt auf seiner Website ein Skript (crg_Text_from_File.jsx) zur Verfügung, mit dem basierend auf den Inhalten einer Textdatei
eine oder mehrere Textebenen erstellt werden. Sie können entweder eine Textebene aus dem kompletten Text oder eine Ebene für jede Linie in
der Textdatei erstellen. Das Skript bietet zudem Optionen für den Zeilenabstand und andere Abstände.
Todd Kopriva stellt auf der Adobe-Website ein Beispielskript zur Verfügung, in dem die auf der Skriptoberfläche verfügbaren
Textformatierungsfunktionen beschrieben werden.
Salahuddin Taha hat auf der After Effects Scripts-Website ein Skript veröffentlicht, das die Eingabe von arabischem Text ermöglicht (von rechts
nach links).
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