Operation Manual
Hinweis:
Mit Farbmanagement passt After Effects standardmäßig Farben an, um die Gamma-Unterschiede zwischen Szenen- und Ausgabenfarbprofilen
automatisch an auszugleichen. (Siehe Gamma und Tonreaktion.)
Ein alternativer Ansatz zum Farbmanagement besteht darin, Farbtransformationen mithilfe von Farbtabellen (LUTs) manuell
anzuwenden. (Siehe Effekt „Farb-LUT zuweisen“.)
Vorteile von Farbmanagement
Das Farbmanagement bietet unter anderem folgende Vorteile:
Die Farben von importierten Bildern werden wie von den Erstellern beabsichtigt dargestellt.
Sie haben mehr Kontrolle über die Art und Weise der Farbmischung in Ihrem Projekt, von der Bewegungsunschärfe bis zum
Anti-Aliasing.
Die erstellten Filme werden auch auf anderen Geräten als Ihrem Computerbildschirm wie beabsichtigt dargestellt.
Wenn für Ihr Projekt das Farbmanagement nicht aktiviert ist, hängen die Farben Ihrer Komposition von den Farbeigenschaften Ihres Bildschirms
ab: Die sichtbaren Farben sind die von Ihrem Bildschirm auf der Grundlage der RGB-Werte in Ihren Footageelementen dargestellten Farben. Da
verschiedene Farbräume dieselben RGB-Werte für die Darstellung verschiedener Farben nutzen, kann es sein, dass die dargestellten und
kombinierten Farben von den vom Footage-Ersteller beabsichtigten Farben abweichen. Die Farben können sich sogar sehr stark von den
beabsichtigten Farben unterscheiden.
Durch die Festlegung eines Farbraums für das Projekt (Aktivierung des Farbmanagements) werden zwei Dinge erreicht:
Sie definieren einen gemeinsamen Farbraum für Kompositionen und andere Farbbearbeitungen.
Sie steuern die Darstellung von Farben in Ihrer Komposition.
Wenn ein Footageelement ein eingebettetes Farbprofil enthält (wenn das Footageelement z. B. eine Photoshop PSD-Datei ist), können die vom
Ersteller beabsichtigten Farben in Ihrer Komposition genau reproduziert werden. Das Farbprofil enthält die Informationen, anhand derer festgelegt
wird, wie die RGB-Werte in der Bilddatei in einen geräteunabhängigen Farbraum zu konvertieren sind. Mithilfe des Farbprofils des Monitors kann
dann bestimmt werden, welche RGB-Werte im Farbraum Ihres Bildschirms die für das Footageelement bestimmten Farben repräsentieren. Je
häufiger Sie Footageelemente mit vielen verschiedenen Farbprofilen von vielen verschiedenen Quellen importieren, desto wichtiger wird diese
automatische Konvertierung.
Der Farbkonvertierungsprozess erfordert keine Benutzerintervention. Die Farben werden auf Ihrem Bildschirm so dargestellt, wie sie bei der
Bilderstellung erschienen. Ihr Bildschirm kann im Vergleich mit dem von Ihnen für den Arbeitsbereich gewählten Farbraum einen beschränkten
Farbumfang haben und auf dem Bildschirm dargestellte Farben können beschnitten sein. In Ihrem Projekt steht dennoch der gesamte
Farbdatenbereich zur Verfügung und intern erfolgt keine Farbenbeschneidung.
Wenn Sie Ihre Komposition ausgeben möchten, können Sie Ihre Farben mit dem Farbmanagement in den für Ihre Ausgabemedien geeigneten
Farbraum transformieren. Damit sorgen Sie für die Erhaltung der von Ihnen beabsichtigten Farbdarstellung.
Farbprofile
Das Dateiformat für Farbprofile ist vom ICC (International Color Consortium) standardisiert. Die entsprechenden Dateien haben in der Regel die
Dateinamenerweiterung .icc. After Effects umfasst eine große Anzahl von Farbprofilen für Farbräume häufig (und einige weniger häufig)
verwendeter Eingabe- und Ausgabetypen.
After Effects lädt Farbprofile unter anderem aus den folgenden Ordnern:
Mac OS: Library/ColorSync/Profiles
Mac OS: Library/Application Support/Adobe/Color/Profiles
Windows: WINDOWS\system32\spool\drivers\color
Windows: Programme\Gemeinsame Dateien\Adobe\Color\Profiles
Mit Adobe Photoshop können Sie ein benutzerdefiniertes ICC-Profil erstellen. Wählen Sie in Photoshop „Bearbeiten“ > „Farbeinstellungen“. Im
Photoshop-Dialogfeld für die Farbeinstellungen können Sie im Arbeitsbereich den RGB- und CMYK-Menüs Optionen aufrufen, mit denen sich
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