Operation Manual

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Pulldown bei Videofootage, das ursprünglich auf Film aufgenommen wurde, wieder rückgängig machen. Durch das Rückgängigmachen des 3:2-
Pulldown wird die Framerate um 1/5 reduziert – von 30 fps auf 24 fps bzw. von 29,97 fps auf 23,976 fps. Dadurch verringert sich auch die Anzahl
der zu verändernden Frames. Um den 3:2-Pulldown rückgängig zu machen, müssen Sie außerdem die Phase des 3:2-Pulldown angeben.
After Effects unterstützt auch den Panasonic DVX100 24p DV-Kamera-Pulldown, der als 24P-Advance (24Pa) bezeichnet wird. Manche Kameras
verwenden dieses Format zur Aufnahme von 23,976 Vollbildern auf standardmäßigen DV-Bändern.
Trennen Sie zunächst die Halbbilder, entweder mit der Option „Oberes Halbbild zuerst“ oder „Unteres Halbbild zuerst“, bevor Sie den 3:2-Pulldown
rückgängig machen. Wenn die Halbbilder getrennt sind, kann After Effects das Footage analysieren und die richtige 3:2-Pulldown-Phase sowie
Halbbild-Reihenfolge bestimmen. Falls Sie die Phase und Halbbild-Reihenfolge bereits kennen, wählen Sie im Dialogfeld „Footage interpretieren“
aus dem Menü „Separate Halbbilder“ und „ entfernen“ die entsprechende Option.
1. Wählen Sie im Projektfenster das gewünschte Footageelement aus.
2. Wählen Sie „Datei“ (Windows) bzw. „Ablage“ (Mac OS) > „Footage interpretieren“ > „Footage einstellen“.
3. Wählen Sie im Bereich „Halbbilder und Pulldown“ aus dem Menü „Separate Halbbilder“ die Option „Oberes Halbbild zuerst“
oder „Unteres Halbbild zuerst“ aus.
4. Führen Sie einen der folgenden Schritte aus und klicken Sie auf „OK“:
Wenn Sie die Phase des 3:2- oder 24Pa-Pulldown kennen, wählen Sie sie aus dem Menü entfernen“ aus.
Wenn After Effects die richtigen Einstellungen bestimmen soll, klicken Sie auf „3:2-Pulldown ermitteln“ oder „24Pa-
Pulldown ermitteln“.
Falls die Footagedatei Frames aus verschiedenen Quellen enthält, ist die Phase unter Umständen nicht konsistent.
Importieren Sie das Footagematerial in diesem Fall mehrmals, für jede Phase einmal, und interpretieren Sie jedes
Footageelement mit einer anderen Einstellung. Fügen Sie dann die einzelnen Footageelemente in Ihre Komposition ein und
trimmen Sie jede Ebene so, dass nur die gewünschten Frames verwendet werden. Das heißt, wenn ein Objekt mit mehreren
Pulldown-Phasen vorhanden ist, müssen Sie dieses Objekt in Einzelteile aufbrechen und den Pulldown für jedes der Teile
einzeln entfernen. Dies ist beispielsweise erforderlich, wenn das Objekt ein Film ist, der aus verschiedenen Quellen in einem
NLE-System zusammengesetzt wurde.
Online-Ressourcen zum Pulldown
Chris Meyer bietet auf der Lynda.com-Website einen Video-Lehrgang zum Identifizieren von Pulldowns an.
Chris und Trish Meyer haben in einem Artikel auf der Artbeats-Website einen Überblick über den 3:2-Pulldown veröffentlicht.
Chris Meyer bietet auf der ProVideo Coalition-Website Links zu Ressourcen zum Thema Pulldown an.
Importieren von Objekten im Panasonic P2-Format
Eine P2-Karte ist ein Halbleiter-Speichergerät, das in den PCMCIA-Steckplatz einer Panasonic P2-Videokamera gesteckt wird. Die digitalen
Video- und Audiodaten aus der Videokamera werden auf der Karte in einem strukturierten, Codec-unabhängigen Format namens MXF (Media
eXchange Format)gespeichert. Insbesondere Adobe Premiere Pro und After Effects unterstützen die Panasonic Op-Atom-Variante von MXF, mit
Video in den Formaten AVC-Intra 50, AVC-Intra 100, DV, DVCPRO, DVCPRO50 und DVCPRO HD. Clips weisen das P2-Format auf, wenn Audio
und Video in Panasonic Op Atom-MXF-Dateien enthalten sind, und diese Dateien sich in einer bestimmten Ordnerstruktur befinden.
Der Stamm für die P2-Ordnerstruktur wird durch den Ordner „CONTENTS“ gebildet. Jedes Rohdaten-Objekt (Video- oder Audioobjekt) ist in einer
separaten MXF-Wrapper-Datei enthalten: die MXF-Dateien für Video im Unterordner „VIDEO“, die MXF-Dateien für Audio entsprechend im
Unterordner „AUDIO“. Die Beziehungen zwischen Rohdatendateien und den zugehörigen Metadaten werden mithilfe von XML-Dateien im
Unterordner „CLIP“ verfolgt.
Adobe Premiere Pro und After Effects unterstützen keine Stellvertreter, die von Panasonic P2-Camcordern in den Ordnern „PROXY“
der P2-Karte aufgezeichnet werden.
Das Bild und der Ton auf einer P2-Karte liegen bereits im digitalen Format vor, so als ob die P2-Karte eine Festplatte wäre. Deshalb gibt es beim
Importieren von Medien von einer P2-Karte keinen Aufnahmeschritt. Das Lesen der Daten von der Karte und deren Konvertierung in ein Format,
das in Projekten verwendet werden kann, wird gelegentlich auch als Umwandlung bezeichnet.
Damit P2-Karten von Ihrem Computer gelesen werden können, müssen Sie den erforderlichen Treiber installieren. Dieser kann auf der Website
von Panasonic heruntergeladen werden. Panasonic bietet ebenfalls die Anwendung P2 Viewer, mit der auf P2-Karten gespeicherte Medien
durchsucht und abgespielt werden können.
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