Operation Manual

bewegen, weil alle sich bewegenden Objekte genauso scharf und deutlich erscheinen wie die sich nicht bewegenden Objekte. Ohne
Bewegungsunschärfe entsteht bei der Ebenenanimation statt eines kontinuierlichen Ablaufs ein stroboskopähnlicher Effekt, bei dem die Bewegung
„abgehackt“ aussieht. Wenn Sie den Ebenen, die Sie in After Effects animieren, Bewegungsunschärfe hinzufügen, erscheint die Bewegung glatter
und natürlicher.
Sie aktivieren die Bewegungsunschärfe für jede einzelne Ebene und Sie bestimmen, ob die Bewegungsunschärfe für Vorschauen oder für die
endgültige Ausgabe gerendert wird. Mit dem Kompositionenschalter „Bewegungsunschärfe aktivieren“
im oberen Bereich des Zeitleistenfensters
können Sie das Rendern der Bewegungsunschärfe für Vorschauen aktivieren oder deaktivieren. Ändern der Rendereinstellungen im
Renderlistenfenster, um das Rendern der Bewegungsunschärfe für die endgültige Ausgabe zu aktivieren oder zu deaktivieren. Wenn die
Einstellung „Schalter beeinflussen verschachtelte Kompositionen“ im Bereich „Allgemeine Voreinstellungen“ aktiviert ist, unterliegen verschachtelte
Kompositionen der Einstellung der Kompositionen, in denen sie enthalten sind. (Siehe Erstellen von Unterkompositionen und Verschachteln.)
Da die Bewegungsunschärfe das Rendern verlangsamt, sollten Sie den Kompositionsschalter während der Arbeit deaktivieren und nur dann
aktivieren, wenn Sie das endgültige Ergebnis anzeigen möchten.
Um die Bewegungsschärfe für eine Ebene zu aktivieren, führen Sie einen der folgenden Schritte aus:
Klicken Sie im Zeitleistenfenster auf den Ebenenschalter „Bewegungsunschärfe“ für die jeweilige Ebene.
Wählen Sie die Ebene und „Ebene“ > „Schalter“ > „Bewegungsunschärfe“ aus.
Die Anzahl von Samples in After Effects für die Berechnung der Bewegungsunschärfe wird jeder Ebene angepasst und richtet sich nach der
Bewegung der jeweiligen Ebene. Diese Anpassbarkeit sorgt für eine hochwertige Bewegungsunschärfe. Bei einer sich langsam bewegenden
Ebene ist dabei kein so häufiges Sampling erforderlich wie bei einer sich schnell bewegenden Ebene. Hohe Sampleraten vermindern die Render-
Leistung.
Wenn „Bewegungsunschärfe“ für eine Komposition aktiviert und das Zeitleistenfenster eingezoomt ist, sodass Sie einzelne Frames erkennen
können, gibt ein hellgrauer Bereich um die Zeitmarke die Verschlussphase und den Verschlusswinkel an. In der Spaltenbreite finden Sie den
Verschlusswinkel und im Spaltenversatz die Verschlussphase an. Diese optische Darstellung zeigt, wie einzelne Frames für die Berechnung der
Bewegungsunschärfe in dieser Komposition aufgenommen werden.
Beim Animieren einer Ebene können Sie mit Bewegungsunschärfe arbeiten, z. B. wenn Sie eine Textebene über den Bildschirm laufen lassen.
Einer Bewegung, die bereits in einer Ebene vorhanden ist, können Sie mit dem Ebenenschalter „Bewegungsunschärfe“ und dem
Kompositionsschalter „Bewegungsunschärfe aktivieren“ keine Bewegungsunschärfe hinzufügen.
Wenn Sie die Bewegungsabläufe in Videos glätten möchten, denen Sie eine Framerate zugewiesen haben, die weit unter oder über der des
Originals liegt, verwenden Sie die Option „Frame-Überblendung“ und nicht „Bewegungsunschärfe“.
Bewegungsunschärfeeinstellungen auf der Registerkarte „Erweitert“ der Kompositionseinstellungen
Samples pro Frame Die Mindestanzahl von Samples. Dies ist die Mindestanzahl an Samples für Frames, für die eine adaptive Samplerate, die
auf der Ebenenbewegung basiert, in After Effects nicht definiert werden kann. Diese Samplerate wird für 3D-Ebenen und Formebenen
verwendet.
Grenzwert für adaptive Samples Die Höchstanzahl von Samples.
Verschlusswinkel Der Verschlusswinkel wird in Grad angegeben und simuliert die durch einen sich drehenden Verschluss erzeugte Belichtung.
Der Verschlusswinkel verwendet die Footage-Framerate, um die simulierte Belichtung zu bestimmen, die sich auf die Bewegungsunschärfe
auswirkt. Wenn Sie z. B. für 24-fps-Footage „90°“ (25 % von 360°) eingeben, ergibt sich eine effektive Belichtung von 1/96 einer Sekunde (25 %
von 1/24 Sekunde). Wenn Sie festlegen, wird fast keine Bewegungsunschärfe angewendet, während bei 720° eine sehr hohe
Bewegungsunschärfe angewendet wird.
Verschlussphase Die Verschlussphase wird ebenfalls in Grad gemessen. Sie bestimmt, wann der Verschluss relativ zum Frame-Anfang geöffnet
wird. Das Anpassen dieses Wertes kann helfen, wenn ein Objekt mit angewendeter Bewegungsunschärfe scheinbar hinter der Position eines
Objekts zurückbleibt, auf das keine Bewegungsschärfe angewendet wurde.
Für eine Ebene, die unter Verwendung von Motion-Tracking-Daten über eine andere Ebene gelegt wird, ist ein Verschlussphasenwert von -1/2
des Verschlusswinkelwerts optimal. (Beispiel: Verschlussphase = -90, Verschlusswinkel = 180.) Durch diese Einstellungskombination entsteht
eine auf dem ursprünglichen Objekt zentrierte Unschärfe.
Anwenden von Bewegungsunschärfe auf eine Maske
Mit Bewegungsunschärfe erzeugen Sie eine Unschärfe basierend auf der Bewegung einer Maske in der Komposition. Sie können
Bewegungsunschärfe auf einzelne Masken anwenden. Sie müssen für jede Ebene oder Maske innerhalb einer Ebene auf den Schalter
„Bewegungsunschärfe aktivieren“ der Komposition klicken, um Bewegungsunschärfe auf die Ebene oder Maske anzuwenden.
1. Wählen Sie eine oder mehrere Masken aus.
2. Wählen Sie „Ebene“ > „Maskieren“ > „Bewegungsunschärfe“ und klicken Sie dann auf eine der folgenden Optionen:
Wie Ebene Auf die Maske wird nur dann Bewegungsunschärfe angewendet, wenn auf den Schalter „Bewegungsunschärfe“ der Ebene
geklickt wurde.
Ein Auf die Maske wird Bewegungsunschärfe unabhängig von der Einstellung des Schalters „Bewegungsunschärfe“ der Ebene
angewendet.
Aus Auf die Maske wird keine Bewegungsunschärfe angewendet.
Weitere Ressourcen zur Bewegungsunschärfe
233