Operation Manual
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Ebenenbildqualität und Subpixel-Positionierung
Durch die Qualitätseinstellung einer Ebene wird festgelegt, wie genau sie gerendert wird. Außerdem wird die Präzision anderer Berechnungen in
Bezug auf die Ebene beeinflusst, z. B. Motion-Tracking und die Verwendung der Ebene als Steuerungsebene für einen ebenenübergreifenden
Effekt.
Die Standardqualität neuer Ebenen wird durch die Voreinstellung „Neue Ebenen mit bester Qualität erstellen“ in der Kategorie der allgemeinen
Voreinstellungen festgelegt.
Bei duplizierten oder geteilten Ebenen wird die Qualitätseinstellung der Originalebene verwendet.
Um zwischen der Qualität „Entwurf“ und „Beste“ für ausgewählte Ebenen umzuschalten, klicken Sie im Zeitleistenfenster auf den Schalter
„Qualität“. Um zwischen allen drei Optionen auszuwählen, wählen Sie „Ebene“ > „ Qualität“:
Beste Die Ebene wird unter Verwendung von Subpixel-Positionierung, Anti-Aliasing, 3D-Schattierung und einer vollständigen Berechnung aller
zugewiesenen Effekte angezeigt und gerendert. Mit dieser Einstellung dauert das Rendern sowohl für die Vorschau als auch für die Endausgabe
am längsten.
Entwurf Die Ebene wird zwar vollständig, aber in niedrigerer Qualität angezeigt. In der Entwurfsqualität wird eine Ebene ohne Anti-Aliasing und
Subpixel-Positionierung angezeigt und gerendert; einige Effekte werden nicht exakt berechnet.
Drahtgitter Zeigt Ebenen als Rahmen an, ohne Ebeneninhalte. Mit der Qualitätseinstellung „Drahtgitter“ werden Ebenen schneller angezeigt und
gerendert als Ebenen mit der Einstellung „Beste“ oder „Entwurf“.
Subpixel-Positionierung
Eigenschaftswerte (wie Position und Ankerpunkt) in After Effects sind nicht auf Ganzzahlen beschränkt, sondern können auch als Bruchzahlen
angegeben werden. Dies ermöglicht flüssige Animationen, da ein Wert von einem Keyframe zum anderen interpoliert wird. Wenn zum Beispiel in
einer Komposition mit 25 Frames pro Sekunde ein Positionswert von [0,0,0] bei der Zeitmarke 0 in einen Wert von [0,0,80] bei der Zeitmarke
1 Sekunde übergeht, ist der Wert bei Frame 1 [0,0,3.2].
After Effects berechnet alle räumlichen Werte wie Position und Effektankerpunkte mit einer Präzision von 1/65.536 Pixel. Dies wird Subpixel-
Präzision genannt.
Wenn die Pixel einer Ebene nicht direkt auf den Pixelgrenzen der Komposition positioniert werden, kommt es zu einer leichten Unschärfe ähnlich
dem Antialiasing. Diese Unschärfe ist bei einem Objekt in Bewegung kein Problem, da bei bewegten Objekten Bewegungsunschärfe auftritt. In
statischen Bildern kann dieser Effekt aber feine Details weicher machen. Wenn ein Bild sich langsam oder mit der falschen Geschwindigkeit
bewegt, kann außerdem der Eindruck entstehen, als würde das Bild zwischen Schärfe und Unschärfe oszillieren.
Da der Standardankerpunkt einer Ebene das Zentrum eines Objekts ist, haben Objekte mit ungeraden Abmessungen keine ganzzahligen
Ankerpunkte und erscheinen weich, wenn sie auf ganzzahligen Werten positioniert werden. Beachten Sie folgende Richtlinien, um Unschärfe und
Fokusprobleme zu minimieren:
Erstellen Sie je nach Abmessung der Komposition Grafiken mit ungeraden oder geraden Abmessungen. Beispiel: Wenn die Komposition
640 x 480 Pixel groß ist, erstellen Sie Grafiken mit geraden Abmessungen (z. B. 100 x 100 Pixel). Wenn die Komposition 99 x 99 Pixel groß
ist, erstellen Sie Grafiken mit ungeraden Abmessungen (z. B. 75 x 53 Pixel).
Stellen Sie die Positionsinformationen für Grafiken (einschließlich der Halteposition und letzten Position von Keyframes) auf Ganzzahlen und
nicht auf Bruchzahlen ein.
Kontinuierliches Rastern einer Ebene mit Vektorgrafiken
Wenn Sie Vektorgrafiken importieren, werden diese von After Effects automatisch gerastert. Möchten Sie eine Ebene mit einer Vektorgrafik
allerdings auf über 100 % skalieren, müssen Sie die Ebene kontinuierlich rastern, damit die Bildqualität erhalten bleibt. Vektorgrafiken in Ebenen,
die auf Illustrator-Dateien, SWF, EPS und PDF basieren, können kontinuierlich gerastert werden. Bei Aktivierung der kontinuierlichen Rasterung
rastert After Effects die Datei bei Bedarf auf Basis der Transformation für jeden Frame. Durch kontinuierliches Rastern einer Datei werden im
Allgemeinen qualitativ bessere Ergebnisse erzielt, das Rendern kann jedoch mehr Zeit in Anspruch nehmen.
Formebenen und Textebenen sind immer kontinuierlich gerastert.
Wenn Sie einen Effekt auf eine kontinuierlich gerasterte Ebene anwenden, erzielen Sie möglicherweise andere Ergebnisse als bei einer Ebene
ohne kontinuierliche Rasterung. Der Grund hierfür ist, dass sich die Standardreihenfolge für das Rendern der Ebene ändert. Ebenen ohne
kontinuierliche Rasterung werden standardmäßig in der Reihenfolge Masken, Effekte und dann Transformationen gerendert. Für kontinuierlich
gerasterte Ebenen dagegen ist die Standardreihenfolge Masken, Transformationen und dann Effekte.
Unabhängig davon, ob Sie sich für oder gegen kontinuierliche Rasterung entscheiden, wendet After Effects bei der Vorschau und beim Rendern
einer Komposition Anti-Aliasing an (d. h., die Vektorgrafiken werden geglättet), wenn Sie die Option „Beste Qualität“ ausgewählt haben.
Im Ebenenfenster können kontinuierlich gerasterte Ebenen nicht geöffnet werden und es kann nicht mit diesen interagiert werden. Ein Ergebnis
dieser Beschränkung ist, dass Sie nicht direkt auf eine kontinuierlich gerasterte Ebene malen können. Es können jedoch auch Pinselstriche aus
anderen Ebenen kopiert und eingefügt werden.
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