Operation Manual

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Referenzteil zu Lives Audio-Effekten
Frequenz im rechten Kanal nach unten, während sie links nach oben verschoben wird. Beachten
Sie bitte, dass der Wide-Parameter bei einem Spread-Wert von 0 keine Auswirkungen hat.
Frequency Shifter besitzt auch zwei LFOs zur Modulation der Frequenzen von linkem und rechtem
Kanal. Sechs unterschiedliche Wellenformen stehen für diese Modulation zur Wahl: Sinus, Recht-
eck, Dreieck, Sägezahn aufwärts, Sägezahn abwärts und Zufall. Die Intensität, mit der der LFO
die Frequenzen moduliert, wird mit dem Amount-Regler eingestellt.
Die Geschwindigkeit des LFOs lässt sich mit dem Rate-Regler in Hertz eingeben. Alternativ kann
Rate auch zum Songtempo synchronisiert und in Notenwerten (zum Beispiel Sechzehntelnoten)
eingestellt werden.
Der Phase-Parameter erzeugt Stereo-Effekte, indem er die Wellenformen der mit gleicher Fre-
quenz laufenden LFOs gegeneinander verschiebt. Wenn Sie diesen Parameter auf "180" stellen,
sind die beiden Wellenformen exakt gegenphasig (um 180 Grad verschoben), so dass die eine
gerade das Maximum erreicht, wenn die andere am Minimum ist.
Spin verstimmt die beiden LFOs gegeneinander. Jeder Stereokanal wird mit einer unterschiedli-
chen Frequenz moduliert, wie durch den Spin-Wert bestimmt.
Bei Benutzung der Zufalls-Wellenform zeigen die Parameter Phase und Spin keine Auswirkungen
und beeinflussen somit auch nicht den Klang.
Der Dry/Wet-Regler bestimmt das Mischungsverhältnis zwischen dem Original- und dem Effekt-
Signal. Beachten Sie, dass der Drive-Effekt im Signalfluss hinter dem Mix-Regler liegt. Daher kön-
nen Sie Frequency Shifter auch als reinen Verzerrer-Effekt einsetzen, indem Sie Drive aktivieren
und Mix auf 0% stellen.
Das Frequency-Shifting wird durch einfache Addition oder Subtraktion eines Wertes in Hertz
zum/vom eingehenden Audiosignal erreicht. Dies unterscheidet es deutlich vom Pitch-Shifting,
bei dem die Verhältnisse der eingehenden Frequenzen (und somit auch der Bezug ihrer Har-
monischen) erhalten bleiben. Stellen Sie sich zum Beispiel ein Eingangssignal vor, das aus den
Sinusschwingungen 440 Hz und 880 Hz besteht, die eine Oktave auseinander liegen. Um dieses
Signal nun eine Oktave nach oben zu transponieren, multiplizieren wir diese Frequenzen mit dem
Faktor 2, was zu neuen Frequenzen von 880 Hz und 1760 Hz führt.
22.16.1 Tipps zum Frequency-Shifter
Frequenzverschiebungen und Ringmodulation können sehr interessante Klangergebnisse liefern.
Hier einige Tipps zum Einsatz des Frequency-Shifter-Gerätes.