Operation Manual

KAPITEL 21. REFERENZTEIL ZU LIVES AUDIO-EFFEKTEN 363
Der LoFi-Sound eines Ensoniq Mirage, Fairlight CMI oder Commodore-64 lässt Sie nostal-
gisch werden? Kein Problem: Der Redux-Effekt führt uns zurück in die digitale Audio-Früh-
zeit, indem er die Samplingrate und die Bitauösung des Eingangssignals reduziert.
Der Downsample-Bereich hat zwei Parameter: Downsample und einen Mode-Schalter.
Wenn der Downsample-Parameter auf 1 steht, wird jedes einzelne Samplewort an den
Ausgang geleitet, wodurch keine Klangänderung entsteht. Mit der Einstellung 2 wird
nur jedes zweite Samplewort durchgelassen, wodurch der Klang schon etwas digitaler
wird. Je höher der gewählte Wert, desto niedriger ist die resultierende Samplingrate und
desto dekonstruierter wirkt auch der Klang. Das Reduzieren der Samplingrate wirkt wie
das Anwenden eines Mosaik-Effekts auf ein Bild: Es gehen Informationen verloren und es
entstehen scharfe Ecken zwischen den einzelnen Blöcken.
Der Mode-Schalter bestimmt, ob beim Reduzieren der Samplingrate in einem kleineren Be-
reich interpoliert (soft, bis zu 20 Samples) oder in einem gröÿeren Bereich nicht interpoliert
wird (hard, bis zu 200 samples).
Die Reduzierung der Bitauösung wirkt ähnlich. Während die Reduzierung der Samplingrate
aber eine zeitliche Rasterung des Signals bewirkt, kommt es hier zu einer Rasterung der
Amplitude.
Wenn der Parameter auf 8 gestellt wird, werden die Amplitudenwerte auf 256 Stufen quan-
tisiert (8-Bit-Auösung). Bei einer Einstellung von 1 ist das Ergebnis äuÿerst brutal: jedes
Samplewort hat dann entweder die volle positive oder negative Aussteuerung, dazwischen
gibt es nichts.
Die Reduzierung der Bitauösung deniert ein Eingangssignal von 0dB als 16 Bit. Signale
über 0dB werden abgeschnitten, in einem solchen Fall leuchtet die rote LED.
Das Ausschalten der Bit Reduction vermindert etwas die CPU-Last.