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Atemschutz-Checkliste – Fortsetzung
Welche Gefahrstoffe sind vorhanden?
z.B. aus Sicherheitsdatenblättern,
Kennzeichnungen usw.
2a Wie hoch sind die Konzentrationen im Verhältnis
zu den derzeit gültigen Grenzwerten?
Die Konzentrationen am Arbeitsplatz müssen durch Messun-
gen oder Referenzwerte (z.B. der Berufsgenossenschaften)
ermittelt werden. Die Grenzwerte werden in der Liste als
AGW und falls dieser nicht vorhanden als MAK angegeben in
ml/m
3
(ppm) bzw. mg/m
3
d.h.: Milliliter (ml) bzw. Milligramm
(mg) Gefahrstoff pro Kubikmeter (m
3
) Luft. Für CMR-Stoffe
für die es eine Akzeptanzkonzentration (TRGS 910) gibt wird
diese rot und fettgedruckt angegeben. Bei fehlender Akzep-
tanzkonzentration, wird die Toleranzkonzentration angegeben.
Bei den Grenzwerten für Partikel bedeuten: E: einatembare
Staubfraktion; A: alveolar gängige Staubfraktion;
Für Feinstäube ohne Grenzwert Einstufung gilt der allge meine
Staubgrenzwert für: Einatembarer Staub: 10 mg/m
3
.
Alveolen gängige Fraktion (A-Staub): 1,25 mg/m
3
(Schicht-
mittelwert).
2b In welchem Aggregat-Zustand befindet sich der Stoff?
2c Hat der Stoff gute Warneigenschaften
wie Geruch oder Geschmack?
Ist dies nicht der Fall, dürfen Filter nur bei einem vorgegeben,
festen Wechselintervall verwendet werden. Filtrierender
Atemschutz sollte hier nur bei niedriger Konzentration und die
Filter nur für maximal eine Schichtlänge verwendet werden.
In der Spalte 3M Atemschutzempfehlung wird deshalb ggf.
auch ein Umgebungsluft-Unabhängiges (UU) Atemschutzsys-
tem mit Druckluftversorgung empfohlen.
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f: fest, staubförmig
g: Gase
f(g): wenn der Dampfdruck
(g = Gas) des Feststoffes
berücksichtigt werden muss
N: Niedrigsieder, organische
Flüssigkeit mit Siedepunkt
unter 65°C
fl: Flüssigkeiten mit Siede-
punkt über 65°C










